Donnerstag, 17. August 2017

♀ Amrita: Am Ende beginnt der Anfang (Aditi Khorana) [Rezension]

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Amrita ist die Prinzessin von Shalingar. Sie ist einem Mann versprochen, der – ein ehemaliger Freund ihres Vaters – sich als grausamer Herrscher des Kaiserreichs Makedon entpuppt, während sie sich nichts sehnlicher wünscht, als die Liebe zu ihrem Wächter Arjun entdecken und ausleben zu können.
Doch alles verändert sich, als Sikander ein Gastgeschenk mitbringt: Eine Seherin, vollgepumpt mit der Droge, die der düstere Herrscher im Königreich von Amrita abbauen will – und wofür er wortwörtlich über Leichen geht.

Amritas letzte Hoffnung besteht darin, gemeinsam mit der Seherin zu fliehen und die Bibliothek des Seins zu finden, um das Geschehene rückgängig zu machen.
Der Internettext von „Amrita“ machte mich sehr neugierig, doch verrät er teils sogar Dinge, die erst im letzten Drittel des Buches passieren, wie ich im Nachhinein festgestellt habe.

Dem Buch vorangestellt ist die „Parabel vom Land der Bäume“, einer Geschichte über altes Wissen und zugleich eine moralische Botschaft über die Vernichtung der Natur.
Direkt im Anschluss lernt der Leser die junge Protagonistin Amrita kennen. Es ist ihr großer Tag, ihr zukünftiger Gatte reist in die Stadt ein, der Kaiser von Makedon. Ihn unsympathisch zu nennen, wäre eine Untertreibung. Er regiert sein Reich mit eiserner Faust, unterdrückt die Bewohner und zwingt selbst die Jüngsten, in Kriegen für ihn zu kämpfen. Doch eins hat er bislang nicht bekommen – den Zugang zu der „Droge“ Chamak, ein Umstand, den er mit dem Ehebündnis zu beenden wünscht.
Als Amritas Vater erkennt, was für ein grausamer Tyrann sein ehemals bester Freund geworden ist, kündigt er das Abkommen und zahlt mit dem Leben dafür. Amrita gelingt dank treuer Menschen die Flucht – und doch läuft nichts wie geplant, denn an ihrer Seite ist nicht ihr treuer Freund/Geliebter Arjun, sondern die Seherin Thala, die ihr von der Bibliothek des Seins berichtet, in der sie die Vergangenheit verändern kann.

Der Einstieg ins Buch gelang recht leicht, der Stil von Aditi Khorana ist flüssig, wenngleich sehr blumig und teils mit sehr befremdlichen Vergleichen ausgeschmückt. Dennoch kann man der Ich-erzählenden Protagonistin gut folgen. Während die ersten Ereignisse voranschreiten, fließen immer mehr die Mythen und Legenden der historisch angehauchten Welt ein. So kam es mir vor, als befände ich mich in einem unbekannten Land zu Zeiten von Alexander dem Großen, die Seidenstraße findet ebenso Erwähnung wie das Perserreich, weshalb sich mir immer wieder historische Fakten einschlichen. Auch die Mythologie ist teilweise von „unserer“ inspiriert. Die Sybillinen haben ähnliche Gaben wie die Sybillen, die der orientalischen Mythologie entsprungen sind und auch die griechisch/römische Antike begleitet haben.

Die Autorin hat eine große und tiefgreifende Fantasie, die Welt ist sehr gut dargestellt und ausgestaltet, jedoch hatte ich mehr als einmal das Gefühl, den Faden verloren zu haben. Vorteil dabei war, dass mich Aditi Khorana mehr als einmal überraschen konnte, weil ich die Dinge so nicht kommen sah – der Nachteil: Ich fühlte mich plötzlich wie in einem anderen Buch und mir der Ziele und Wege, die ich gemeinsam mit der Protagonistin durchstehen wollte, beraubt.

Insgesamt gesehen ist „Amrita – Am Ende beginnt der Anfang“ durchaus logisch, wenn man manches als gegeben hinnimmt, aber mich als Leser ließen die letzten Entwicklungen und das Ende unbefriedigt zurück.

Auch was die Spannung angeht, bleibt „Amrita“ hinter zahlreichen ähnlichen Büchern weit zurück. Durch die sprunghafte Erzählweise blieb gar keine Möglichkeit, mitzufiebern und gewisse Erwartungen/Hoffnungen zu schüren. So konnte ich auch kaum Bindung zu irgendwem aufbauen, schon gar nicht zur Protagonistin Amrita, deren Entwicklung für meinen Geschmack nicht sehr positiv ausfiel.

Im Nachwort berichtet die Autorin noch über die „Moral von der Geschichte“, was interessant zu lesen war.

