Dienstag, 20. Februar 2018

♀ Auf den ersten Blick verzaubert (Sonja Kaiblinger) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.

Ophelia folgt dem Rat ihrer Zwillingsschwester und versucht, die Einladung für die gemeinsame Geburtstagsfeier in die Sporttasche ihres geheimen Schwarms Adrian zu schmuggeln. Doch leider wird sie beinahe erwischt und flieht – direkt in die Arme des vollbärtigen und durchaus muskulösen halbnackten Sportlehrers. Doch dass es noch peinlicher geht, zeigt sich wenig später auf dem Mädchenklo, wo Ophelia einen Bart entdeckt – in ihrem eigenen Gesicht. Zeit, für einen Notfallplan ihrer Tanten und die Einweihung in „die Sache“, die ihrer Familie – oder zumindest Zwillingen und Drillingen – in den Genen liegt: die Gestaltwandlung.

Doch in einen seltsamen Keller mit Geheimlabor verschleppt zu werden, hat Ophelia nicht erwartet. Und schon gar nicht, dass sie sich nun ernsthaft beweisen muss.
Das süße Cover und der lustig klingende Klappentext haben mich schnell überzeugt, zu „Auf den ersten Blick verzaubert“ zu greifen. Auch die Gestaltung unter dem Schutzumschlag und die Innengestaltung sind eine wahre Augenweide.

Der Einstieg gelang dann auch sehr leicht. An der Seite der Ich-erzählenden Protagonistin Ophelia stolperte ich von einer Peinlichkeit in die nächste, die dann sogar in einer noch peinlicheren Fluchtaktion aus der Schule mündete. Weil Ophelia einen Vollbart hatte – sich verwandelt hatte, wie es in ihrer Familie oft vorkommt. Peinlicherweise hat sie es nur zu einem sehr kleinen Teil geschafft und prompt steht der finstere „Highlander“ vor der Tür, der sie zu ihrem Onkel schleppt – dem „Meister“ der Familie in Sachen Verwandlungen.
Um nicht eingesperrt zu werden, muss Ophelia beweisen, dass sie ihre „Gabe“ unter Kontrolle hat. Was nicht so einfach ist, denn es bedeutet, ihr „Zielobjekt“ genau zu kennen: Cliff, der immer undurchsichtiger wird, je mehr Ophelia über ihn in Erfahrung bringt.

Ophelia ist eine angenehme Protagonistin, auch wenn sie einige Klischees erfüllt, die Sonja Kaiblinger zumindest in Teilen für ihre Geschichte verwendet. So ist die absolute Tollpatschigkeit und Peinlichkeit Teil der Verwandlungssache und nicht aus „rettet das Mädchen, weil es sonst sogar beim geradeausgehen auf die Nase fällt“-Gründen. Die anderen Figuren waren einfach gestaltet, außer natürlich das „Zielobjekt“ Cliff, der erst nach und nach seinen inneren Kern zeigt. Ihn kennenzulernen hat mich durch die Seiten getrieben. An dieser Stelle sei erwähnt, dass es (noch) nicht auf das Lovetriangle hinausläuft, das man aus dem Klappentext herauslesen kann.

Mit lockerem Schreibstil führt Sonja Kaiblinger durch das Buch, das von sehr vielen Dialogen geprägt ist. Der Humor war mir teils etwas zu gewollt und übertrieben, könnte aber den Nerv einer jüngeren Zielgruppe durchaus treffen. Mir persönlich war es etwas zu viel Geplänkel und es geschah zu wenig, es las sich eher wie ein Kinder- denn ein Jugendbuch. Es reichte jedoch aus, mich die etwas mehr als 300 Seiten in einem Rutsch durchlesen zu lassen.


Die Idee der Verwandlungen innerhalb der Familie fand ich gelungen, es bleiben einige Fragen offen, die dann – laut Danksagung – in den Folgebänden der Trilogie beantwortet werden.

Sonja Kaiblingers „Auf den ersten Blick verzaubert“ ist eine lockere Geschichte um die erste Liebe und zahlreiche Peinlichkeiten des Lebens gespickt mit einer Prise Magie der Verwandlung. Für jüngere Leser definitiv eine Empfehlung.
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3. ?




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Kommentare:

  1. Guten morgen liebe Steffi,

    ich habe eben gerade die Rezension von Mona zu dem Buch gelesen und nach deiner Rezension will ich das Buch jetzt noch dringender haben :D Die Cover sind ja auch echt immer toll von Sonja Kaiblinger's Büchern. <3

    Liebste Grüße
    Sonja

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    1. Dressler hat sich wirklich total am Design von Rosen & Seifenblasen orientiert :-)
      Blöd, dass ich nach Verlagen sortiere und die Bücher daher nicht zusammenstehen :‘(

      Ganz liebe Grüße und viel Spaß beim Lesen, sobald es soweit ist <3

      Steffi

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