Dienstag, 5. April 2016

♂ play2live (Kirsty McKay) [Rezension]

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„Ihr werdet nicht eine Minute lang sicher sein und könnt nichts und niemandem mehr vertrauen. Euch werden versteckte Fallen erwarten und anderer Mist. Denn damit tritt der Killer in Aktion und will uns fertigmachen. Jeden Einzelnen von uns.“
(S.68)
Endlich hat es Cate geschafft. Die Aufnahmeprüfung konnte sie trotz aller Widrigkeiten bestehen. Nun ist sie Mitglied der Gilde und damit beim Spiel dabei. „Killer“ fasziniert die Jugendlichen, nur wenige Ausgewählte dürfen dabei sein. Eine willkommene Abwechslung auf der abseits von Wales gelegenen Insel Skola Island.

Die Regeln für „Killer“ sind klar beschrieben. Niemand darf ernsthaft verletzt werden. Doch in diesem Jahr ändert sich alles. Denn aus dem Spiel wird Ernst, die Regeln werden gebrochen. Damit befinden sich die Mitspieler in tödlicher Gefahr.
„play2live“ klang mit seinem Klappentext ganz wie eine für mich gemachte Geschichte. Ein Spiel, in dem die Regeln gebrochen werden, weckt definitiv meine Neugier. Deshalb habe ich auch, kaum dass das Buch bei mir angekommen ist, mit dem Lesen begonnen.

Und schon warf mich Kirsty McKay gleich mitten in ihre Geschichte. Der Beginn weckte definitiv Lust auf mehr, ich fand mich direkt im Aufnahmeritual zur Gilde wider. Die Aufgabe scheint auf den ersten Blick nicht überwindbar zu sein.

Doch Cate hat es tatsächlich geschafft. Nun kann sie an dem jährlich stattfindenden Spiel „Killer“ teilnehmen. Für das Spiel gibt es feststehende Regeln, an die sich jeder halten muss. Bis hierhin war für mich alles in Ordnung und nachvollziehbar, mein Lesedrang lief auf Hochtouren.

Das Auftauchen von Vaughan, Cates Freund aus Kindertagen, hingegen war mir zum gewählten Zeitpunkt ein kleines Rätsel und blieb auch für den Rest der Geschichte ein Mysterium für mich. Natürlich gibt es eine Erklärung, die für mich allerdings ein wenig schwammig wirkte. Seine Anwesenheit in der Geschichte muss letztendlich akzeptiert werden, denn natürlich nimmt er fortlaufend schon eine wichtige Rolle in der Handlung ein. Denn er stellt das Spiel auf eine neue Ebene. „Killer“ bekommt durch sein Eingreifen einen Cyber-Touch, eine Komponente, die den Reiz des Spiels noch erhöhen kann.

Trotz der kleinen Irritation freute ich mich auf die kommenden Seiten, wollte eintauchen in das Spiel. Das Setting selbst könnte nicht passender gewählt sein. Ein Internat auf einer Insel vor der Küste von Wales, die nur stundenweise durch eine Dammstraße mit dem Festland verbunden ist. Ideale Bedingungen für spannenden Lesestoff.

Kirsty McKay nutzte für die Erzählung ihrer Geschichte die Ich-Perspektive von Cate in Gegenwartsform. Untermauert wurde diese immer wieder von Dialogen, die mitunter humorvolle Ansätze enthielten. Durch die gewählte Sicht fühlte ich mich immer nah an der Handlung, erlebte Cates Gedanken aus erster Hand.

Ich muss sagen, dass die Geschichte auch wirklich gute Ideen und Handlungsansätze enthält. Die Autorin versucht stetig, falsche Fährten zu legen und vom Offensichtlichen abzulenken. Dies gelingt ihr auch zum großen Teil, wobei die Handlung für mich teilweise zu abstrakt konstruiert wirkte. Ich hatte zudem das Gefühl, dass sich Kirsty McKay nicht entscheiden konnte oder wollte, ob sie Spannung und Handlung eher in die Cyberwelt oder in das reale Spiel legen sollte. Meinen Lesefluss störte dies jedoch nicht wirklich gravierend.

Insgesamt schaffte es die Autorin, mich bei ihrer Geschichte zu halten. Zielstrebig wurde ich durch die Seiten gelenkt, erlebte zeitweise kleine Überraschungen und war immer neugierig, welche Richtung die Geschichte nehmen würde. Natürlich hatte ich so meine Gedanken, was die Identität des Killers betrifft. Aber bis zum Schluss hin hatte ich keine eindeutigen Hinweise, Vermutungen liefen ins Leere und die Enthüllung brachte ans Licht, was ich zwar durchaus in Erwägung gezogen, aber nicht wirklich damit gerechnet hatte.

Zum Ende hin gelingt der Autorin ein wirklich passabler Ausklang, mit dem ich gut leben konnte. Da ich nun weiß, dass mich die Geschichte gut unterhalten konnte, kann ich das Buch jetzt beruhigt zur Seite legen. Empfehlen kann ich es auf jeden Fall.
play2live“ punktet mit einer gut ausgearbeiteten Atmosphäre in Verbindung mit einem potentiell spannenden Handlungsstrang, der mich zum Großteil fesseln konnte. Meine Lesestunden auf Skola Island sind mir auf jeden Fall knappe 4 Bücher wert.

Für alle, die gern Risiken eingehen, sich dabei nicht in Schranken verweisen lassen und Gefahren als Herausforderung betrachten.




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Kommentare:

  1. Hey!
    Eine super Rezension, die man gut nachvollziehen kann!
    Bei mir hat Play2live sogar 5 Federn bekommen, da ich total gefesselt war. Durch ihren Schriebstil in der Ich-Perspektive hatte ich manchmal fast das Gefühl, dass ich mich lieber mal umdrehen sollte, weil der Killer vielleicht uach hinter mir steht.
    LG
    Yvonne

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    1. Rechtschreibfehler bitte ignorieren. Ich kann heute nicht schreiben ;-)

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    2. Huhu Yvonne,

      kann ich auch absolut nachvollziehen! Es lohnt sich auf jeden Fall, die Geschichte zu lesen :-)

      Liebe Grüße

      Kay

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  2. Huhu!

    Vom Grundthema erinnert es mich an "Panic" von Lauren Oliver und "Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen"von Jeanne Ryan - und da diese beiden Bücher mir sehr gut gefallen haben, wandert auch "play2live" jetzt mal auf die Wunschliste. :-)

    Schöne Rezi, da bekommt man direkt eine gute Vorstellung von dem Buch!

    LG,
    Mikka

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    1. Huhu Mikka,

      vielen lieben Dank. Ja, die Richtung passt auf jeden Fall. Das Buch könnte dir also gefallen. Wünsche dir viel Spaß mit der Geschichte, wenn es soweit ist :-)

      Liebe Grüße

      Kay

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Steffi & Kay