Dienstag, 6. März 2018

♂ Die Blutkönigin (Sarah Beth Durst) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.

„Sie atmete ein und aus, zählte im Geiste langsam von eins bis zehn und zwang die Angst nieder, die bedrohlich wie eine Flut in ihr aufstieg. Sie hatte immer noch Zeit, oder nicht?“
(S.102)
Das Dorf Graubaum wird wie aus dem Nichts von Geistern überfallen. Nur Daleinas Familie kann den Angriff überleben. Und wie sich herausgestellt hat, schlummert in Daleina Macht. Eine Macht, mit der sie die Geister befehlen kann. 

Bestärkt von ihrer kleineren Schwester beginnt Daleina die Ausbildung zur Thronanwärterin. Doch sie ist eine von vielen, ihre Macht ist im Vergleich zu den anderen gering. Und doch wird sie von Ven, einem Meister, erwählt. Seltsame Dinge geschehen. Weitere Menschen sterben. Welche Rolle spielt die Königin hierbei? Sie soll die Menschen vor den Geistern schützen. Doch diese schweben nun in immer größerer Gefahr.
„Die Blutkönigin“ ist eher zufällig auf meine Leseliste gerutscht. Doch die Thematik fand ich sehr interessant und nun war ich neugierig, was mich hier erwarten würde.

Schon kurz nach dem Einstieg fand ich mich dann auch gleich in einem verheerenden Massaker wieder. Das Dorf, in dem Daleina und ihre Familie wohnt, wurde von Geistern überfallen. Hilflos und ohne Chancen gegen diese Übermacht werden die meisten Dorfbewohner bestialisch getötet. Wie durch ein Wunder überlebt Daleinas Familie. Doch während des Kampfes passiert auch etwas Unerwartetes: Daleina entdeckt, dass sie Macht über die Elementargeister ausüben kann.

Daleinas kleine Schwester Arin spornt sie förmlich an, die Ausbildung zur Thronanwärterin anzutreten. Für Daleina beginnt eine harte Zeit mit vielen Entbehrungen. Ihre Familie sieht sie kaum noch. Völlig unerwartet wird sie von Ven, dem ausgestoßenen Meister, erwählt. Dieser war vor Jahren von der Königin verstoßen worden. Ven und die Königin standen sich sehr nah. Und doch wurde er von ihr verraten und trägt nun die Konsequenzen. Schwierige Entscheidungen stehen an, alle schweben in großer Gefahr.

Nachdem ich dann die ersten Seiten gelesen hatte und von diesem imposanten Einstieg förmlich umgeblasen wurde, machte ich mich Schritt für Schritt mit der von Sarah Beth Durst konstruierten Welt vertraut. Ich muss gestehen, hierbei hatte ich anfangs kleinere Schwierigkeiten, vor allem die Masse an vorhandenen Geistern machte mir zu schaffen. Doch die Autorin hatte mich mit ihrer Idee viel zu neugierig gemacht, als dass ich mich davon stören ließ. Den Weltenaufbau fand ich wirklich sehr interessant und gelungen dargestellt.

Verschiedene Sichten in dritter Person Vergangenheit brachten mir die Geschehnisse nahe. Langeweile kam beim Lesen so gut wie nie auf. Die Autorin setzte an genau den richtigen Punkten immer wieder spannungserhöhende Nuancen ein und konnte mich damit mehr und mehr an die Geschichte binden.

Die Charaktere, allen voran Protagonistin Daleina, wurden für mich wirklich vorstellbar beschrieben. Für Daleina wäre dabei allerdings eine größere Portion Selbstvertrauen und stellenweise etwas weniger Naivität förderlich gewesen, denn ständig wird sie von Zweifeln an sich selbst übermannt. In Summe jedoch konnte ich mich sehr gut mit ihr arrangieren. Absolut gelungen fand ich die Darstellung des verstoßenen Meisters Ven. Auch Daleinas Schwester Arin konnte mich von sich überzeugen und sie avancierte zunehmend zu einem meiner Lieblingscharaktere in der Geschichte.

Die Geschichte selbst ist von gut durchdachten Handlungen geprägt, wobei mir die ein oder andere Szene subjektiv zu oberflächlich geschildert wurde. Insgesamt jedoch ergab sich für mich ein rundes Bild und mein Lesegenuss war entsprechend hoch. Die Geschichte hatte ein annehmbares Grundtempo, das punktuell immer wieder eine Steigerung erfuhr und mich stetig vorantrieb. 

Sarah Beth Durst verpasste der Geschichte standesgemäß einen heftigen Showdown, welcher dann mit einem folgerichtigen Ergebnis endet und die Geschichte zielgerichtet ausklingen lässt. Dieser Trilogie-Auftakt hat mir auf jeden Fall schöne Lesestunden beschert und lässt mich nun neugierig auf die Fortsetzung zurück.
Die Blutkönigin“ bringt alles mit, was eine Fantasy-Geschichte benötigt, um schöne Leseerlebnisse zu erhalten. Meine Lesestunden mit Daleina belohne ich deshalb mit verdienten 4 Büchern

Für alle, die in Fantasy-Geschichten eintauchen können, enthaltenen Gefahren trotzen und ihre Aufrichtigkeit trotz aller Gefahren und Hindernissen bewahren.
1. Die Blutkönigin
2. The Reluctant Queen (OT)
3. The Queen of Sorrow (OT)





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Kommentare:

  1. Hey
    Deine Rezension über das Buch gefällt mir sehr. Mit jeder neuen Rezension über das Buch werde ich noch mehr neugierig auf das Buch.


    LG Barbara
    My Book&Serie&Movie Blog

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    1. Hallo Barbara,

      die Geschichte ist wirklich gut - trau dich 😉

      Liebe Grüße

      Kay

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  2. Guten Morgen!

    Diese Geschichte fand ich ja sehr genial und ich hoffe, dass wir nicht so lange auf die Fortsetzung warten müssen. Zu Anfang hatte ich ja noch gedacht, dass es sich "wieder" um so eine typische Magier-Ausbildung-Geschichte handelt, aber das hat sich ja dann doch ganz anders entwickelt - zumindest nach meiner Vorstellung. Ich war jedenfalls positiv überrascht! Außerdem find ich das Cover total genial :D

    Da ihr noch Rezis zum verlinken sucht hätte ich meine anzubieten ;)
    https://blog4aleshanee.blogspot.de/2017/11/die-blutkoenigin.html

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hallo Aleshanee,

      ja, die Entwicklungen waren wirklich gut und teils echt überraschend. Ich mochte die Geschichte echt gern...Ich bin sicher, dass die Fortsetzung noch besser wird; aber erstmal müssen wir ja warten...Verlinke deine Rezi gern, sobald ich das nächste Mal die Möglichkeit habe 👍🏻

      Ganz liebe Grüße

      Kay

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  3. Huhu =)
    Toll, dass dir die Blutkönigin auch gefallen hat. Für mich war es mein Jahreshighlight 2017. Im Ernst ich liebe es und kann kaum auf die Fortsetzung warten! Besonders das Ende hat mich umgehauen, auf einmal ging alles so schnell.

    LG Sandra
    Btw: hier meine Rezi:

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    1. Hallo Sandra,

      ja, die Geschichte war schon besonders mit einigen Überraschungen. Auf die Fortsetzung bin ich definitiv schon gespannt! Hab deine Rezi gleich verlinkt :-)

      Liebe Grüße
      Kay

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