Dienstag, 15. August 2017

♀ Inventory: Tresor der gefährlichen Erfindungen (Andy Briggs) [Rezension]

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Das Äußere von "Inventory: Tresor der gefährlichen Erfindungen" ist absolut gelungen und wirkt mit seinem 'technischen' Metalliceffekt anziehend auf die männliche Zielgruppe - ein Versprechen, das auch das Innere des Buches hält. 

Dev(on) lebt mit seinem Onkel Charles in einer geheimen Basis des Weltkonsortiums, das Inventory genannt wird. Hier lagern alle Gegenstände, für die die Welt noch nicht bereit ist. Doch Dev ist es natürlich nicht erlaubt, mit den teils ultragefährlichen Gegenständen zu spielen.

Doch die Geheimhaltung der Basis macht aus ihm einen Einzelgänger. Er hat keine Freunde in der Schule und wird von einem Mitschüler, Mason, gemobbt. Umso erfreuter war er, dass Lot, ein intelligentes Mädchen, Dev zu einer Party einlädt. Doch dort gerät Dev wieder einmal in einen Streit mit Mason.

Als Lot und Mason beim Inventory - bzw. bei der Ranch, der Tarnung, in der Dev mit seinem Onkel lebt - ankommen, passiert es: Das Inventory wird wieder einmal überfallen - nur scheinen die Angreifer dieses Mal zu wissen, wie sie das Sicherheitssystem überlisten.

"Inventory" wird alterstypisch von einer dritten Person aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man gleichzeitig den Protagonisten Dev, sowie auch den Antagonisten und weitere Blickwinkel im Auge hat. Für die jüngere Leserschaft ist dieser Überblick sehr von Vorteil, doch auch ich - jenseits des direkt angesprochenen Publikums - war dem Helden des Buches niemals einen Schritt voraus, damit es nicht langweilig wird. 

In zum hochtechnisierten Inhalt passender kühler Sprache schildert Andy Briggs die Geschichte rund um das Inventory. So gerieten natürlich Emotionen etwas zu kurz, was aber kaum störte. Denn das Buch ist eindeutig auf Spannung und Action angelegt - neben der vielen fantastischen Erfindungen, die in jedem der kurz gehaltenen Kapitel auftauchen. So entsteht auch ohne emotionale Bindung ein Lesesog und man fiebert mit den Figuren mit.

Die Entwicklung dieser ist ebenfalls deutlich spürbar. Mitunter hat der Autor hier Wendungen eingebaut, die ich so nicht erwartet hätte - das Zielpublikum dürfte ebenso überrumpelt sein.

Action steht an wirklich erster Stelle. Man wird durch das Buch gehetzt, getrieben, die kurzen Kapitel schüren diesen Eindruck noch und es kommt so gut wie nie Langweile auf. Im Showdown setzt Andy Briggs dann noch auf das Auflösen von Geheimnissen und Überraschungen, sodass man den ersten Band der Reihe beruhigt zur Seite legen kann - nicht ohne die drei jungen Helden zu feiern, die an diesem Buch gewachsen sind.

"Inventory - Tresor der gefährlichen Erfindungen" macht nicht nur optisch etwas her, sondern setzt auch im Inhalt die 'männliche' technisch-kühle Art des Covers fort. Spannung, Action und jede Menge Hightech machen das Buch jedoch auch für die weibliche Leserschaft zu einem gelungenen Abenteuer - es wird aber garantiert auch lesefaule Jungs überzeugen. 4 Bücher für den ersten Band der "Inventory"-Reihe.
1. Inventory: Tresor der gefährlichen Erfindungen
2. Originaltitel: Gravity

3. Originaltitel: Black Knight



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Steffi & Kay