Donnerstag, 5. Oktober 2017

♀ Winterseele: Kissed by Fear (Kelsey Sutton) [Rezension]

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Die Idee zu "Winterseele: Kissed by Fear" klang so besonders, dass ich das Buch unbedingt lesen musste. Leider hat es meine Erwartungen nicht getroffen, da der Fokus sehr viel auf das Alltagsleben von Elizabeth gelegt wurde.

Elizabeth kann nichts fühlen. Egal ob Freude, Trauer, Verletzt-Sein. Sie spürt diese Gefühle nicht. Aber sie kann sie sehen, wenn sie andere berühren. Denn seit sie denken kann sieht sie die Welt der Gefühle und der Elemente. 
Die Gefühle haben es aufgegeben, sie berühren zu wollen - alle, bis auf eines: Fear, die Angst. Doch selbst, wenn der gutaussehende Fear Elizabeth berührt, kann sie nur all die schrecklichen Bilder sehen, die er mit seiner Berührung verursacht. Spüren tut sie nichts. Fear ist neugierig und kommt immer wieder - und dabei Elizabeth näher, während sie sich bemüht, eine normale Tochter zu sein in einer Familie, in der häusliche Gewalt an der Tagesordnung steht.

Jener Fokus auf das zerrüttete Leben abseits von Elizabeths Abnormität fühlte sich eher so an, als würde ich einen Jugend-Problemroman lesen, von denen ich mich persönlich immer fernhalte. Daher lechzte ich nach jeder Seite, die mir den Fantasy-Aspekt des Buches näherbrachte. Doch leider ging dieser nahezu unter.

Kelsey Sutton hat eine interessante Welt erschaffen: Gefühle sind 'reale' Personen, alle mit einer besonderen Charakteristik, mit einem speziellen Aussehen (realer als in "Alles steht Kopf"), ebenso Elemente und weitere Wesen, die nur für die Protagonistin sichtbar sind. Wenn eine Emotion in der Nähe ist, spürt man das entsprechende Gefühl, wenn sie jemanden berührt, so wird diese Person mit dem entsprechenden Gefühl überschüttet, das noch lange nachwirkt. So ist die Nähe des Love-Interests Fear (der übrigens als einziger seinen englischen Namen behalten durfte!) normalerweise unerträglich - nicht jedoch für Elizabeth, die ihn sogar küssen kann.

Vor diesem fantastischen übernatürlichen Background jedoch spielt sich das Familiendrama ab: Ihre Familie (bis auf den Bruder) findet Elizabeth und ihre gefühllose Art gruselig, ihr wird mehr als einmal vorgeworfen, dass sie seit jenem Unfall als Kleinkind nicht mehr die Tochter ist wie zuvor. Ihr Vater betrinkt sich ständig, schlägt seine Frau und auch Elizabeth. Nur in Joshua findet sie so etwas wie einen Freund, während ihre beste Freundin kurz vor dem Sterben ist.

Als dann plötzlich ein seltsames Gefühl auftaucht, das Elizabeth nicht benennen kann und sie warnt und ihr rät, sich zu erinnern, steht ihr schon so seltsames Leben Kopf. Es dauert aber seine Zeit, bis es soweit ist und in dieser gab es zahlreiche Passagen, in denen ich am liebsten quergelesen hätte. 
Spannung war ebenso wenig zu spüren wie Gefühle bei der Lovestory, die man bei einem Buch über Gefühle doch irgendwie erwartet.

Die teils philosophischen Überlegungen rund um Emotionen und auch die Auflösung fand ich dann aber wieder fantastisch.

"Winterseele: Kissed by Fear" ist eher ein Buch über ein Familiendrama als die erwartete romantische Lovestory. Der Fantasy-Anteil hat mir ausgesprochen gut gefallen, doch die Distanz zu den Figuren war zu groß, um wirklich mitfiebern zu können. Knappe 3 Bücher von mir und eine Empfehlung eher für diejenigen, die gerne Jugendbücher rund um zerrüttete Familienverhältnisse lesen.



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1 Kommentar:

  1. Hey,
    ich möchte dir nur kurz mitteilen, dass ich dich zum Mystery Blogger Award nominiert habe. Hier findest du meinen Beitrag. Ich würde mich freuen, wenn du mitmachst.
    https://fandomrelatedthings.blogspot.de/2017/10/mystery-blogger-award.html

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Steffi & Kay