Donnerstag, 15. Oktober 2015

☺ Ghostsitter - Geister geerbt (Tommy Krappweis) [Rezension]

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Tom lebt bei seiner Großmutter, die eigentlich gar nicht seine Großmutter ist. Dennoch hat deren Bruder Heinrich ihm nach seinem Ableben etwas vererbt.
Doch schon bei der Testamentseröffnung kommt es zu einem Zwischenfall. Der mysteriöse Zoracz bietet Tom eine Menge Geld, wenn er das Erbe – eine alte Geisterbahn – nicht antritt.
Als Tom ablehnt, greift Zoracz Begleiterin ein – und zwischen ihr und „Onkel Welf“ entbrennt ein Kampf, der alles andere als alltäglich ist.

Letztendlich tritt Tom sein Erbe an – doch als er die heruntergekommene Geisterbahn sieht, die nun für Jahre sein Lebensmittelpunkt sein soll, ist er enttäuscht. Bis er sie austestet und die Gänsehaut nicht mehr zu stoppen ist: Denn das Geistermädchen, die Mumie, der Vampir und der Zombie sind alle echt. Tom hat Geister geerbt.

Und leider gibt auch der miesepetrige Zoracz nicht auf.


Tommy Krappweis‘ Humor in Jugendbüchern war mir bereits von der Reihe „Mara und der Feuerbringer“ bekannt. Daher war ich sehr gespannt, wie er diesen Humor für eine noch jüngere Zielgruppe umsetzt.

Der Einstieg in „Ghostsitter“ geschieht sehr schnell. Es dauert nicht lange, dann ist es so weit und Protagonist Tom hat seine „Geister geerbt“. Doch dass das nicht allzu leicht ist, muss er erst noch herausfinden.
Denn bevor es auf die vielen Volksfeste geht, gibt es noch ein nicht ungefährliches Problem zu lösen: Tom muss sich – wie sein „Onkel Heinrich“ zuvor – einem Blutritual unterziehen, um sich mit seiner Truppe zu verbinden. Und irgendwie müssen sie die Dämonen loswerden, die mit bluttriefenden Säbeln herumsauen und doofe Sprüche von sich geben.
Wer die auf die Geisterbahn angesetzt hat, ist Tom und den anderen schnell klar.

Der Schreibstil ist definitiv dem jungen Zielpublikum angepasst, die Dialoge strotzen nur so von zielgerichtetem Humor.
Leider wird die Spannung meiner Meinung nach sehr künstlich in die Höhe gehalten, indem man (Tom) nie erfährt, warum Zoracz es auf die Geisterbahn abgesehen hat. Da es aber noch eine Fortsetzung geben wird – und mein Sohn das nicht als wirklich störend empfand – kann ich darüber größtenteils hinwegsehen.

Das Aufgreifen „alltäglicher“ Probleme wurde ebenfalls bislang eher angeschnitten (beispielsweise die Eifersucht von Geistermädchen Mimi), hier erhoffe ich mir für die Fortsetzung ebenfalls etwas mehr Tiefe. Das Verschwimmen von Gut und Böse hingegen empfand ich als sehr gelungen, ebenso wie das vorerst beruhigende Ende nach einem „blutigen“ Showdown.

 „Geister geerbt“, der Auftakt von Tommy Krappweis‘ „Ghostsitter“-Reihe besticht vor allem durch seinen jugendlichen, zielgruppenorientierten Humor und lässt die Grenzen von Gut und Böse verschwimmen. Ein gelungener Reihenauftakt mit etwas Luft nach oben, der seine 4 Spielsachen durchaus verdient hat.



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Liebe Grüße

Steffi & Kay