Donnerstag, 8. Juni 2017

(L) Book of Lies (Teri Terry) [Rezension]

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„Ich bin erfüllt von einem unbezähmbaren Drang mehr über meine Eltern, über das Leben, das ich nie hatte, zu erfahren. Das hätte mein zuhause sein sollen. Ich habe ein Recht darauf. Ich habe ein Recht auf alles darin.“
 (S.64)
 „Aber es gibt Dinge, die kann ich Zak nicht erzählen. Dinge, die er lieber nicht wissen sollte. Stattdessen ziehe ich ihn zu mir herunter und küsse ihn, bis er alles vergisst.“
 (S.76)
Sie sind Zwillinge, aber sie haben sich nie zuvor gesehen. Erst die Beerdigung ihrer Mutter führt sie zusammen. Piper ist begeistert, sie sieht in ihrer Schwester den Schlüssel zu alten Geheimnissen. Doch Quinn ist voller Misstrauen, wurde sie doch ihr Leben lang von ihrer Schwester ferngehalten und auch das Verhältnis zu ihrer Mutter war alles andere als gut. Liegt es an der dunklen Seite, vor der ihre Großmutter sie so oft gewarnt hat? Wird sie Piper verletzen? Quinn will ein neues Leben und die dunkle Vergangenheit hinter sich lassen, doch Piper ist davon fasziniert und dringt immer tiefer ein, in die Mythen und Prophezeiungen, die sich um ihre Familie ranken – bis sie etwas entfesselt, das schon lange im Dunklen lauert.


In dieses Buch wird man kopfüber und mit Vollkaracho geworfen. Mit jedem Kapitel wechselt die Sicht, so dass beide Zwillinge gleichmäßig in der Ich-Perspektive zu Wort kommen. Quinn macht den Anfang, sie schleicht sich bei grauenhaften Wetter auf eine Beerdigung. Die Beerdigung ihrer Mutter. Das schlechte Verhältnis der Beiden wird von Anfang an deutlich gemacht. Quinn hat Angst vor ihrer Mutter, muss sich überzeugen, dass sie wirklich tot ist. Und trifft auf Piper.
Piper, die eben ihre Mutter verloren hat und weinend mit ihrem Vater am Sarg steht, bis sie das seltsame Mädchen bemerkt, das sich in der letzten Reihe herumdrückt. Dass die zwei verwandt sind, ist recht schnell klar, es ist als würden sie in den Spiegel sehen.
Selbst Zak, Pipers Freund kann sie nicht auseinanderhalten, versteht ebenso wenig wie die zwei Mädchen, was vor sich geht. Aber er hilft sofort, es ist fast so, als würde er alles für Piper tun. Er nimmt Quinn bei sich auf und versucht, gemeinsam mit Piper etwas über ihre Vergangenheit zu entlocken, aber Quinn bleibt größtenteils stumm. Doch der Leser schaut in ihre Erinnerungen und sieht eine schlimme Kindheit, mit einer gruseligen Großmutter und einer wütenden Mutter, die nur hin und wieder vorbeischaut. Und außerdem Dinge, die sich einfach nicht erklären lassen.
Piper dagegen scheint das perfekte Leben zu führen, aber auch sie ist auf der Suche nach Antworten. Antworten, von denen sie sicher war, dass ihre Mutter sie ihr hätte geben können. Doch die ist tot. Ermordet, von einem Rudel wildgewordener Hunde.

Immer wieder schlüpft Quinn in Pipers Rolle, um ihren Vater kennen zu lernen, in die Schule zu fahren, ein normales Leben auszuprobieren. Und es gefällt ihr. Aber sie kommt auch ins zweifeln, denn nicht sie wird geliebt und bewundert, sondern Piper. Sie teilen sich bloß ein Gesicht. Und auch Piper weiß nicht, was sie davon halten soll, dass plötzlich jemand in ihren Sachen herumläuft. Immer wieder taucht eine dunkle Seite an Piper auf. Etwas, das mich nervös gemacht hat. Doch auch mit Quinn stimmt etwas nicht, sie hat seltsame Träume von Blut und Krallen. Und dann passiert etwas zwischen ihr und Zak, das die ganze Beziehung der drei verändert.

Schließlich bringt Piper Quinn dazu mit ihr zu Quinns Großmutter zu fahren. Zak kommt ebenfalls mit. Alle drei sind sich sicher, hier liegt die Lösung für alle Rätsel. Und davon gibt es einen ganzen Haufen davon. Zum Beispiel, dass sich die beiden genau am selben Tag, zum selben Zeitpunkt den Arm gebrochen haben. Zufall? Zwillingsmagie? Oder doch etwas anderes?

Es geht ziemlich hoch her und nimmt eine krasse Wendung. Durch die Erzählweise ist man mitten im Gefühlsleben der Zwillinge und spürt ihre Ängste und Beweggründe. Was ich richtig klasse finde ist, dass auf jeder Seite gekennzeichnet ist, wer gerade spricht, das war super, um den Überblick zu behalten. Der Erzählstil ist einfach, mit einer Spur Melancholie.
Was mich eine ganze Weile irritiert hat, war der Titel des Buches, weil es einfach keinen Sinn gemacht hat. Aber das löst sich auf, keine Sorge. Allerdings hätte ich mir hier noch ein bisschen mehr zu dem ganzen Thema Auflösung gewünscht, weil das Ende dann doch recht schnell kam.
Eine spannende Geschichte mit viel Dunkelheit und einer Spur Grusel, die mich super unterhalten hat und von mir deshalb 4 Bücher bekommt.




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Kommentare:

  1. Bin schon sehr gespannt, wie mir das Buch gefallen wird. :) Die Gelöscht Trilogie fand ich super!

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    1. Die war auch sehr cool, das stimmt, aber alle drei Bände am Stück zu lesen fand ich irgendwie auch hart, weil es oft so kalt und düstertraurig war.
      Da war hier ein Band voll okay ^-^

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    2. Ja, da hast du recht. Danach brauchte ich auch erstmal etwas Leichteres :D

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    3. Gut, doch kein Softie, puuuh :D :D

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  2. Das hört sich ja echt toll und vor allem sehr spannend an! Das Buch steht schon eine kleine Ewigkeit auf meiner Wunschliste, müsste ich mir eigentlich auch mal holen, zumal es sich sogar um einen Einzelband handelt =)

    Liebe Grüße
    Jenny

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    1. Dann weißt du beim nächsten Besuch im Buchladen Bescheid ^-^

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  3. Um das Buch schleiche ich schon ewig rum... Nun ist es zumindest schon mal auf meiner Wunschliste gelandet :)

    LG,
    Enni

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Steffi & Kay