Mittwoch, 27. April 2016

♀ Tenebris - Die Allianz der Schattenjäger (Dave Rudden) [Rezension]

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Das Waisenhaus von Crosscaper ist ein trauriger Ort. Der 13-jährige Denizen und sein Freund Simon machen jedoch das Beste daraus.
Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht und Denizen von einer Tante abgeholt werden soll, von der er nie etwas gehört hat. Wo war sie all die Jahre gewesen? Warum schickt sie einen seltsamen Fahrer, anstatt ihn selbst abzuholen?

Auf der Fahrt zu seinem potentiellen neuen Zuhause, erfährt Denizen am eigenen Leib, dass es auf der Welt noch anderes gibt als das, was er immer geglaubt hat.
Ein Riss tut sich auf und ein grausiges Schattenwesen greift die beiden an.
In der Seraphim Row, dem Sitz seiner Tante und anderen Schattenjägern erfährt Denizen dann von seinem Erbe: An seinem wirklichen 13. Geburtstag bekommt auch er die Fähigkeit, ein Schattenjäger zu werden und die dunkle Macht von Tenebris zu bekämpfen.

Antworten auf die Frage nach dem Verbleib seiner Eltern wären ihm jedoch lieber, als die Nachricht des Ewigen Königs, dass er die Welt vernichten wird. 
Schon in der Verlagsvorschau ist mir „Tenebris – Die Allianz der Schattenjäger“ aufgefallen und ich war neugierig auf die Dämonen aus einem parallelen Universum.

Der düstere Prolog provoziert einen ersten Eindruck der Geschichte, ehe der Autor dann seinen Protagonisten Denizen vorstellt. Die Atmosphäre des gesamten Buches ist drückend, das Setting des Waisenhauses Crosscaper sehr gut gewählt, um die Pläne der Antagonisten in Szene zu setzen.

Die Geschichte wird in dritter Person erzählt und neben Denizens Perspektive gibt es auch immer wieder Einblicke in das weitere Geschehen im Waisenhaus aus der Sicht von Denizens bestem Freund Simon.

Trotz zahlreicher Kapitel, die es dauerte, bis Dave Rudden, abgesehen vom Prolog, in seinen Weltenentwurf einführt, war sehr schnell vorhersehbar, dass Denizen etwas Besonderes sein muss. Doch auch nach der Offenbarung las sich der weitere Verlauf teilweise sehr zäh und es entstanden etliche Längen. Die Welt von Tenebris selbst und die Schattenwesen, die durch die Risse traten, waren dann jedoch sehr gelungen. Dennoch drängte sich beim Lesen immer das Gefühl auf, dass sie nur nebensächlich waren. Immer wieder wird auf die Vergangenheit und die Familiengeschichte aufmerksam gemacht, die dann erst sehr viel später für eine Überraschung sorgte.

Die Beziehung zu Protagonist Denizen war etwas schwierig. Auch wenn er sympathisch dargestellt wurde, konnte ich ihn und seine Gefühle nicht greifen, was es schwierig machte, mit ihm mitzufiebern. Durch den sehr nüchternen und kühlen Schreibstil von Dave Rudden wurde dies noch verstärkt.

Die Spannung/Bedrohung wird durch die düstere Atmosphäre schon von Beginn an geschürt und steigt kontinuierlich an. Auch wenn ich mit einer der Wendungen ein kleines Problem hatte, führte diese doch zu einem großen Showdown und einem zufriedenstellenden Ende dieses Trilogieauftakts.
„Tenebris – Die Allianz der Schattenjäger“ ist ein durchwachsener erster Band, der durch seine düstere Atmosphäre und die neue Idee der dunklen Parallelwelt von Tenebris überzeugt. Einige Längen und eine fehlende emotionale Bindung zum Protagonisten schmälerten meinen Lesegenuss jedoch etwas. 3 Bücher für den Dave Ruddens Trilogieauftakt.
1. Tenebris - Die Allianz der Schattenjäger
2. ?
3. ?



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Kommentare:

  1. Huhu Steffi,

    das Buch liegt bei mir auch schon bereit. Ich bin gespannt, ob es mich mehr überzeugen kann. Wirst du die Reihe trotzdem weiterlesen?

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Das weiß ich noch nicht :-(
      Ich denke, ich werde erstmal die Rezensionen zur Fortsetzung abwarten...
      Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass es dich mehr begeistern kann. Manchmal wird man mit Protagonisten einfach nicht warm...

      Ganz liebe Grüße

      Steffi

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    2. So, Buch durchgelesen und mir hat es sehr gut gefallen. Obwohl ich sagen muss, dass mir manche Stellen zu einfach und bequem gelöst wurden.
      Welche Wendung hat dich gestört? Die mit Grey?

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    3. Dass Denizen alles "eingeflüstert" bekommen hat ... :-/
      Kam dir das nicht auch so "einfach" vor?

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    4. Ja, das zählte mit zu den Punkten die ich zu einfach gelöst fand.

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    5. Und der Punkt löst ja quasi ALLES :-/ dann auch noch "aus dem Nichts"

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  2. Das Buch sollte mich auch in den nächsten Tagen erreichen, hoffe ich! Bin gespannt, wie es mir gefällt! LG Verena

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    1. Ich bin gespannt, wie es dir gefällt.
      Viel Spaß beim Lesen!

      Liebe Grüße

      Steffi

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  3. Hallo Steffi,
    da ich das Buch heute Abend gemeinsam mit meinen Sohn starten mag, bin ich nach deiner Rezension erst recht gespannt, wie es auf uns wirkt, vor allem auf meinen Sohn, der zur Zielgruppe gehört.
    Danke für deine Rezension, in der du das Positive aber auch die Ecken und Kanten sehr gut zum Ausdruck gebracht hast.
    Liebe Grüße, Hibi

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    1. Guten Morgen!
      Und, wie ist der erste Eindruck?

      Ich glaube, ich komme mit AutorEN nicht so gut klar - die meisten von ihnen schreiben zu distanziert >.<

      Ganz liebe Grüße

      Steffi

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    2. Verzeih die späte Antwort, Steffi.
      Doch erst sind wir nicht zum Lesen gekommen und danach lag immer etwas anderes an. Aber jetzt war ich schon mal hier und kann kurz schreiben, dass das Buch ein "Ach-komm-ein-Kapitel-lesen-wir-noch-Kandidat" für meinen Sohn war. Er mochte Denizen gern, was ohne weiteres daran liegen kann, dass er die widersprüchlichen Gefühle und Gedanke, die Aufsässigkeit Gleichaltriger selbst erlebt.
      Mir hat die Sprache gefallen und ihm, dass Denizen nicht perfekt war, die Nicht-Monster, die düstere Atmosphäre, der aufgebrachten Mut, auch wenn man besser davonlaufen sollte.
      Seither bewegt er sich in einem Lesetief. *schnarch
      Sei mir ganz lieb gegrüßt,
      Hibi

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    3. Oh, dann liegt es vielleicht wirklich an mir und dass ich nicht in der passenden Stimmung war? Weil normalerweise habe ich mit dem Hineinversetzen in die Zielgruppe nicht so das Problem...
      Bin gespannt, was deinen Sohn wieder aus dem Loch herausholen kann :-)

      Liebe Grüße

      Steffi

      die sich auch für die späte Antwort entschuldigt - Urlaub und sauschlechter Empfang trotz "WLAN" ;-)

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Steffi & Kay