Samstag, 20. Februar 2016

♂ Das Licht von Aurora- Im Schatten der Welten (Anna Jarzab) [Rezension]

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„Die Tür führte ins Ungewisse und zwang mich, mir Gedanken darüber zu machen, wohin ich unterwegs war, und erinnerte mich gleichzeitig an das, wo ich schon einmal gewesen war.“
(S.46)

„Ich spürte die Kluft zwischen uns größer und größer werden, während wir dort saßen und einander anstarrten. Halb verliebt, halb verloren.“
(S.285)
Sasha ist wieder auf der Erde. Und sie ist verzweifelt. Sie weiß nicht, ob Thomas noch lebt. Wüsste Sasha, dass Thomas in Aurora kurz vor der Hinrichtung steht, würde sie verrückt werden. Eine geheime Botschaft gibt ihr Hoffnung. Sie findet tatsächlich einen Weg nach Aurora. Doch ihr Glück hält nicht lange an. Denn sie gerät prompt wieder in die Fänge des Generals. Und Thomas, der tatsächlich noch lebt, gibt sich unnahbar. Doch das ist vorerst das kleinste Problem. Denn auch eine große Aufgabe wartet auf Sasha, die ihr alles abverlangen wird.
Nach dem Lesen des ersten Teils der Aurora-Reihe wurde ich richtig neugierig auf die Fortsetzung. Diese Viele-Welten-Idee hatte so viel Potential, dass ich einfach wissen musste, wie es weitergeht. Nachdem nun endlich „Das Licht von Aurora – Im Schatten der Welten“ bei mir eingetroffen war, durfte es nicht lange ungelesen im Regal verbringen. Nun konnte ich mich wieder in dieses gut erdachte Szenario stürzen.

Definitiv war ich gleich beim Einstieg wieder mitten in der Geschichte angekommen. Ich erlebte Thomas´ Ängste hinsichtlich der bevorstehenden Ereignisse und konnte die Sehnsucht von Sasha förmlich greifen. Es war beim Lesen irgendwie so, als ob ich nie weg gewesen war. Alles war noch sehr präsent und vorstellbar.

Sasha hat eigentlich keine Möglichkeit, wieder nach Aurora – also zu ihrem geliebten Thomas – zu kommen. Es schmerzt sie unheimlich nicht zu wissen, wie es Thomas nach ihrer Rückkehr zur Erde ergangen ist. Und ihre Befürchtungen sind nicht unbegründet. Denn Thomas ist in großer Gefahr. Aus eigener Kraft kann er die Situation nicht retten. Doch das Schicksal hat es gut mit ihm gemeint. Zumindest vorerst. Sein eigentlicher Kampfgeist wird immer wieder gefragt sein.

Die Idee in diesem zweiten Teil wurde von Anna Jarzab eindeutig weiterentwickelt. Nun hat sie auch eine dritte Ebene – das Universum Taiga – immer wieder einflechten können und so meine Neugier auf den weiteren Fortgang der Geschichte angeschürt. Gab es bisher Sasha und Juliana, die eine gedankliche feste Beziehung als Analoge zueinander haben, kommt nun auch Selene, ein dritter Analog aus dem Universum Taiga zum Zug. Eine Welt, die vor einhundert Jahren durch den Einschlag des Kometen Typhos nahezu unbewohnbar geworden ist. Auf Taiga kann das Leben nur in einer ganz bestimmten Konstellation wieder erwachen. Deshalb hat Selene eine Mission. Eine Mission, die ihr Universum retten kann. Doch wenn sie versagt, waren alle Bemühungen umsonst.

Anna Jarzab brachte mich mit ihrem Schreibstil wiederum nicht davon ab, von den Seiten zu lassen. Flüssig und gut vorstellbar beschrieben führte sie mich durch ihre Geschichte. Angedeutete Längen verflogen nach kurzer Zeit und ließen mich im Lesefortschritt nicht aufhalten. Diese kleinen Leerläufe bereiteten letztendlich den Boden für die kurz darauf folgenden Spannungsbögen und geraten im Nachhinein fast ins Vergessen.

Die Autorin hat als Hauptperspektive wiederum die Sicht von Sasha in Vergangenheitsform gewählt. Jegliche andere Sichten – Thomas, Juliana, Selene – sind ebenfalls immer wieder dominierend in dritter Person Vergangenheit eingeflossen. Darüber hinaus kann man eine gedankliche Verbindung zwischen den Analogen an einer anders gewählten Schriftart deutlich erkennen.

