Sonntag, 11. März 2018

♀ Die fünf Gaben (Valerias Töchter 1) (Rebecca Ross) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.

Brienna wurde vor sieben Jahren von ihrem Großvater ins Haus Magnalia gebracht, wo sie eine der fünf Gaben studieren soll. Doch sie selbst weiß genau, dass sie kein naturgegebenes Talent hat. Und doch wurde sie angenommen und steht nun kurz davor, eine Berufene zu werden und einen Gönner zu finden, bei dem sie ein neues Leben beginnen kann.

Während ihrer Studien hat es ihr Master Cartier, ihr Ausbilder in der Gabe des Wissens, sehr angetan. Und doch muss sie nun von ihm fort – und wer weiß, ob sie sich überhaupt wiedersehen werden.
WARNUNG vorab:
Wer gerne die der Geschichte vorangestellten Namens- und Häuserübersichten stöbert, sollte gewarnt sein. Insbesondere nach Briennas Namen zu suchen, spoilert die Identität des Vaters, der erst sehr spät offenbart wird und eigentlich ein Plottwist darstellen sollte.

Jugendhighfantasy steht grad sehr hoch bei mir im Kurs und so musste ich natürlich auch zum ersten Band von „Valenias Töchter“ greifen und stürzte mich sogleich in die Seiten.

Die Ernüchterung kam ziemlich schnell. Denn vorerst heißt es, sehr viel über die Geschichte des Landes, des Nachbarlandes, der Kriege und der zig involvierten Familien zu lernen. All diese Informationen wurden in den Unterricht von Protagonistin Brienna verpackt, die damals eine außerordentliche Zulassung zum Haus Magnalia bekam – nachdem sie ihr Großvater dorthin gebracht hat, weil Brienna Waise ist. Ihre Mutter ist tot, ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Sie weiß nur, dass sie zum Teil Maevanierin ist, Blut des Nachbarlandes in sich trägt, das unter dem aktuellen König zu leiden hat.
Während ihrer Studien in Magnolia kommen sich Brienna und ihr „Master“ Cartier näher – so nahe es die Statuten zulassen (keine Berührung einer Arden/„Studentin“) – dies war auch der rote Faden, der mich die lange Informationsflut dennoch neugierig hat verfolgen lassen. Von ihm erhält Brienna auch das erste Buch, das ihr Ahnengedächtnis erweckt. Dieses Detail fand ich in der Geschichte sehr gelungen und hielt mich bis zum Ende bei der Stange. Während manche andere Dinge so ausführlich dargebracht wurden, verlieren sich andere beinahe – ich hoffe, dass da so einiges in der/den Fortsetzungen aufgegriffen wird.

Ansonsten dauerte es wirklich lange, bis die Geschichte in Fahrt kommt – doch selbst dann ist sie stets ruhig und die Bedrohung ist kaum greifbar. Dasselbe gilt für Briennas Motivation. Sie entwickelt sich, gibt sich kämpferisch, aber leider konnte ich kaum mit ihr fühlen.

Rebecca Ross schildert ihre Geschichte in Ich-Perspektive von Brienna. Ihre Ausdrucksweise ist klar, dem High-Fantasy-Genre angemessen leicht historisch angehaucht.
Der Weltenbau der Autorin gefiel mir richtig gut. Im unterdrückten Königreich Maevana herrscht derzeit ein König, obgleich es immer eine Königin sein sollte. Doch nachdem sie betrogen, ihr und ihrer Familie die Magie geraubt wurde, sitzt eine grausame Famillie an der Spitze des Reiches, in dem Frauen auch im Kampf und Krieg gleichgestellt sind. Die Unterschiede zwischen Maevana und Valenia könnten größer nicht sein. Maevana ist kämpferisch und roh, während in Valenia die Kunst geschätzt wird.


Erst ab Mitte des Buches ging es in Sachen Spannung bergauf. Es gab kleinere Spannungsspitzen, neue interessante Figuren und sogar Twists, ehe das Buch nach einem sehr kurzen Showdown absolut zufriedenstellend endet, weshalb ich mir bis zur Sichtung des Internettitels nicht sicher war, dass es sich wirklich um eine Reihe handelt.

Mit „Die fünf Gaben“ hat Rebecca Ross einen interessanten Einstieg in ihre Welt erschaffen, bei dem es jedoch einige Durststrecken zu überwinden gab. Als große Pluspunkte sehe ich das Frauenbild in Maevana und das „abgeschlossene“ Ende ohne Cliffhanger. Sehr gute 3 Bücher für den Auftakt von „Valenias Töchter“.
1. Die fünf Gaben
2. ?



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