Donnerstag, 16. Februar 2017

♂ Viking Warriors - Der Speer der Götter (Richard Dübell) [Rezension]

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„Es war ein Spiel um den allerhöchsten Einsatz, ein Spiel, bei dem Loki die Regeln kaum zu seinen Gunsten verändern und bei dem er kaum schummeln konnte. Mit anderen Worten, es war ein Spiel, das Loki nicht behagte.“
(S.46)
Der vierzehnjährige Viggo wächst bei Pflegeeltern auf. Seine leiblichen Eltern hat er nie kennengelernt. Als eines Tages ein neuer Betreuer vom Jugendamt auftaucht, erscheint etwas seltsam an diesem. Und tatsächlich! Viggo hat sich nicht getäuscht. Es stellt sich heraus, dass der Betreuer in Wirklichkeit Loki, der berüchtigte nordische Gott, ist. Loki verspricht Viggo, ihn zu seinen leiblichen Eltern zu bringen. Dafür muss er nur durch ein Portal treten.

Viggo lässt sich überzeugen und wagt den Schritt. Plötzlich befindet er sich im Jahr 999 auf einem Wikingerschiff auf dem Weg zum Hof des Wikingerkönigs Olaf. Als der Hof vom Drachen Fafnir angegriffen und fast zerstört wird ist eines klar – Ragnarök wurde eingeleitet. Neben den Aufgaben, die Viggo nun erfüllen muss, um seine Eltern zu finden, ist es nun an ihm, Ragnarök aufzuhalten. Ein wichtiges Detail muss er dafür aufspüren. Den Speer von Odin. Ab jetzt beginnt für Viggo ein waghalsiges Abenteuer in der rauen Welt der Wikinger.
Bereits als ich das erste Mal von „Viking Warriors – Der Speer der Götter“ gehört hatte wusste ich, dass ich mir die Geschichte definitiv genauer anschauen musste. Das Cover fand ich schon sehr gelungen und der Klappentext rundete dann meine Neugier ab, so dass ich gar keine andere Wahl hatte, als nach dem Buch zu greifen. Als es nun lesebereit vor mir lag, konnte ich mich gleich in die Seiten stürzen.

Ich muss zugeben, dass ich schon einigermaßen gespannt war, wie Richard Dübell diese Idee umsetzen wird. Erwartungsvoll las ich in die ersten Seiten hinein und konnte mich mit den Lebensumständen von Viggo vertraut machen. Als dieser neue Betreuer des Jugendamtes auftaucht, war sowohl Viggo als auch mir schnell klar, dass hier irgendetwas merkwürdig war. Wie sich bald herausstellte, steckte der nordische Gott Loki hinter dieser Sache. Sein Versprechen, Viggo zu seinen richtigen Eltern zu führen, konnte sicherlich nicht das gesamte Ansinnen Lokis sein. Dennoch erhielt Loki einen Vertrauensvorschuss und so fand sich Viggo plötzlich um Jahrhunderte versetzt im Jahr 999 bei den Wikingern wieder.

Richard Dübell erzählt seine Geschichte in dritter Person Vergangenheit vorrangig aus der Sicht von Viggo. Andere Sichten, die ebenfalls in dieser Zeitform eingebaut wurden, runden die Handlung spürbar ab und treiben diese voran. Der Schreibstil des Autors wirkt angenehm flüssig und damit sehr gut zu lesen. Die Distanz zu Charakteren, die eine Erzählweise in dritter Person oftmals nach sich zieht, war für mich eindeutig nicht spürbar. Ich traf hier auf einen gut strukturierten Aufbau mit nicht überlangen Kapiteln. Ab und zu an den Kapitelenden eingesetzte Cliffhanger verstärkten den Lesedrang zusehend. Irgendwann konnte ich mich kaum noch von den Seiten lösen und hatte nur noch den Fortgang der Geschichte im Blick.

Die eingeflochtenen und mit einfachen Worten hervorragend beschriebenen Wendungen aus der nordischen Mythologie verliehen der Geschichte einen besonderen Charme. Richard Dübell hat verstanden, eine Mischung aus nicht überbordenden Beschreibungen und dennoch einer bildhaften Vorstellungskraft zu kreieren. Wie man es sich vorstellt, zieht Loki, der blendende und Ränke schmiedende Gott, im Hintergrund die Fäden. Denn haben die Aufgaben, die an Viggo gestellt werden, noch einen tieferen Hintergrund. Verwicklungen werden gestrickt, die den Spannungspegel immer am Laufen und zeitweise ausschlagen ließen.

Sowohl die Idee als auch deren Umsetzung empfand ich als überaus gut gelungen. So raste ich förmlich fasziniert durch die Seiten in der Hoffnung, dass immer noch genügend Seiten übrig bleiben würden. Jeder kennt diese Bücher. Auf der einen Seite ist man neugierig auf das Ende, auf der anderen Seite wünscht man sich jedoch, dass das Buch noch ein paar Seiten mehr zur Verfügung hat.

Doch dann kam der Punkt, der bei jedem Buch unvermeidlich ist. Ich hatte das Ende erreicht. Ich fühlte mich wie gepusht. Auch wenn dieser erste Teil keineswegs unerwartet endet, hat es Richard Dübell dennoch geschafft, mich absolut neugierig auf die Fortsetzung zu verabschieden. Insofern ist es für mich keine Frage – sobald die Fortsetzung erscheinen wird, wandert diese definitiv umgehend in meinem Regal!
Viking Warriors – Der Speer der Götter“ verschaffte mir interessante und gelungene Einblicke in die nordische Mythologie, erzählt hierbei jedoch seine ganz eigene Geschichte, die mich mit spannenden Wendungen und Handlungssträngen faszinieren konnte. Meine Erlebnisse mit Viggo in der rauen Wikingerwelt sind mir deshalb eindeutige 5 Bücher wert.

Für alle, die sich in Abenteuern verlieren können, dabei mit rauen Umgangsformen zurechtkommen und in verzwickten Situationen den Überblick behalten.
1. Viking Warriors – Der Speer der Götter
2. Viking Warriors – Der Ring des Drachen
3. Viking Warriors (Untitled)



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Kommentare:

  1. Hey Kay!

    Sehr coole Rezi! Vielen Dank dafür! Ich muss sagen, der Titel "Viking Warriors" hat mich irgendwie nicht so angesprochen. *grübel* Der Inhalt allerdings total, wie ich grad gemerkt habe. Ich liebe ja die Mythologie, egal ob nordische, griechische, germanische oder welche auch immer.
    Ich packe es mal auf die WuLi! <3

    Sonnige Grüße
    Kerstin

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    1. Huhu Kerstin,

      lies es! Ich bin echt hin und weg...Zum Glück geht es ja bald weiter :-)

      Liebe Grüße
      Kay

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Steffi & Kay