Die Charaktere selbst waren für mich sehr vorstellbar beschrieben. Ich hatte von ihnen, trotz wirklich nicht überdetailliertem Schreibstil, immer eine bildliche Vorstellung. Die Handlungen waren für mich greifbar, von der Autorin gedachte Sympathien und Antipathien konnte ich spüren. Auch wenn die Beziehung zwischen Sasha und Thomas natürlich eine wichtige Rolle spielt, nahm sie in einigen Szenen zumindest für mich in dieser Form eine etwas unpassende Rolle ein. Aber auch dies ist letztendlich als nebensächliche Randnotiz zu betrachten.

Auch mit dem Ende im zweiten Teil heizt Anna Jarzab wieder die Neugierde auf die weiteren Geschehnisse an. Die Autorin überlässt ihrer Protagonistin eine schwere Wahl, bei der es keine Wahrheit gibt. Mich hat sie nun neugierig auf den Folgeband, den ich hoffentlich ganz bald in den Händen halten werde, zurückgelassen.
Das Licht von Aurora – Im Schatten der Welten“ setzt unmittelbar auf die Handlung des ersten Bandes auf, bringt dabei jedoch neue Handlungsstränge ins Spiel, die ich interessiert verfolgen konnte. Meine Lesestunden in der Viele-Welten-Welt sind mir deshalb sehr gute 4 Bücher wert.

Für alle, denen Vertrauen wichtig ist, dabei mit Enttäuschungen umgehen können und dennoch ihren Glauben an Aufrichtigkeit nicht verlieren.
1. Das Licht von Aurora
2. Das Licht von Aurora – Im Schatten der Welten
3. Untitled (ET noch nicht bekannt)



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Kommentare:

  1. Hallo ihr beiden,

    eine sehr schöne Rezension :) Ich habe Band 1 schon gelesen und geliebt. Auf Band 2 warte ich noch sehnsüchtig, aber deine Rezi hat mir gerade solch eine Lust auf die Fortsetzung beschert, dass dieses Buch nicht zu lange auf meiner Wunschliste verweilen darf.

    Herzlichen Dank für diese Rezi. Man merkt beim Lesen derer, wie sehr es dir gefallen hat. Ich freue mich schon jetzt darauf!

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Caterina

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    1. Hallo Caterina,

      vielen lieben Dank. Diese Fortsetzung hat sich wirklich gelohnt und ich mochte die Geschichte. Wünsche dir dann ganz viel Spaß mit dem zweiten Teil, wenn du ihn dann liest :-)

      Liebe Grüße und ebenfalls schönes Wochenende

      Kay

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    2. Hey Kai,

      danke für deine Antwort :) Ich hatte mich mit Steffi schon über dieses Buch unterhalten und sie war ja wirklich begeistert von beiden Büchern. Sieht man deiner Meinung nach eine Steigerung im zweiten Teil oder würdest du sagen, dass beide gleich gut sind? Meine Einstellung dazu wird sich ja dadurch nicht ändern, trotzdem bin ich ein wenig neugierig ;)

      Liebe Grüße, Caterina

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    3. *Kay meine ich natürlich ;) Ich war gerade mit den Gedanken woanders ^^

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    4. Huhu Caterina,

      im ersten Teil fand ich den Überraschungseffekt mit der Viele-Welten-Idee klasse, im zweiten Teil dann die konsequente Fortführung und Ausweitung. Ich würde sagen, das Niveau selbst ist ungefähr gleich...Wünsche Dir dann ganz viel Spaß :-)

      Liebe Grüße

      Kay

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    5. Hey Kay,

      das liest sich doch schon mal hervorragend, dass sowohl Band 1 als auch Band 2 deiner Meinung nach auf einem Level sind. Das freut mich sehr.

      Danke, ich hoffe das Buch kann mich genauso begeistern, wie dich :)

      Liebe Grüße, Caterina

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    6. Hi Caterina,

      bin ja schon gespannt, wie es dir gefallen wird :-)

      Liebe Grüße

      Kay

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  2. Hallo Kay,

    ich muss mir das buch noch kaufen, aber ich mochte den ersten Teil schon unheimlich gerne. Also bleibt mir eigentlich nicht anders als auch den zweiten zu lesen, besonders wenn er laut eurer Rezi tatsächlich auch auf dem Niveau geblieben ist und ich mich auf ein gutes Lesen freuen kann ;)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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    1. Hallo Ruby,

      die Fortsetzung solltest du dir definitiv nicht entgehen lassen. Die Reihe gefällt mir bisher richtig gut. Freue mich schon wie verrückt auf das Finale! Wünsche dir dann viel Spaß mit dem Band, wenn du ihn dann hast :-)

      Liebe Grüße

      Kay

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Steffi & Kay