Freitag, 5. Februar 2016

☺ Die Wunschbox - Das Geheimnis des Professors (Martyn Ford) [Rezension]

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 Eine zufällige Begegnung im Hotel seiner Zieheltern macht Tim neugierig auf die Forschung von Professor Eisenstein und Tim „testet“ aus lauter Neugierde das seltsame Gerät, das der Professor so sorgsam beschützt.
Ein Test mit Folgen: Denn Tim ist der erste, der zu Professor Eisensteins Theorie praktische Ergebnisse liefert. Er hat die „Wunschbox“ erfolgreich ausprobiert.
Doch ein Gerät, das einfach alles erschaffen kann, was man sich ausdenkt, zieht besondere Aufmerksamkeit auf den Erfinder.
Als Professor Eisenstein plötzlich verschwindet, macht sich Tim mit seinem erdachten und aus der Wunschbox „gezauberten“ sprechenden Zwergseidenäffchen und der Enkelin des Professors auf die nicht ungefährliche Suche.
 Das wirklich niedliche Cover lässt im ersten Moment auf eine lockere und leichte Geschichte für eine jüngere Zielgruppe schließen. Dass die Altersempfehlung ab 10 aber durchaus berechtigt ist, erkennt man im Laufe der Geschichte.

Die Einführung von Protagonist Tim gelang dem Autor sehr gut. Tim wohnt bei Pflegeeltern, distanziert sich von allen, um ja keine Beziehung aufzubauen. Das ist mit ein Grund, warum er die „Zusammenarbeit“ mit dem Professor so schätzt, der in ihm etwas Besonderes sieht.
Nach dem Verschwinden von Professor Eisenstein entwickelt sich das Buch zu dem erwarteten Kinderkrimi, stets darauf bedacht, zu begründen, warum hier Kinder „ermitteln“ und nicht die Polizei eingreift. Die Bedrohung steigt konstant an, aber auch im Verborgenen tut sich einiges.
Die Wunschbox produziert alles, was man sich erdenkt. Nur was passiert, wenn die dominanten Gedanken unvorstellbare Ängste sind, wahre Albträume? Auch wenn es gemäß Professor und der wissenschaftlich/technische Seite des Buches unmöglich scheint (der technische Teil ist nur nebenbei erwähnt und eigentlich nur als Begründung für die Grundidee notwendig)?

Der Schreibstil ist einfach gehalten (abgesehen von den kurzen wissenschaftlichen Erklärungen) und die Dialoge sind durchaus humorvoll (ein sprechendes Äffchen hat so einiges drauf!).
Die Charaktere sind authentisch, wenn auch ein klein wenig klischeehaft (der Professor), die Entwicklung insbesondere von Protagonist Tim ist deutlich spürbar.

Gegen Ende des Buches wird aus dem lockeren Kinderkrimi jene ab-10-Jahre-Geschichte, die teils erschreckend gruselig ist, ehe der Autor das Buch alterstypisch gut ausklingen lässt.
„Die Wunschbox – Das Geheimnis des Professors“ ist ein Kinderkrimi mit einer besonderen Grundidee und einer Tiefgründigkeit über Ängste und Sorgen, die man von dem sehr jungen Cover nicht erwartet. Uns hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn es gegen Ende hin für Zartbesaitete eine Spur zu gruselig sein könnte. Knappe 5 Spielsachen für Tim und die Wunschbox.




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Liebe Grüße

Steffi & Kay