Samstag, 25. Februar 2017

♂ Stone Rider (David Hofmeyr) [Rezension]

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„Tränen brennen in seinen Augen. Das sieht ihm nicht ähnlich, diese Leidenschaft. Dieses Verlangen. Es ist neu. Etwas erwacht in ihm. Eine Dunkelheit, die er nicht kennt.“
(S.89)
Die Welt ist hart und grausam, es ist ein täglicher Kampf ums Überleben. Ein sorgenfreies Leben kann es nur in der Sky-Base geben. Doch hierhin kommt man nicht so einfach. Es gibt nur eine Möglichkeit, der gewalttätigen Realität entfliehen zu können. Ein Sieg beim Blackwater-Trail.

Auch Adam träumt von einem Leben in der Sky-Base. Der Blackwater-Trail rückt immer näher. Das Startgeld hat sich Adam schwer erarbeitet. Und nun zögert er. Die Zeit wird knapp. Und plötzlich gibt es kein Zurück mehr. Die Tipps seines Bruders im Hinterkopf stellt er sich nun der Herausforderung. Niemandem zu vertrauen ist sein oberstes Ziel. Doch dieses muss er bald über Bord werfen, als er auf den zwölfjährigen Nate trifft. Und nicht nur Nate lässt ihn an dieser Maxime zweifeln. Bald sind Kane, der undurchschaubare Rider, und Sadie, die wunderschöne Tochter des Colonel, im Rennen an seiner Seite. So beginnt das härteste Rennen der Welt – und es kann tödlich enden!
Die Inhaltsangabe von „Stone Rider“ klang sehr verlockend und wie eine Geschichte für mich. Dazu versprach auch das Cover schon den Hauch einer actiongeladenen Geschichte. Es gab also keinen Grund, dieses Buch nicht lesen zu wollen. Nachdem es kurze Zeit in meinem Regal warten musste, nahm ich das Buch nun zur Hand.

Gleich befand ich mich an der Seite von Adam. Sein großes Ziel, die Teilnahme am Blackwater-Trail, war sofort präsent. Und doch wackelte er in seinem Entschluss. Er konnte noch keine endgültige Entscheidung treffen. Diese wurde vorerst vertagt. Und doch könnte Adam nur durch einen Sieg in diesem Rennen seinem jetzigen Leben in Staub und giftiger Atmosphäre entfliehen. Denn der Sieger bekommt ein Ticket für die Sky-Base. Dem Ort, an dem ein sorgenfreies Leben möglich ist.

Es bedarf eines Auslösers, dass Adam die letzten Bedenken fallen lässt und umdenkt. Und nun sieht er sich neben anderen Ridern in einem Rennen, das für viele Teilnehmer den Tod bedeuten kann. Nicht nur die anderen Rider selbst sind die Gegner. Es lauern auch andere Gefahren, wie Banditen und ein menschenfressender Stamm. Das Rennen ist genauso hart, wie alle sagen. Dieser Wahrheit muss sich auch Adam sehr schnell stellen.

Nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte überkam mich das Gefühl, irgendwie nicht richtig an die Geschichte heranzukommen. Vielleicht lag es an der vom Autor gewählten Erzählform in dritter Person Gegenwart aus der Sicht von Adam, vielleicht hatte es andere Gründe. Dieses Gefühl begleitete mich sodann auch in der weiteren Lesezeit bis nahezu zum Ende. Immer wieder hatte ich den Gedanken, dass irgendetwas fehlte. Auch die gefühlten Längen, bis wirklich etwas passierte, wirkten hier sicherlich in mir. Der Autor fokussierte den Plot permanent auf das Rennen, Hintergründe und Informationen zur Realität der Charaktere gerieten dabei etwas ins Hintertreffen. Auch über die Sky-Base habe ich so gut wie nichts erfahren. Vielleicht nehmen dann diese Themen in der Fortsetzung einen größeren Teil ein. Die Idee selbst bietet auf jeden Fall ein riesiges Potential.

Der Protagonist Adam hielt mich permanent etwas auf Abstand. Wirklich fassen konnte ich seine Gedanken bei manchen Handlungen nicht. Und doch ist seine Entwicklung definitiv spürbar. Anfangs zweifelnd und mit jeder Menge mangelndem Selbstvertrauen ausgestattet, wächst seine Stärke beständig. Insgesamt waren die Charaktere definitiv vorstellbar, etwas mehr Tiefe wäre aus meiner Sicht förderlich gewesen.

Bei den Wendungen und Handlungen während des Rennens zeigt sich dann die wahre Stärke der Geschichte. Hier fühlte ich mich gut aufgehoben, verfolgte das Geschehen neugierig und gefesselt. Die hier eingebauten Spannungsbögen verschafften mir den erwarteten Lesegenuss und ich sah gespannt dem weiteren Fortgang entgegen.

Insgesamt erlebte ich in „Stone Rider“ eine Geschichte mit Höhen und Tiefen, die dennoch eine grundsätzlich fesselnde Wirkung auf mich ausübte. Auch mit dem Ende setzt David Hofmeyr nochmals einen Punkt, der mich neugierig die Fortsetzung erwarten lässt.
Stone Rider“ punktet mit einer guten Idee, die jede Menge Potential mit sich bringt und mich gut unterhalten konnte. Meine Erlebnisse in einem Rennen auf Leben und Tod belohne ich mit wirklich guten 3 Büchern.

Für alle, die sich in wachsenden Charakteren wiedererkennen können, gefährliche Herausforderungen dabei nicht scheuen und nicht zwingend an Prinzipien festhalten müssen.
1. Stone Rider
2. Blood Rider
3. noch nicht bekannt 



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Kommentare:

  1. Huhu ihr Beiden,

    ich habe das Buch auch vor einer Zeit gelesen und ich hatte auch zu Beginn meine Schwierigkeiten mit dem Stil, aber die Idee fand ich auch richtig klasse. Ich fand die Geschichte aber dann auch so richtig spannend und bin froh, dass am Ball geblieben zu sein. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Fortsetzung. :)

    Danke für die Rezi!

    Liebe Grüße
    Silke

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    1. Huhu Silke,

      ja, die Geschichte übt schon einen Reiz aus. Ich kann mir auf jeden Fall gut vorstellen, dass mich die Fortsetzung vollends überzeugen wird :-)

      Liebe Grüße
      Kay

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  2. Hört sich interessant an :) vielleicht werde ich das Buch auch noch lesen. Schönen Sonntag euch!

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    1. Liebe Binzi,

      interessant ist die Geschichte auf jeden Fall ;-) Wünsche dir auch einen schönen Sonntag:-)

      Liebe Grüße
      Kay

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  3. Hey lieber Kay,

    ich habe diese Story ja auch schon gelesen. Die Grundidee ist ganz schön, aber die Umsetzung war leider nicht der überflieger. Ich muss leider sagen, dass ich es nicht unbedingt weiterempfehlen kann. Wobei Geschmäcker ja immer verschieden sind ;)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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    1. Liebe Ruby,

      das ist absolut ok so ;-) Ich kann mir schon vorstellen, dass das Buch einigen Leserinnen und Lesern so gar nicht zusagen wird. Und auch ich hatte ja einige Kritikpunkte...Genau das macht doch unsere bunte Bücherwelt aus. Ich finde ehrliche Meinungen immer gut:-)

      Ganz liebe Grüße zurück
      Kay

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