„Amrita: Am Ende beginnt der Anfang“ besticht durch ein wundervolles Äußeres und einen flüssigen Stil in einer fantastisch-angehauchten Welt der Antike. Die nur zaghafte Spannung und die nicht vorhandene Sympathie mit den Figuren schmälerten meinen Lesegenuss jedoch erheblich. 3 Bücher für Amrita und ihren Weg, das Schicksal zu verändern.



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Kommentare:

  1. Schade, dass du mit den Charakteren nicht so richtig warm geworden bist. Ich hab bisher noch gar nichts über das Buch gehört, aber irgendwie spricht es mich an, obwohl es dir nur mittelmäßig gefallen hat. :)

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    1. Kann ja sein, dass es direkt deinen Geschmack trifft <3

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    2. Stimmt :) Ich bin schon gespannt!

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  2. Oh! Jetzt bin ich doch sehr gespannt wie es mir gefallen wird - es wartet schon auf meinem SUB! Tolle Rezension und ich bin gespannt ob ich dir komplett zu stimmen werde!(:

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    1. Da bin ich auch sehr gespannt. Ich habe heute nochmal eine Ankündigung für das Buch gesehen und wusste wieder, wie viel und was ich erwartet habe :-/

      Viel Spaß beim Lesen!

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  3. Huhu Steffi,

    auch mich konnte das Buch nicht so wirklich überzeugen. Zum einen hätte ich mir Amrita in manchen Situationen taffer gewünscht, zum anderen fand ich die Geschichte leider sehr vorhersehbar :-( Außer das Ende, das konnte mich dann doch noch überraschen. Ob ich es gut finden soll, weiß ich aber immer noch nicht. :-D
    Meine Rezi wird es dann wohl am Montag geben oder dürfen die Rezis schon vorher veröffentlicht werden?

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Ea sind schon ganz viele raus und es gibt laut Katja keine Sperrfrist.
      Bin gespannt auf deine, du kannst mir dann gerne den Link hier lassen, dann kann ich ihn oben einfügen :)

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  4. Hey Steffi,
    eine schöne Rezension hast du geschrieben, die ich gut nachvollziehen kann, auch wenn ich eine ganz andere Meinung zu dem Buch habe. Ich fand zwar auch, dass die Sprünge teilweise etwas zu groß waren, aber mich konnte die Tiefe und Weisheit des Buches berühren. Ich habe die Geschichte wirklich geliebt.
    Viele liebe Grüße
    Yvonne

    PS: Meine Rezension findet sich hier:
    https://www.buchbahnhof.de/rezension-amrita-am-ende-beginnt-der-anfang-aditi-khorana/

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    1. Wenn es okay ist, verlinke ich deine Rezension gerne oben :-)
      Es ist auch oft eine Sache von Erwartungen - und meine waren so ganz anders :-/

      Ganz liebe Grüße

      Steffi

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    2. Ich hatte irgendwie gar keine bestimmten Erwartungen. Aber, du hast definitv Recht. Damit hat es meist viel zu tun.

      Klar darfst du meine Rezension sehr gerne verlinken!
      LG
      Yvonne

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  5. Hey Steffi,

    diees Buch hat mich insgesamt schon neugierig gemacht, aber nach der Leseprobe war ich mir letztlich doch nicht mehr ganz sicher. Nun bin ich auf die verschiedenen Rezensionen gespannt um mir ein grobes Vorabbild zu machen. Ich bin mir nämlich tatsächlich immer noch nicht ganz sicher, ob ich es unbedingt lesen möchte. Das Cover reizt auf alle Fälle schonmal alleine fürs Regal :D

    Liebe Grüße, Ruby

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    1. Es sieht einfach mega aus! Außen wie unterm Schutzumschlag. Vielleicht kann dich ja die eine oder andere Rezension überzeugen :-)
      Wäre ja gespannt, wie es dir gefällt

      Liebe Grüße

      Steffi

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  6. Huhu liebste Steffi,

    ich habe das Buch gewonnen bzw. durfte ich mir ein Wunschbuch aussuchen und ich habe mich für Amrita entschieden. Ich hoffe doch sehr, dass mich das Buch mehr überzeugen kann als dich. Der Inhalt klingt nämlich wirklich gut. Lesen werde ich es dieses Jahr bestimmt noch, auch wenn ich noch nicht genau sagen kann wann.

    Liebe Grüße,
    Ally

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    1. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass es dir besser gefällt/du den richtigen Moment für das Buch erwischst :-)

      Ganz liebe Grüße

      Steffi

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  7. Guten morgen liebe Steffi,

    ich habe es tatsächlich genauso empfunden wie du. :)

    Ich habe deine Rezension in meiner Rezension verlinkt <3.

    Liebste Grüße
    Sonja

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    1. Danke für die Verlinkung, ich baue deine auch gleich oben ein.
      Nach den ersten begeisterten Rezensionen hab ich an mir gezweifelt :'(

      Liebe Grüße

      Steffi

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Liebe Grüße

Steffi & Kay