Samstag, 5. November 2016

☺ Die Weihnachtsmannverschwörung (Christian Tielmann) [Hörbuch-Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Kaufen: 


Am ersten Dezember plumpst den Geschwistern Slalom und Lykke ein Mann vor die Füße. Und er sieht dem Weihnachtsmann nicht nur erschreckend ähnlich, sondern benimmt sich auch noch recht seltsam.

Die kleine Lykke ist schnell überzeugt, dass es sich bei dem Amnesie-Patienten nur um den echten Weihnachtsmann handeln kann und der muss sich bis Weihnachten einfach an alles erinnern. Oder?

Die Inhaltsangabe zum Buch klang nach einem unterhaltsamen Spaß für die Vorweihnachtszeit und so mussten wir es einfach hören. Theoretisch ist die Geschichte in 24 Kapitel unterteilt, damit man sie wie einen Adventskalender hören kann, aber das halten wir sowieso nie durch und hören lieber am Stück.

Gleich zu Beginn werden alle wichtigen Figuren eingeführt: Slalom, seine kleine Schwester Lykke und die Hauptperson: Der Mann, der sich Claus Santa nennt und irgendwie so gar nichts mehr weiß. Stück für Stück kommen neben den Eltern der Geschwister, einem Ärzteehepaar, auch die Kinder der Wahrheit ein wenig näher und stoßen auf ungeheuerliche Tatsachen: Dass jemand den Weihnachtsmann mit Absicht vom Schlitten geschubst haben muss. Nur wie und warum? Das gilt es in den restlichen Dezembertagen bis Weihnachten dringend herauszufinden.

Uta Dänekamps Stimme passt perfekt zu den jungen Protagonisten Slalom und Lykke, deren Geschichte aus der Sicht eines Erzählers geschildert wird. Mark Bremer spricht die männlichen Parts der Dialoge, haucht dem Weihnachtsmann und Knecht Ruprecht authentisch Leben ein, sodass wir gebannt lauschten.


Die Charaktere sind allesamt gelungen und für eine Kindergeschichte ausreichend tiefgründig. Es gibt Geschwisterstreits, ein paar Einblicke in Freundschaften und Schule und (wenn auch etwas außergewöhnliche) Probleme.



Wo mein 6-Jähriger das Hörbuch für „toll“ befunden und „keine Kritik“ hatte, hakte es bei mir ab und zu an der Geschichte selbst und der „Vermischung“ von Nikolaus, Weihnachtsmann, Knecht Ruprecht, Wichteln und Co. In der heutigen Zeit ist es schwierig, die überall präsenten weihnachtlichen Einflüsse zu sortieren und bei den Kindern dafür zu sorgen, dass sie wissen, wer wohin gehört und woher er stammt. Die Interpretation in der Weihnachstmannverschwörung war mir persönlich etwas zu viel in eine Story gepackt.



Lässt man die Tatsache außer Acht und denkt nicht weiter darüber nach, bekommt man einen Kinderkrimi mit vielen Hinweisen, falschen Fährten und immer neuen Möglichkeiten, die es kaum erlauben, zwischendurch Pause zu drücken. Schließlich steht Weihnachten auf dem Spiel. Ein Fest, das von seiner ganz besonderen Atmosphäre „lebt“, für die Autor Christian Tielmann natürlich auch einen Grund nennt.



Selbstverständlich endet am 24. Dezember alles gut und wir alle können beruhigt Weihnachten feiern.

Christian Tielmanns „Die Weihnachtsmannverschwörung“ bringt Spannung in die Vorweihnachtszeit. Der Kinderkrimi in 24 Kapiteln macht es einem kaum möglich, die CD abzuschalten und sie als Hör-Adventskalender zu nutzen. Trotz (für mich als Erwachsene) kleiner Mängel macht die von Ute Dänekamp und Mark Bremer gelesene Geschichte Spaß und wirft einen neuen Blick auf den „Sinn“ von Weihnachten. Mängel, die unser 6-Jähriger als nichtig abtut. Daher sehr sehr gute 4 Spielsachen für Slalom, Lykke und Santa.



Hier erfahrt ihr mehr über unser Bewertungssystem.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns über jeden Kommentar!

Liebe Grüße

Steffi & Kay