Sonntag, 18. September 2016

♀ Teslas grandios verrückte und komplett gemeingefährliche Weltmaschine (Neal Shusterman/Eric Elfman) [Rezension]

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Die ersten beiden "Tesla"-Bände konnten mich absolut überzeugen und so musste ich natürlich auch zum finalen dritten Band greifen.
Ohne sich groß mit Geplänkel aufzuhalten, erzählten mir Neal Shusterman und Eric Elfman ihre Geschichte, erneut in dritter Person aus jeder Perspektive, die gerade benötigt wird.

Nick hat eingewilligt, Edison/den Accelerati bei der Fertigstellung der F.R.E.E. zu helfen und die Menschheit zu retten. Je länger er mit den Wissenschaftlern des Geheimbundes zusammenarbeitet, desto mehr grübelt er über das Gut und Böse und die Intensionen von Edison und Co. Doch sie sind die Einzigen, denen es möglich ist, die Maschine zu vollenden.

Ich belasse es in dieser kurzen Zusammenfassung dieser einen Perspektive, die nach wie vor der Haupthandlungsstrang ist. Jedoch teilt er sich die Aufmerksamkeit mit einer enormen Menge an weiteren Perspektiven, die von einer dritten Person erzählt werden - denn überall gibt es neue Entwicklungen, Hintergründe wollen erzählt und Vergangenes aufgedeckt werden. Das Perspektivenkonstrukt gleicht der Maschine im Buch: Jedes einzelne an seinem Platz sorgt dafür, dass das große Ganze einfach beeindruckend ist.

Von Beginn an streuten die Autoren 'Kleinigkeiten' ein, die erst im weiteren Verlauf des Buches eine völlig neue Bedeutung bekamen. Durch die Erfindung einer Zeitmaschine war es möglich, auch den Zeitreiseeffekt vollends auszuschöpfen - was Shusterman und Elfman getan haben.

Leider wurde es mitunter dadurch in dem dritten Band wirklich kompliziert. Nicht nur das mehrdimensionale Denken durch die Zeitreise, sondern auch weitere Erfindungen sorgen vermutlich beim Zielpublikum ab 11 für einen Hirnknoten. Dazu kommen so einige tiefgründige Gedankengänge um das Altern - die verschiedenen Ichs des Lebens -, die auch nicht gerade leichte Kost waren. Mich konnten diese wahnsinnig interessanten Entwicklungen und die wirklich wahren Worte des Autorenduos jedoch absolut überzeugen.

Natürlich ist auch dieser finale Band gespickt mit lockeren Sprüchen und einer Prise Humor, die ich neben vielen Überraschungsmomenten auch nicht missen wollen würde. So rauschte ich durch die Seiten, erlebte ein technisches "Wunder" nach dem anderen, ehe die Autoren den Spannungslevel noch einmal anhoben und einen fulminanten Showdown präsentierten, ehe die Trilogie absolut zufriedenstellend endet.
Auch der dritte "Tesla"-Band ist ein Feuerwerk an Spannung, Action und Hightech. Ergänzt um sehr tiefgründige Gedankengänge und das Element der Zeitreise wurde ein wahres Spektakel aus "Teslas grandios verrückte und komplett gemeingefährliche Weltmaschine", welches von mir als Leserin seine 5 Bücher absolut verdient hat.

Ich fürchte jedoch, dass die eigentliche Zielgruppe ab 11 mit den vielen technischen und teils philosophischen Hintergründen nicht immer zurechtkommt oder evtl. Gesprächsbedarf hat.
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Steffi & Kay