Mittwoch, 15. November 2017

☺ Snöfrid aus dem Wiesental: Das ganz und gar fantastische Geheimnis des Riesenbaumes (Andreas H. Schmachtl) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.

Nachdem uns die ersten beiden Abenteuer von Snöfrid begeistern konnten, mussten wir natürlich auch zu dem „ganz und gar fantastischen Geheimnis des Riesenbaumes“ greifen.
In gewohntem Erzählton führt Andreas H. Schmachtl in die Geschichte ein und gibt dem (Mit-)Leser seine Wissen über die Recherche über jenes Wesen, das auf den Namen Snöfrid hört und gleichzeitig ein Snöfrid ist, mit.
Danach startet Snöfrids drittes Abenteuer – oder auch nicht. Denn Snöfrid, auch wenn das eigentlich so komplett gegen die ruhige und besonnene Natur eines Snöfrids geht, sehnt sich nach einem Abenteuer – doch es ist ruhig im Wiesental. Seeeeehr ruhig und Snöfrid bleibt nichts anderes übrig, als sich ein Hobby zu suchen und Moos zu züchten/beobachten. Bis ... ja bis es Ärger mit den Bauern im Tal gibt und Snöfrid gemeinsam mit dem Kauz Björn fliehen muss. Ihr Weg führt sie zu Asgrimur, dem anderen Snöfrid, auf der anderen Seite des Wiesentals. Doch dort müssen die Freunde feststellen, dass dieser ebenfalls geflohen ist. Die Horde Bauern auf den Fersen machen sich Snöfrid und Björn auf in die „Lautlosen Wälder“, wo nun wirklich das größte und gefährlichste Abenteuer auf die beiden wartet.
Im Gegensatz zu den Vorgängern war „das Geheimnis des Riesenbaumes“ oftmals sehr tiefgründig, wenn auch nach wie vor locker erzählt. Gier wird angesprochen - die nach Besitz und Macht -, dann geht es um Kriege, kriegerische Stimmungsmache. All dies wird wohl eher den erwachsenen (Vor-)Lesern auffallen, doch auch mein 7-jähriger Sohn, der das Buch nicht bis zum Vorlesen abwarten konnte und selbst weitergelesen hat, fand es teils beklemmend, ehe er dann zum Ende hin von wirklich allen hinabziehenden Gefühlen befreit wurde.
Selbstverständlich verzichtet Andreas H. Schmachtl nicht auf das gewohnt „Hm“ und „Hu“ zur Unterhaltung, doch es kommen noch weitere fantastische Eigenschaften eines Snöfrids zum Vorschein.
Die Spannung war – für das junge Zielpublikum – teils kaum auszuhalten, wurde jedoch immer wieder durch witzige Sprüche aufgelockert. Insbesondere Snöfrids neuer Begleiter Svenni hat es meinem Sohn angetan. Denn das Einhörnchen ist so ganz und gar nicht glitzerschleudernd und regenbogenverursachend, wie Snöfrid und auch alle anderen denken – es kann fliegen und wird zu einer tollen Ergänzung des Abenteurer-Teams.
Ich muss wohl nicht erwähnen, dass am Ende der Geschichte alles gut wird und wir natürlich auf das letzte Wort „Ende?“ bald ein weiteres Abenteuer folgt.

Abgerundet wird die in drei Teile untergliederte Geschichte wieder durch die zauberhaften und amüsanten Illustrationen des Autors.
„Snöfrid aus dem Wiesental – Das ganz und gar fantastische Geheimnis des Riesenbaumes“ ist tiefgründiger und ernster als seine Vorgänger, bietet dennoch die gewohnte Mischung aus wundervollem ganz besonderem Erzählstil, einer tollen Heldenreise eines sonst so unfreiwilligen Helden mit einer Prise Humor und voller spannender Wendungen und vermittelt dazu noch einige Werte über Freundschaft. Verdiente 5 Spielsachen für unseren Snöfrid.


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Steffi & Kay