Sonntag, 15. Januar 2017

♂ Shut Down (Dan Smith) [Rezension]

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„Sie fassten sich wieder an den Händen und setzten sich in Bewegung. Es war, wie in den Schlund der Hölle vorzudringen.“
(S.50)
Gerade noch auf der Beerdigung seines Vaters erwacht der fast dreizehnjährige Ash ohne Erinnerung an das Geschehene in einem Krankenzimmer. Niemand ist zu sehen. Ash beschließt, sich im Gebäude umzusehen. Bald darauf trifft er auf Isabell, die ungefähr in seinem Alter ist. Von ihr erfährt Ash, dass sie sich auf der Isla Negra befinden und hier an einem geheimen Forschungsprojekt gearbeitet wird. Wie aus dem nichts werden beide dann Zeugen einer Schießerei. Die Ereignisse überschlagen sich. Bald wird klar, dass Ash über sich hinauswachsen muss. Denn ein gefährliches Virus soll von der Insel geschafft werden. Millionen Menschen sind vom Tod bedroht. Ash nimmt die Herausforderung an. Denn auch seine Mutter wurde bereits infiziert. Er hat 24 Stunden, das Gegenmittel zu besorgen. Ein gefährlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
„Shut Down“ ist ein Buch, das eigentlich nicht auf meiner Leseliste stand. Beim Stöbern in meiner Buchhandlung ist mir das Buch allerdings aufgefallen. Da sich auch das Drumherum sehr interessant für mich angehört hatte, durfte das Buch bei mir einziehen. Nachdem es nun kurze Zeit in der Warteschlange verbracht hatte, wollte ich die Geschichte nun endlich lesen.

So wurde ich auch gleich in den ersten Seiten in die Geschichte geworfen. Gerade hatte Ash seinen Vater bei einem Unfall verloren, wurde ich Zeuge davon, wie Ash plötzlich in einem Krankenzimmer erwacht. Weit und breit befindet sich niemand, so dass Ash beschließt, auf Erkundungstour zu gehen. Kurze Zeit später trifft er dann doch auf jemanden – Isabell. Von ihr erfährt Ash, dass er sich auf einer geheimen Insel – der Isla Negra – befindet und Isabells Vater zusammen mit seiner Mutter an einem Forschungsprojekt arbeitet.

Ash war bisher immer ein eher mittelmäßiger Junge gewesen. Nun steht er kurz vor seinem dreizehnten Geburtstag und gerät mitten in einen rasanten Wettlauf, die Verbreitung eines tödlichen Virus zu verhindern. Nachdem Isabell und Ash Zeugen eines Schusswechsels und anschließender Verbarrikadierung der Forschungsstation geworden sind, gelingt es ihnen mit Glück und Verstand, diesem Käfig zu entkommen. Isabells Vater und Ashs Mutter wurden mit Kronos – einem tödlichen Virus - infiziert und verharren nun isoliert im Inneren der Forschungsstation der Dinge. Ash und Isabell haben 24 Stunden Zeit, das Gegenmittel zu besorgen und ihre Eltern damit zu retten. Aber nicht nur die Rettung der ihnen nahestehenden Menschen ist das Ziel. Nein, die ganze Menschheit ist bedroht, wenn der tödliche Virus in falsche Hände gerät.

Dan Smith trug mich mit einem angenehm und flüssig lesbaren Schreibstil durch die Seiten. Dabei lieferte er für die Handlung einen sympathischen Protagonisten, aus dessen Sicht ich die Geschichte in dritter Person Vergangenheit erlebte. Ashs Handeln war grundsätzlich entsprechend seines Alters nachvollziehbar, eine Entwicklung verspürbar. Kleinere Stolpersteine konnte ich genau wie sich anbahnende winzige Längen ausblenden. Dan Smith setzt gekonnt immer wieder Spannungsspitzen, die die Handlung aufpeppen konnten. Seine interessante Idee konnte der Autor aus meiner Sicht gut umsetzen, ohne dabei die Charaktere in Superhelden zu verwandeln. Die geschärften Sinne von Ash bilden hierbei dennoch ein interessantes Detail für den Fortgang.

Wenn ich auch auf so manche Erklärung etwas lange warten musste, ergab sich im Verlauf der Geschichte immer wieder die eine oder andere Information, die ich mir sehnlichst herbeigewünscht hatte.
Dan Smith treibt seine Geschichte zum Ende hin nochmals in ein rasantes Tempo, bevor er einen für mich akzeptablen Abschluss findet. 
Shut Down – Du hast nur 24 Stunden“ bringt an Tempo und Action wirklich alles mit, das junge Leserherzen begeistern kann. Meine Lesestunden im gefährlichen Dschungel auf der Isla Negra belohne ich auf jeden Fall mit 4 Büchern.

Alle, die sich ernsthaften Bedrohungen stellen können und dabei an der Seite eines jungen natürlichen Protagonisten gefährlichen Situationen stellen wollen, sind bei „Shut Down – Du hast nur 24 Stunden“ genau richtig.




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Kommentare:

  1. Das Buch klingt echt interessant, das muss ich mir wohl merken

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    1. Hallo Lydia,

      für mich war es echt ein Zufallsfund. Merken klingt schonmal gut ;-)

      Liebe Grüße,
      Kay

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  2. Hört sich total spannend an! :)

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    1. Hallo Binzi,

      spannend war es auf jeden Fall :-)

      Liebe Grüße
      Kay

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  3. Hallo Kay,
    ich bin bei "Shut down" bei 3 Federn gelandet. Vielleicht waren nach "Big Game", das ich wirklich geliebt habe, die Erwartungen einfach zu hoch. Ich fürchte, dass ich Ash zu sehr mir Oskari verglichen habe und dabei hat Ash schlecht abgeschnitten. Ich fand die Figuren ein bisschen blaß und hatte Probleme eine Verbindung aufzubauen. Oskari hatte so viel Mut, ohne Superkräfte, dagegen hätte Ash mit seinen Superkräften wirklich etwas weniger zögerlich sein dürfen.
    Trotz allem, ein lesenswertes Buch, das man auf jeden Fall empfehlen kann.
    Lieben Gruß
    Yvonne

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    1. Hallo Yvonne,

      manchmal ist die Meinung zu einem Buch wirklich voll davon abhängig, welches man als Vorgänger hatte. Bei Shut Down schätze ich mal ein, dass es in der angegebenen Zielgruppe eher den jüngeren Lesern gut gefallen könnte. Deshalb habe ich die Bewertung auch darauf ausgerichtet. Und das ist ja wieder das Schöne an der ganzen Sache. Nämlich, dass man ganz sachlich über solche Themen reden kann :-) Ich finde deshalb deinen Kommentar und deine Einschätzung richtig gut. So haben die Leserinnen und Leser immer verschiedene Einschätzungen. Vielen lieben Dank <3

      Ganz liebe Grüße
      Kay

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    2. Hallo Kay,
      damit könntest du Recht haben. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf das nächste Buch von Dan Smith. Ich lese ihn wirklich gerne.
      LG
      Yvonne

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    3. Hallo Yvonne,

      da sind wir schon zu zweit. Mal schauen, was da noch kommt :-)

      Liebe Grüße,
      Kay

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Steffi & Kay