Dienstag, 29. August 2017

♂ Bücherstadt - Die Bibliothek der flüsternden Schatten (Akram El-Bahay) [Rezension]

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„Der Duft von altem Papier stieg ihm in die Nase, und fast glaubte er die Geschichten, von denen sie erzählten, riechen zu können.“
(S.27)

Nach dem Tod seines Bruders Jamal beschließt Samir, kein Dieb mehr sein zu wollen. Er will sein Leben ändern. Durch eine List gelingt es ihm tatsächlich, in der Wache des Königs aufgenommen zu werden. Sein Plan war, direkt in der Palastgarde aufgenommen zu werden. Doch nun soll er ein altes Tor zur Bücherstadt bewachen. Samir findet sich damit ab und will beweisen, dass er die Aufgabe ernst nimmt und sich für die Palastgarde empfehlen. Samir ahnt nicht, welche Geheimnisse zwischen den vielen Büchern schlummern und sieht sich bald nicht geahnten Gefahren gegenüber, die ihm das Leben kosten könnten.
Bereits als ich das erste Mal gehört hatte, dass Akram El-Bahay „Bücherstadt – Die Bibliothek der flüsternden Schatten“ veröffentlichen wird, hatte ich sofort Lust auf die Geschichte. Bei einer Geschichte, in der Bücher vermeintlich eine Hauptrolle spielen, kann ich nicht nein sagen. Nun war es dann auch soweit, das Buch lag lesebereit vor mir.

Gleich machte ich auch Bekanntschaft mit Samir, der mich auf einen Beutezug mitnahm. Denn Sam, wie er genannt wird, ist ein Dieb. Ein hervorragender Dieb. Doch er will sein Leben ändern. Der Tod seines Bruders hat ihn zu diesem Entschluss gebracht. Und so soll dies nun sein letzter Auftrag sein. Tatsächlich gelingt es ihm, in der Wache aufgenommen zu werden. Allerdings soll er ein Tor bewachen, welches in das Herz von Paramythia, der Stadt der Bücher führt. Paramythia liegt unter der Stadt an der Oberfläche Mythia. Gigantische Bücherstraßen verlaufen in Paramythia, es gibt Bücher über Bücher. Sam stellt sich der scheinbar langweiligen Aufgabe, muss jedoch bald schon feststellen, dass er sich geirrt hat. Denn zwischen all den Büchern lauert Unvorstellbares.

Akram El-Bahay setzte seine Idee mit flüssigem, gut lesbaren Schreibstil um. Ich erlebte die Geschichte aus der Sicht von Sam in dritter Person Vergangenheit. Die Charaktere waren vorstellbar beschrieben, so dass Verwechslungen ausgeschlossen werden konnten. Sam selbst will seiner Linie an sich treu bleiben, die Schatten seiner Vergangenheit holen ihn aber immer wieder ein. Stellenweise wirkte er auf mich etwas zu selbstzweifelnd, dennoch schaut er immer nach vorn und stellt sich den Aufgaben. Auch wenn sowohl er als auch ich von manchem Geschehen überrumpelt wurden, kommt ihm nicht in den Sinn aufzugeben.

Die Idee des Autors selbst ist natürlich klasse. Welcher Bücherliebhaber träumt nicht von Unmengen von Regalen voller Bücher. Dass hier dann auch noch ein Geheimnis zwischen so mancher Seite lauert, wirkt dann noch umso reizvoller.

Beim Lesen der Geschichte fühlte ich mich durchweg in einem orientalischen Flair gefangen. Nicht nur die gewählten Namen der Charaktere, auch die vom Autor steuernd beschriebenen Handlungen ergänzten dieses Feeling. Bei den enthaltenen Handlungen hatte ich durch die von Akram El-Bahay gewählten Beschreibungen entsprechende Bilder im Kopf, die meine Vorstellungen ergänzten und gegebenenfalls korrigierten. Ergänzt wird die Geschichte durch eingebaute sinnvolle Dialoge, die die Geschichte abrunden konnten.

Ein zum Ende hin eingebauter Showdown, der den Charakteren nochmals so einiges abverlangt hat, gemeinsam mit dem gewählten Ausklang machen Lust darauf, gleich die Fortsetzung lesen zu wollen. Doch auf diese werden wir noch etwas warten müssen. 

Bücherstadt – Die Bibliothek der flüsternden Schatten“ ist ein solider Auftakt zur Buchreihe von Akram El-Bahay und glänzt neben der imposanten Bücherstadt mit seinem spürbaren orientalischen Charme. Leserinnen und Leser, die Bücher über Bücher mögen, werden hier angesprochen werden und sich wohl fühlen. Darüber hinaus wird die Geschichte allen gefallen, die mit Buchcharakteren mitfiebern können und dabei auch die ein oder andere Niederlage verkraften können, ihren Blick jedoch immer auf das Ziel richten und nicht ans Aufgeben denken.
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Kommentare:

  1. Hallo ihr Zwei

    Mir hat die Bücherstadt sehr gut gefallen. Besonders Sam war mir sympathisch.
    Eine schöne Besprechung. Kein Wunder, du kannst ja selber gut schreiben.

    Liebe Grüße,
    Gisela

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    1. Liebe Gisela,

      vielen Dank für das Lob ☺️ Meine eigenen Schreibversuche sind allerdings noch geheim 😉 Hoffe, dass das Buch viele Fans finden wird!

      Liebe Grüße

      Kay

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  2. Hab mich gerade mal auf sie Suche nach weiteren Meinungen zum Verlinken gemacht.
    Mir hat das Buch ebenso gut gefallen wie dir. Ich stehe ja total auf orientalische Atmosphäre und habe es sehr genossen.

    Liebe Grüße,
    Mona

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    1. Hallo Mona,

      die Atmosphäre kann es einem wirklich antun! Der Autor hat wirklich etwas wirklich schönes geschaffen:-)

      Liebe Grüße
      Kay

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Steffi & Kay