Sonntag, 29. Mai 2016

♀ Rabenherz (Anja Ukpai) [Rezension]

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June hat es auch in diesem Jahr geschafft: Sie hat ein Stipendium für Saint Gilberts erhalten.
Doch neben der allgemeinen Geheimniskrämerei, die June bereits kannte, sind die Auflagen für das Stipendium in diesem Jahr noch viel höher - denn scheinbar schwebt sie in großer Gefahr.

Genau das sagt Junes Tante schon lange und hätte ihre Nichte am liebsten sofort von der Schule genommen.
Denn was andere als verrückt empfinden, ist für diese normal: sie macht Prophezeiungen, "sieht" Dinge, weiß mehr als andere.

Auch June scheint diese "Gabe" zu besitzen - oder sind die ganzen Gerüchte rund um die Verschwundenen von Saint Gilberts ihr zu Kopf gestiegen? Auf einmal sieht sie Gestalten - und hört diese seltsame Stimme.
Rabenherz konnte mich mit seinem Klappentext absolut neugierig machen.
Der Prolog versetzt den Leser sofort in die richtige Stimmung und schafft eine düstere Atmosphäre, ehe in die Gegenwart eingeführt und die Protagonistin June vorgestellt wird.

Schnell wird deutlich, dass June "anders" ist, laut ihrer Tante Phoebe eine Gabe hat. Solche übernatürliche Phänomene, Bedeutungen von Tarotkarten und weitere ziehen sich durch das gesamte Buch als "erklärende" Informationen, die teils aber auch verwirren anstatt aufzuklären.

Erst langsam fand ich mich in der Welt von June zurecht, die in Ich-Perspektive erzählt. So baute sich eine Verbindung sehr schwer auf und ich hatte Mühe, ihre Emotionen zu fühlen. Alles passierte etwas "abgehackt", was es mir zusätzlich erschwerte und ich stets das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben, so fühlte sich die stetige "Warnung" vor Gefahr auch nicht wirklich bedrohlich an.

Zögerlich konnte ich mich in "Rabenherz" einfinden, spekulierte über die drei männlichen Neuankömmlinge an der Schule und verfolgte die alten Tagebucheinträge des "Rabenlords", die immer wieder zwischen Junes Kapitel eingefügt wurden und wollte hinter das Geheimnis kommen.
So stieg die Spannung langsam, aber dennoch kontinuierlich an, die Warnungen für June werden mehr und meine Spekulationen nahmen zu.

Das Ende ging mir dann beinahe etwas zu schnell, plötzlich war das Buch zu Ende und ich kann nur hoffen, dass die übrigen Fragen im Abschluss der Dilogie beantwortet werden - denn ich habe definitiv mehr Fragen als Antworten.
Der Einstieg in "Rabenherz" fiel mir nicht sehr leicht, das Einfinden in der Geschichte und den Mysterien haben es mir schwer gemacht, mich voll und ganz auf das Buch einzulassen. Nach dieser Anfangsphase konnte ich die zunehmende Spannung jedoch genießen und fieberte zum Ende hin sogar mit Protagonistin June. Sehr sehr gute 3 Bücher für die Geheimnisse rund um Saint Gilberts.
1. Rabenherz
2. Rabenkuss



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Kommentare:

  1. Hey Steffi,

    das Buch klingt durchaus interessant, aber da du es doch eher in die Mitte stecken würdest lass ich es erstmal sein. Dafür habe ich noch zu viele richtig gute hier rumfliegen die endlich mal drankommen sollten ;)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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    1. Es war wirklich schwierig zu beurteilen. Der Fortsetzung gebe ich aber vermutlich trotzdem noch eine Chance - es war wirklich haarscharf vor den 4* :-)

      Ganz liebe Grüße

      Steffi

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Steffi & Kay