Samstag, 2. Dezember 2017

♀ Lockwood & Co: Das Grauenvolle Grab (Jonathan Stroud) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.

Die Arbeitsbedingungen für die unabhängigen Agenturen Londons haben sich erheblich verschlechtert, seit Penelope Fittes nahezu alle Geisterjäger befehligt. Die Agentur Lockwood & Co. dürfte eigentlich nur noch kleine Aufträge annehmen und wird stets kontrolliert – und dennoch sehen sie sich einem Geist in einem Theater gegenüber, der männliche Opfer fordert.

Selbstverständlich recherchieren sie nebenbei nach dem Wahrheitsgehalt von Schädels Aussage: Dass die Inhaberin der großen Agentur Fittes in Wahrheit die vor Jahren verstorbene Marissa Fittes ist. Und hierfür wagen sie sich auf alles andere als legale Wege...
Das letzte Abenteuer der jugendlichen Agenten durfte ich natürlich nicht verpassen. Nach der Offenbarung in Band 4 musste ich wissen, wie alles zum Ende kommt und stürzte mich an der Seite von Lucy in die Geschichte.

Lucy berichtet dem Leser die Einzelheiten dieses finalen Abenteuers, streut gegenwärtige Emotionen ein, um die vergangenen Ereignisse zu untermalen. In gewohnt lockerem Stil von Jonathan Stroud schildert sie, wie dieser letzte große Fall der Agentur Lockwood & Co. begonnen hat und welche Konsequenzen daraus zu ziehen waren.

Aufgrund von Schädels Aussage, dass Marissa und Penelope Fittes ein und dieselbe Person sind, brechen die Agenten in die Gruft der größten Persönlichkeit des Landes ein und finden heraus, dass in dem streng bewachten Grab tatsächlich nicht Marissa Fittes liegt. Während George recherchiert, erledigen die Jugendlichen einen weiteren Auftrag, der vor allem Lucy und Lockwood selbst in ein ganz anderes Licht rückt.

Insbesondere die Dynamik zwischen diesen beiden Figuren hat sich nach ihrem Besuch auf der anderen Seite verändert. Was Schädel und auch andere sofort erkennen, bringt Jonathan Stroud jedoch nie wirklich auf die Seiten, weshalb ich als Romantik-Fan ein ums andere Mal beinahe die Krise bekommen habe. Das ist jedoch Geschmacksache und Jammern auf hohem Niveau. Denn der andere (kleine) Kritikpunkt meinerseits ist, dass ich gerne noch ein paar mehr Antworten bekommen hätte, wie es in Großbritannien danach weiterging, weil für mich ist die Geistersache noch nicht komplett abgeschlossen.


Auch dieses Abenteuer folgt dem mittlerweile bekannten Verlauf eines „normalen“ Auftrags, während nun aber das große Ganze immer deutlicher wird. Kleine Agenturen werden mundtot gemacht und es zeichnet sich nicht länger nur ab, dass hinter der Agentur Fittes, die durch die Geisterseuche zu Ruhm und Ehre gekommen ist, mehr steckt als der Kampf gegen die Bedrohung. Einige irgendwann in der Reihe eingeflochtene Details gewinnen nun an Bedeutung, die Handlung verdichtet sich und bringt – bis auf meinen Kritikpunkt oben – die Reihe zu einem guten Abschluss.

„Lockwood & Co. – Das grauenvolle Grab“ ist ein gelungener Abschluss der fünfbändigen Reihe um die jungen Agenten in London. Der grandiose Weltenentwurf, gekonnt zum Ende gebrachte Handlungsfäden und jede Menge Spannung und Action lassen die wenigen offenen Fragen verblassen. Daher verdiente 5 Bücher für Lucy, Lockwood, George, Holly und Kipps.
1. Lockwood & Co. – Die seufzende Wendeltreppe (Rezension)
2. Lockwood & Co. – Der wispernde Schädel (Rezension)
3. Lockwood & Co. – Die raunende Maske (Rezension)
4. Lockwood & Co. – Das flammende Phantom (Rezension)
5. Lockwood & Co. - Das grauenvolle Grab





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Kommentare:

  1. Wird wohl Zeit, dass ich mir die Bücher auch endlich mal zulege ... :)
    Schöne Rezension!

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    1. Jetzt, wo die Reihe abgeschlossen ist, auf jeden Fall!

      Liebe Grüße

      Steffi

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Steffi & Kay