Sonntag, 8. Mai 2016

♂ Monday Club - Der zweite Verrat (Krystyna Kuhn) [Rezension]

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„Der Wind strich leicht über mich hinweg, aber es kam mir vor wie ein Sturm. Wie Wellen, die über mir zusammenschlugen.“
(S.120)
Die Ereignisse der letzten Wochen haben Faye ziemlich zugesetzt. Niemandem kann sie mehr vertrauen. Außer ihrem Vater.

Alles spitzt sich zu, als sie in Lukes Haus Unterlagen findet, die er eigentlich nicht haben dürfte. Selbst an ihrem Freund Josh beginnt sie zu zweifeln.

Die Hinweise verdichten sich, doch Beweismittel verschwinden einfach. Sie sind auf der richtigen Spur! Und wieder einmal scheint der mysteriöse Monday Club die Fäden zu ziehen. Faye spürt, dass sie sich in großer Gefahr befindet. Doch nicht nur ihr Leben ist bedroht!
Lange habe ich auf „Monday Club – Der zweite Verrat“ hingefiebert. Mit dem ersten Teil der Reihe hatte mich Krystyna Kuhn bereits begeistern und neugierig auf den Fortgang machen können. Nun endlich war es soweit, der Folgeband hatte mich erreicht und so begann ich gleich mit dem Lesen.

Hatte ich Bedenken, dass ich Schwierigkeiten haben würde, wieder in die Geschichte zu kommen, wurden diese von der Autorin gleich zerstreut. Zu Beginn des Fortsetzungsbandes befindet sich nämlich ein Rückblick zu den Geschehnissen aus dem ersten Teil, der Erinnerungslücken schließen konnte. So konnte ich wirklich gut gewappnet in die Geschichte einsteigen.

Krystina Kuhn nutzt für die Erzählung ihrer Geschichte hauptsächlich Fayes Sicht in Ich-Perspektive und Vergangenheitsform. Darüber hinaus kommt vereinzelt immer wieder eine andere Perspektive zum Tragen. Diese wird in dritter Person Vergangenheitsform widergegeben. Durch die von der Autorin gestaltete Struktur hatte ich einen wirklichen Rundumblick auf die Geschichte. Gemeinsam mit der Protagonistin machte ich mich auf die Suche nach Antworten.

Faye hat sich fast gänzlich zurückgezogen. Niemanden lässt sie an sich heran. Nur ihrem Vater vertraut sie noch. Von Liz wurde sie ja ziemlich enttäuscht und belogen. Fayes Verzweiflung war für mich geradezu spürbar. Durch die gewählte Ich-Perspektive war ich ihr immer sehr nah, ihre Gedanken wurden beim Lesen zu meinen Gedanken. Und doch gibt Faye nicht auf. Sie will Antworten, will den Ereignissen auf den Grund gehen. Tatsächlich gelingt es offensichtlich, sich der Wahrheit zu nähern. Und diese Wahrheit ist unvorstellbar.

Die Protagonistin Faye war mir gleich von Anfang an wieder sehr sympathisch. Ein Mädchen, dessen Leben vor kurzer Zeit noch völlig in Ordnung war. Doch nun droht dieses einst so intakte Leben mehr und mehr aus dem Ruder zu laufen. Ihre Gedanken schweifen immer wieder zu ihrer toten Freundin Amy. Was war mit ihr geschehen? Wie konnte Faye ihrer Freundin begegnen, nachdem diese angeblich bereits tot war? Fragen über Fragen, auf die Amy vorerst keine Antworten findet. Und dann beginnen auch noch Beweise zu verschwinden. Jemand hat bemerkt, dass sie die richtige Spur verfolgen. Faye ist bereit, unglaubliche Mittel einzusetzen. Denn sie hat wirklich richtige Angst. Angst, die Nächste zu sein.

Ein leichtes Prickeln entwickelt sich jeweils bei den Zusammentreffen von Faye und Luke. Es gibt allerdings wirklich nur den Hauch eines Ansatzes zu einer Dreiecksbeziehung. Denn Faye ist die Freundin von Josh. Das verlorene Vertrauen muss er sich allerdings erst wieder erkämpfen. Doch er ist auf einem guten Weg.

Wiederum gelang es Krystyna Kuhn, mich absolut an ihre Geschichte zu binden, so dass ich mich voll darauf einlassen konnte. Die Atmosphäre in diesem zweiten Teil empfand ich düsterer als im Vorgänger, kleine Verwirrungen störten mich nur am Rande, mussten aus meiner Sicht aber auch genauso eingebaut werden, um die Gefühle von Faye zu verstehen. Denn manchmal konnte auch ich nicht die Grenze zwischen Realität und Fiction ziehen. Auf jeden Fall konnte ich den flüssigen Schreibstil der Autorin einfach nur genießen, ließ mich durch die Geschichte tragen. Die Autorin beschreibt die Handlung in einer für mich völlig ausreichenden Detailtiefe, die in meinem Kopf absolut vorstellbare Bilder projizierte.

Zum Ende hin treibt Krystyna Kuhn die Spannung nochmals richtig hoch, bevor sie dann einen beruhigten Ausklang findet, der mich aber nun sehr, sehr neugierig auf den finalen Teil der Reihe warten lässt. Ich bin ziemlich gespannt, welche Erlebnisse mit dem Monday Club dann auf mich warten.
Monday Club – Der zweite Verrat“ besticht mit einer einzigartigen Atmosphäre, die auf mich düster und geheimnisvoll wirkte. Der Mix aus Intrigen, Mystery und Angst konnte mich vollkommen in seinen Bann ziehen. Meinen Lesegenuss belohne ich deshalb mit verdienten 5 Büchern.

Für alle, die ihre Ängste überwinden können, vor unlösbaren Aufgaben nicht kapitulieren und auch bei Rückschlägen den Blick immer nach vorn richten. 
1. Monday Club – Das erste Opfer
2. Monday Club – Der zweite Verrat
3. Monday Club – Die letzte Rache



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Kommentare:

  1. Halli hallo

    Jetzt freue ich mich gerade noch mehr auf das Buch welches mich diese Woche erreichen sollte.
    Na das mit dem Rückblick am Anfang ist ja mal ne super Idee, ich hatte da nämlich schon ein bisschen Bedenken.

    Liebe Grüsse
    Bea

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    1. Hallo Bea,

      der Rückblick hat mir echt geholfen, gleich wieder in die Geschichte zu kommen. Fand ich ne tolle Idee. Wünsche dir ganz viel Spaß mit der Fortsetzung :-)

      Liebe Grüße

      Kay

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  2. Das Buch durfte letzte Woche bei mir einziehen. Bin schon wahnsinnig auf die Fortsetzung gespannt :D

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    1. Es wird dir bestimmt gefallen :-) Viel Spaß mit der Geschichte! LG, Kay

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Steffi & Kay