Sonntag, 16. Oktober 2016

♀ Siren (Kiera Cass) [Rezension]

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Kahlen ist eine Sirene. Ein Mädchen, das einst von der See gerettet wurde und ihr nun 100 Jahre lang dienen muss, indem sie wie ihre Schwestern Menschen in den Tod führt, wovon sich die See ernährt.
Kahlen übt diesen „Job“ nun schon 80 Jahre aus, aber sie war nie wie ihre Schwestern, die zumindest versuchen, sich den Menschen anzunähern.
Als Kahlen auf Akinli trifft, ist das anders. Denn auch wenn eine Sirene in der Gegenwart von Menschen nicht sprechen darf, damit sie sich nicht blindlings ertränken, finden die beiden ohne Worte zueinander und Akinli geht Kahlen nicht mehr aus dem Kopf, ganz gleich, wo die Mädchen sich ansiedeln.

Doch dann geschieht etwas, das einfach alles verändert.
Nach dem Hype rund um „Selection“ wurde nun die (laut Danksagung überarbeitete) Version von Kiera Cass‘ Debüt ins Deutsche übersetzt und ich war sehr neugierig, wie sie das Sirenenthema umsetzen würde.

Das Buch startet mit einem kurzen Rückblick auf Kahlens nahenden Tod und den Beginn ihres neuen Lebens als Sirene. Danach gibt Kiera Cass mehr als ausreichend Zeit, Kahlen genauer kennenzulernen. 80 Jahre später, nach etlichen Morden an Menschen, die Kahlen einfach nicht loslassen.
Nach diesem ruhigen Einstieg erwartet man als Leser einen stetigen Anstieg des Spannungsbogens, eine schneller werdende Handlung und sich zuspitzende Ereignisse. Leider traf das nicht in gewünschtem Maße auf „Siren“ zu. Die Geschichte fokussiert das Innenleben von Protagonistin Kahlen, die in Ich-Perspektive erzählt. Ihre Liebe zur See ist deutlich spürbar und auch der Konflikt, der entsteht, als sie sich in Akinli verliebt.
Doch abgesehen davon passiert nur sehr sehr wenig. Fiebert man als Leser weiteren Aufeinandertreffen der Liebenden entgegen, so hat man meist einen langen Weg dazwischen, sodass ein ums andere Mal die Leselust schwindet.

So negativ das jedoch klingen mag, fand ich die Idee selbst wirklich gut. Die „stimmlosen“ Sirenen, die Menschen gegenüber oft nicht das ausdrücken können, was sie sich wünschen. Und doch gibt es denjenigen, der sie auch ohne Worte versteht. Auch die Darstellung der See als fühlende und handelnde Person war interessant.
Darüber hinaus gibt es einige wirklich berührende Szenen, ganz gleich ob zwischen den beiden oder den Unterhaltungen zwischen Kahlen und der See (die in Gedanken kommuniziert, Texte fett formatiert und Gedankengespräche kursiv).

Insgesamt ist die Geschichte sehr vorhersehbar, was aber in Anbetracht der anderen Kritikpunkte nicht so sehr ins Gewicht fällt. So ist auch das Ende keine Überraschung, jedoch perfekt passend zum Rest des Buches.
Kiera Cass‘ Debüt „Siren“ ist sehr ruhig, vorhersehbar und für den Leser gibt es einige Durststrecken zu überwinden. Die interessante Interpretation der Sirenen und ihren Taten gepaart mit der tiefen Emotionalität der interagierenden Personen veranlassen mich jedoch, sehr gute drei Bücher zu vergeben.



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Kommentare:

  1. Tolle Rezension :) Das Buch kann man also lesen, ohne die "Selection"-Reihe zu kennen, oder? :)

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    1. Das ist komplett eigenständig und ein Standalone :-)
      Du musst Selection nicht (fertig) gelesen haben.

      Liebe Grüße

      Steffi

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    2. Super, danke :) Dann werde ich das vielleicht noch lesen, bevor ich mit der Selection-Reihe beginne. Einzelbände sind mir zur Zeit viel lieber, da ich kaum zum Lesen komme...

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    3. Dafür ist es perfekt.

      Viel Spaß beim Lesen!

      Liebe Grüße

      Steffi

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  2. Hallo , ich finde das Buch auch total gut : ) . Musste es mir einfach kaufen : )) .

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    1. Und es sieht ja auch wirklich toll aus!

      Liebe Grüße

      Steffi

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  3. Hey meine Liebe,

    ich habe das Buch auch schon gelesen und fand es wirklich gut, allerdings wie du schon sagst sehr ruhig und immer mal etwas zäh. Dennoch habe ich mich im Buch verlieren können und fand die Umsetzung an sich sehr schön.

    Liebe Grüße,
    Ruby

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    1. Sie war schön, manche Szenen waren einfach so tief berührend - aber der Rest war mir leider zu ereignislos. Ich weiß, dass das eine das andere bedingt, aber ich hasse es, wenn nichts passiert :-(

      Liebe Grüße

      Steffi

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  4. Ich habe deine Rezension in meiner verlinkt! LG Verena

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Steffi & Kay