Dienstag, 7. Februar 2017

♂ Nie mehr zurück (Vivian Vande Velde) [Rezension]

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„Und jetzt steht sie wieder da und ist dem Tod noch nähergekommen. Das ist kein persönlicher Rekord, den sie noch einmal übertreffen will.“
(S.71)
Kurz nach ihrem dreizehnten Geburtstag entdeckt Zoe ihre Gabe. Sie kann in der Zeit zurückreisen. Allerdings nur für ganze dreiundzwanzig Minuten zurück.

Bei einem Ausflug in die Stadt wird Zoe von einem heftigen Regen überrascht. Die in der Nähe liegende Bankfiliale scheint ihr als Schutz geeignet und so versucht sie, möglichst unauffällig die Zeit bis zum Ende des Regens zu überstehen.
Doch sie gerät mitten in einen Banküberfall, die Situation gerät außer Kontrolle. Ein junger Mann, der ihr kurz zuvor noch freundlich geholfen hat, wird erschossen. Und es kann weitere Opfer geben. Zoe steht vor der Entscheidung, ihre Gabe einsetzen zu müssen, um Schlimmeres zu verhindern. Doch nicht immer ist das Ergebnis besser als zuvor.
„Nie mehr zurück“ lief mir eher zufällig über den Weg. Doch von der Inhaltsangabe war ich gleich ziemlich angetan, so dass ich das Buch kurzfristig lesen wollte. Lange habe ich die Geschichte dann auch nicht warten lassen und so stürzte ich mich in die Seiten.

Recht schnell traf ich dann auch auf die Protagonistin Zoe, die nicht lange zögerte und versuchte, mir ihre Gabe zu erklären. So erfuhr ich kurzfristig, wie Zoe die Gabe anwendet, doch wo sie herkommt, wusste nicht einmal Zoe selbst. Das reichte mir als Erklärung allerdings völlig und hatte auch keinen Einfluss auf das Verständnis der weiteren Handlung.

Ein wenig Eingewöhnungszeit benötigte ich dennoch, denn allein die gewählte Perspektive aus konsequenter Sicht von Zoe in dritter Person Gegenwart hielt mich vorerst ein wenig auf Abstand. Nach und nach gewöhnte ich mich allerdings immer mehr daran und so konnte ich mich auch an Zoe annähern.

Zoe ist dann auch keine typische Protagonistin, sie hat ihre Eigenarten, zu denen sie jederzeit steht. Ihre Kindheit war alles andere als einfach, später wurde sie ihren Eltern sogar weggenommen. Seitdem wurde sie immer wieder bei wechselnden Pflegefamilien untergebracht. Ein leichtes und unbeschwertes Leben sieht anders aus.

Die Idee zur hier vorliegenden Geschichte fand ich wirklich gut. Vivian Vande Velde setzt diese glaubhaft und nachvollziehbar um, so dass fast durchgängig an die Seiten gefesselt wurde. Die eine oder andere Abschweifung vom Wesentlichen konnte ich hierbei verzeihen, ließ mich in meinem Lesedrang dadurch nicht ausbremsen. Die ab und an enthaltenen leicht sarkastischen Anflüge gefielen mir außerdem und peppten das Geschehen mitunter auf.

Auch die von mir erwartete spannende Handlung konnte ich in Vivian Vande Veldes Geschichte oftmals finden. Da die Versuche Zoes, das ursprüngliche Geschehen beim Banküberfall zu verbessern, begrenzt sind, wuchs meine Neugier stetig, wie viele Rücksprünge sie tatsächlich brauchen wird, bis ein positiveres Ergebnis eintritt. Für Zoe selbst war es natürlich alles andere als einfach, überhaupt ein aktives Eingreifen in diese gefährliche Situation zu bewerkstelligen. Dreiundzwanzig Minuten sind eben keine lange Zeit, und Menschen müssen erst einmal überzeugt werden. Die Option, die Bank zu meiden, kam für Zoe nur ansatzweise in Frage. Die Rettung des hilfsbereiten jungen Mannes gewann bei ihr immer mehr an Priorität.

Nachdem ich interessante Szenerien und Entwicklungen erleben durfte, lässt Vivian Vande Velde ihre Geschichte zwar nicht überraschend, so doch für mich absolut nachvollziehbar ausklingen. Auf einen vorherigen Anstieg des Spannungslevels verzichtet die Autorin hierbei ebenfalls nicht. Resümierend kann ich feststellen, dass ich mit „Nie mehr zurück“ einige wirklich schöne Lesestunden verbracht habe.
Nie mehr zurück“ bot mir einige interessante Entwicklungen, die meine Neugier stetig wachsen ließen und insgesamt für ein schönes Lesevergnügen sorgten. Zoe und ihre Gabe erhalten deshalb von mir eindeutige 4 Bücher.

Für alle, die sich mit ungünstigen Entwicklungen nicht abfinden wollen, dabei aktives Eingreifen nicht ausschließen und immer auf einen guten Ausgang hoffen.




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Kommentare:

  1. Huhu ihr bveiden :)
    Eine tolle Rezension,bin aber immernoch nicht sicher, ob es was für mich ist. Es klingt asber auf jeden Fall spannend und mir wurde ein guter Einblick verschafft.
    Ich grübel dann mal weiter :)

    Liebe Grüße
    Susi Aly

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    1. Huhu Susi,

      es ist definitiv etwas anderes...Die Möglichkeiten, die sich einem bieten können, sind schon enorm. Wie würde man sich selbst entscheiden? Diese Frage ging mir immer durch den Sinn...

      Liebe Grüße
      Kay

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  2. Aus dem Ivi-Verlag habe ich schon lange nichts mehr gelesen, fällt mir gerade auf ... Vielleicht wird das ja mein nächstes Buch aus dem Verlag. :)

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    1. Huhu Binzi,

      vielleicht konnte ich dich mit der Rezension ja dazu animieren ;-)

      Liebe Grüße
      Kay

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Steffi & Kay