Freitag, 16. September 2016

♀ The School for Good and Evil 2 - Eine Welt ohne Prinzen (Soman Chainani)

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Einige Monate haben Agatha und Sophie in Gavaldon verbracht und der Ruhm, aus dem Wald zurückgekehrt zu sein, verblasst langsam.
Während Agatha immer wieder an ihren Prinzen und ihr gewünschtes Happy End denkt, läuft für Sophie privat alles schief.
Dann wird ein Wunsch ausgesprochen, der die Mädchen wieder zurück in die Schule bringt - doch dort hat sich einiges verändert.

Die Schule von Gut und Böse existiert nicht mehr - nun heißt es Mädchen gegen Jungs, weil Erstere ihr Happy End ohne Prinz und männlichen Helden wollen. Ganz so, wie Agatha und Sophie es vorgemacht haben.
Ich mochte den Auftakt der Reihe wirklich sehr und war gespannt, wie es nach dem vermeintlichen Happy End der Mädchen weitergehen wird.

Schon nach einem kurzen Aufenthalt im Dorf Gavaldon fand ich mich zurück im Märchenwald, in dem sich einfach alles verändert hat. Sophie und Agatha werden auf die Mädchenschule aufgenommen, über der eine bislang unbekannte Frau als Schulleiterin herrscht. Sie stachelt die Mädchen auf, will den Kampf gegen die Männer und die Prinzen. Alle Märchen haben nun ein emanzipiertes Ende und die meisten Mädchen - Prinzessinnen wie Hexen - wollen eine Welt ohne Prinzen.

Doch die Gegner sind nicht tatenlos und ein Krieg steht kurz bevor. Nur Agatha könnte alles herumreißen, indem sie für ihr Happy End mit ihrem Prinzen Tedros sorgt - ein Kuss und alles wäre, wie es war und Sophie würde nach Gavaldon zurückkehren. Doch Sophie will ihre Freundin nicht verlieren und mischt sich ein.

Soman Chainani hat seinen Weltenentwurf der Märchen weiterentwickelt und anstatt Gut und Böse nun einen neuen Kampf erschaffen. Es gibt neue Unterrichtsfächer und eine gewisse Grundspannung ist stets vorhanden.
Leider wirken die Hürden für die Charaktere teils zu erzwungen, stetige unnötige Streitereien hemmten meinen Lesespaß genauso wie die teils seltsamen Satzkonstrukte, von denen ich nicht weiß, ob sie von der Übersetzung herrühren.

Die Geschichte wird erneut von einer dritten Person erzählt. Der Erzähler springt jedoch so schnell von verschiedenen Figuren und Szenen hin und her, dass ich des Öfteren zurückblättern und nachsehen musste, ob ich alles mitbekommen habe. Das störte meinen Lesefluss immens und ich bin mir nicht sicher, ob ich am Ende alles für logisch halten soll.

Abgesehen von den Kritikpunkten gefielen mir die (übertriebene) Emanzipation und die gut durchdachten Intrigen, sowie Sophies stetiger Zwiespalt zwischen Gut und Böse, ein besonderer Aufenthalt in der Schule der Jungen und eine besondere Jungenfreundschaft.

Das Ende wirft nach einem nach Happy End anmutenden Showdown dann erneut einfach alles um und ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte von Agatha und Sophie ausgehen wird.
Mit "Eine Welt ohne Prinzen" setzt Soman Chainani seine märchenhafte Welt auf unerwartete Weise fort. Statt Gut gegen Böse heißt es jetzt Mädchen gegen Jungs. Leider bleibt aufgrund der teils seltsamen Satzkonstruktionen und des sehr sprunghaften Erzählstils viel Lesespaß auf der Strecke und auch zahlreiche zu gewollt wirkende Streitereien verderben ein wenig die Lust am Weiterlesen. Ich hoffe auf ein Happy End im dritten Teil. Sehr sehr gute 3 Bücher für "The School for Good and Evil 2".
1. The School for Good and Evil - Es kann nur eine geben (Rezension)
2. The School for Good and Evil - Eine Welt ohne Prinzen
3. Originaltitel: The Last Ever After



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Kommentare:

  1. Huhu, Steffi!

    Ich muss sagen, dass mir Band 1 noch wesentlich besser gefiel als dieser hier. Ich habe genau so bewertet wie du und muss sagen, dass mir die endlosen Streitereien tierisch auf den Keks gingen. Da kam ich mir schon vor wie im Kindergarten... Die Sätze waren zudem auch manchmal merkwürdig - ich habe auch immer mal zurück geblättert. Anfangs;) Dann habe ich auf stur geschaltet und gesehen, dass ich das Ziel erreiche.

    LG, Claudia :)

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    1. Genau das. Schade für die tolle Idee. :-/
      Aber wie ich sehe, sind wir mit der Meinung nicht allein

      Liebe Grüße

      Steffi

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Steffi & Kay