Sonntag, 1. Oktober 2017

(L) Soul Mates: Flüstern des Lichts (Bianca Iosivoni) [Rezension]

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Ich hatte nie unter Halluzinationen gelitten. Allerdings konnte jemand, der Stimmen hörte, nicht gerade behaupten, zu den gesündesten Menschen auf der Welt zu gehören.(Seite 33) „Ob du es glaubst oder nicht, ich bin hier, um dir zu helfen.“„Du ...“, wiederholte ich unglaublich, „willst mir helfen? Über eine Klippe oder vor den nächsten Bus?“(Seite 53)

Auf dem Heimweg wird Rayne angegriffen, doch ein Fremder mit düster-gefährlicher Ausstrahlung kommt ihr zur Hilfe. Wieder und wieder treffen sie aufeinander und es stellt sich heraus: die beiden sind Seelenpartner. Doch Rayne hat sich noch nicht entschieden, ob sie Licht oder Dunkel sein wird, während Colt seine Stellung klar bezogen hat. Rayne muss sich entscheiden, doch das ist nicht so leicht.
Der Name unserer Protagonistin ist Rayne und sie arbeitet zusammen mit einer gewissen Marielle im Butterfly Books (super cooler Name). In den ersten Kapiteln erfährt man, dass sie gerade ihren Abschluss gemacht hat und seitdem Vollzeit im Buchladen arbeitet, der auch ein kleines Kaffee beinhaltet. Sie liebt Bücher, pflegt eine gute Freundschaft zu einem über 70-jährigen Comicnerd und lebt bei einer Sozialarbeiterin und deren kleiner Tochter, die sie als ihre Familie bezeichnet. Rayne selbst ist ein Waisenkind und kann sich nicht an die ersten fünf Jahre ihres Lebens erinnern.
Der Schreibstil ist einfach, enthält aber viele Informationen, die den Leser näher an die Figuren heranbringen, statt sie gesammelt am Anfang in einer kurzen Selbstbeschreibung der Prota darzulegen.

Gleich am Anfang gerät Rayne in eine brenzlige Situation in einer dunklen Gasse. Ein Mann greift sie an und zwei Fremde kommen ihr zu Hilfe. Soweit so gut, aber irgendwie wirkt es, als würde sich der Angreifer in pure Dunkelheit und ihre Beschützer in Licht verwandeln können. Sehr seltsam. Rayne weiß nicht, was sie davon halten soll. Das Problem ist, dass sie sich eh für nicht ganz normal hält, denn Rayne hört manchmal Schreie in ihrem Kopf, ein Phänomen, dass sie nicht erklären kann. Als einer ihrer Beschützer, ein dunkelhaariger Hottie bei ihr auftaucht und mit Begriffen wie Dunkelseele und Lichtseele um sich wirft, wird schnell klar, dass hier irgendetwas im Gange ist.

Ich mochte Rayne vom ersten Moment. Menschen, die in Buchhandlungen arbeiten muss man ja fast mögen, aber sie war wirklich süß und sympathisch und auch ihre Adoptivmutter Nora und die kleine Schwester Emma sind sehr toll dargestellt und geben zusammen eine wunderbar süße Familie ab. Rayne versucht herauszufinden, was es mit der Sache in der Gasse auf sich hat und ihre Retter Miles und Colt machen es ihr auch recht leicht. Sie sagen ihr, was sie sind und offenbaren Rayne, dass sie ebenfalls Fähigkeiten hat und sich zwischen Licht und Dunkel entscheiden muss. Die Beiden nehmen Rayne mit, stellen sie weiteren Lichtseelen vor und zeigen ihr damit eine ganz neue Welt.
Raynes Reaktionen sind nachvollziehbar, sie lässt sich nicht unterkriegen, dreht zwischendurch aber auch mal leicht am Rad, was ich sehr gut nachvollziehen konnte. Sie ist taff, schmeißt auch gern mal mit Messern um sich und nein, das ist keine Metapher!

Der Mann in der Gasse hatte sich aus Schatten in eine menschliche Form materialisiert. Und Colt hatte ihn getötet. Doch selbst, wenn ich all das für eine Sekunde glaubte – wie könnte ich dann ausgerechnet der Person trauen, die eine andere vor meinen Augen ermordet hatte?(Seite 62) 
Die weiteren Figuren sind liebevoll gestaltet und man kann mit jedem Charakter etwas verbinden, was mir persönlich sehr wichtig ist, um nicht den Überblick zu verlieren. Sie nehmen Rayne gut auf und wollen ihr helfen. Auch Colt und Rayne kommen sich näher, aber auf eine gute Art ohne Gesabber und Brustmuskel-Philosophien.

Im ganzen Buch gibt es eine leichte Grundspannung, die durch einen Angriff der Dunkelseelen hochkocht, aber man hetzt nicht durch das Buch, von einem „Ach du meine Güte“ zum anderen, sondern kann sich fallen lassen und ist doch mit dem Herzen dabei.
Die letzten 50 Seiten hatten es dann nochmal ordentlich in sich.

Grundsätzlich reicht dieses Buch nicht ganz an die Promises of Forever Reihe ran (mir fehlen Violet und Bree), aber es ist trotzdem eine tolle Geschichte!

Von mir erhält „Soul Mates“ von Bianca Iosivoni vier fette Glitzerbücher für eine großartige Rayne, eine süße Emma, einen tollen Colt und eine gute Geschichte.
1. Soul Mates Band 1 - Flüstern des Lichts
2. Soul Mates Band 2 - Ruf der Dunkelheit



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Kommentare:

  1. Wieder eine Reihe, die ich unbedingt auch lesen möchte :)

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  2. Hey Lizzy,

    das Buch mochte ich ja auch unheimlich gerne. Ich konnte mich hineinfallen lassen, träumen und zwischendurch auch mal verwirren lassen. Ich bin total gespannt darauf, wie es im zweiten Band weiter gehen wird. Einen gemeinen ersten Einblick hatte man ja schon erhalten. :D

    Liebe Grüße, Ruby

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    1. Oh ja Band 2 wandert auch direkt auf meine Wunschliste *-* bin mal gespannt, wie das noch weiter geht!

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Steffi & Kay