Dienstag, 8. November 2016

♀ Percy Jackson erzählt: Griechische Heldensagen (Rick Riordan) [Rezension]

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Nach Percy Jacksons ‚privaten‘ Einblick in die Welt der griechischen Götter kommen nun die griechischen Heldensagen dran: Perseus, Psyche, Phaeton, Otrera, Dädalus, Theseus, Atalante, Bellerophon, Kyrene, Orpheus, Herkules und Jason.
Nachdem ich mit absoluter Begeisterung „Percy Jackson erzählt griechische Göttersagen“ gelesen habe, musste ich natürlich auch zu den Heldensagen greifen und habe es keinesfalls bereut.

Im Gegensatz zu den Göttern, die den meisten doch relativ bekannt sein dürften (allein denjenigen, die Rick Riordans Bücher gelesen haben), gibt es bei den griechischen Helden doch wenige, von denen man alles weiß oder die gesamte Geschichte kennt (beispielsweise Herkules‘ Geburtsnamen!). Vielleicht kennt man den einen oder anderen Namen nicht einmal, der im Inhaltsverzeichnis auftaucht.

So ging es selbst mir, die doch sehr viel mit den Göttern zu tun hat und ihre Geschichten wirklich liebt und ständig für eigene Storys „missbraucht“.

Erster Pluspunkt für Riordan war, dass er nicht nur die 08/15-Helden wie Herkules, die wirklich jeder kennt, in dieses Buch gepackt hat. Nein, er erwähnt auch weniger offizielle ‚Heldinnen‘ wie Psyche, die aufgrund ihrer Liebe zu Amor ganz schön unter göttlichem Einfluss zu leiden hatte, oder Otrera, die die Amazonen gegründet hat.

Erneut sind die Erzählungen gespickt mit dem für Percy Jackson typischen Humor und den zahlreichen Vergleichen mit der heutigen Zeit, um der Zielgruppe das von den Helden Erlebte näherzubringen. Auch die Worte, die Percy Göttern wie Helden oder gar den Orakeln in den Mund legt, sind doch sehr modern interpretiert und teils zum laut Loslachen.

Trotz allem Humor und der flüssigen Erzählweise sind die Namen (über die Percy fleißig lästert) und all die Handlungen dennoch sehr komplex. Man kann „Percy Jackson erzählt griechische Heldensagen“ als reine Unterhaltung lesen, über die Namen und die Zusammenhänge nicht genau nachdenken. Man kann jedoch auch konzentrierter lesen und so geballtes Wissen, das zusammenhängend erzählt wird, mitnehmen, wie es bisher keines der von mir gelesenen Mythologie-Bücher geschafft hat.
„Percy Jackson erzählt griechische Heldensagen“ ist beinahe genauso amüsant erzählt wie sein Vorgänger, dennoch aufgrund der Thematik um ein Vielfaches komplexer. Rick Riordan fasst die Erlebnisse bekannter und weniger bekannter „Helden und Heldinnen“ grandios zusammen und bringt durch Percys Erzählton und Vergleiche einen Hauch von Moderne in die Geschichten. Dieses Buch sollte eigentlich Unterrichtsstoff sein, denn so humorvoll und dennoch faktenreich erzählt habe ich die Heldengeschichten noch nirgendwo gelesen. Verdiente 5 Bücher.
1. Percy Jackson erzählt griechische Göttersagen (Rezension)
2. Percy Jackson erzählt griechische Heldensagen




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Kommentare:

  1. Von den Büchern hab ich ja noch gar nichts gehört ... scheint wirklich interessant zu sein. :)
    Schöne Rezension!

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    1. Also Band 1 über die großen Götter ist zum Totlachen. Der hier ist auch witzig, aber weit "lehrreicher". Unterhaltung zum Lernen - einfach perfekt :-)

      Liebe Grüße

      Steffi

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  2. Hach ich weiß. Ich habe bei deiner Rezi zu Band 1 schon gesagt, dass ich es auch lesen mag... Aber wie das nunmal so ist... Immer kommen andere Bücher dazwischen :D
    Aber so langsam sollte ich es mir wohl doch mal zulegen ;)

    Liebste Grüße
    Sonja

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    1. Das Tolle an diesen Büchern: Man muss gar nicht alles am Stück lesen, weil ja jedes Kapitel einen anderen Gott oder Helden hat. :-)
      Perfekt für Zwischendurch.

      Ganz liebe Grüße

      Steffi

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