Mittwoch, 7. Oktober 2015

♂ Die 100 - Tag 21 (Kass Morgan) [Rezension]

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„Sie lächelte in der Dunkelheit. Jetzt war vielleicht ihr Leben in Gefahr, aber es war zumindest endlich ein Leben, für das es sich zu kämpfen lohnte.“
(S.46 von 184, E-Book)
Die Jugendlichen stoßen an ihre Grenzen. Panik breitet sich aus. Zu frisch sind der Angriff der Erdgeborenen und der Tod Ashers. Alle sind in großer Gefahr.

Bellamys Schwester konnte noch nicht gefunden werden. Er setzt alle Hebel in Bewegung, ihre Spur zu finden. Doch dann wird er ausgebremst. Hat er die richtige Entscheidung getroffen?

Der Sauerstoff auf den Raumschiffen droht auszugehen. So manches Opfer muss gebracht werden, doch die Hoffnung bleibt. Es gibt nur noch einen Weg, diesem Ende zu entgehen. Doch dieser könnte auch den Tod bedeuten.
Nachdem mir der erste Teil dieser Reihe bereits gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Kaum hatte ich nun „Die 100 – Tag 21“ in der Hand, musste ich es sofort lesen. Zu gespannt war ich auf das Schicksal der auf die verseuchte Erde geschickten Jugendlichen.

Schnell war ich auch wieder ein Teil dieser Welt. Eigentlich fühlte es sich an, als sei ich nie weg gewesen. Zu präsent waren noch die kürzlich geschehenen Ereignisse. Die Lage spitzt sich zu. Alles droht außer Kontrolle zu geraten.

Zum Glück hat Wells mehr oder weniger noch alles im Griff. Doch es gibt gegensätzliche Tendenzen. Die Lage ist angespannt. Auch Clarke scheint ihm seinen Fehler nicht verzeihen zu wollen. Eigentlich wollte Wells damals niemandem schaden. Einzig und allein die Ungerechtigkeit zu beenden, stand ihm im Sinn. Dass daraus noch mehr Ungerechtigkeit entsteht, war ihm nicht bewusst. Er leidet, vor allem, weil er mit ansehen muss, wie Clarke mehr und mehr auf Bellamy eingeht.

Aber auch hier scheint ein Bruch vorprogrammiert. Zu extrem ist Clarkes Geheimnis. Und der Druck auf Clarke wird größer, als sie mehr Informationen zur Vergangenheit erhält. Zu Verzeihen gibt es hier nichts. Geschehen ist geschehen. Clarke würde alles tun, um dies ungeschehen zu machen. Die Vergangenheit verändern kann sie jedoch nicht. Und so muss sie mit den Konsequenzen leben.

Kass Morgan wählte auch für die Fortsetzung die Darstellung in Vergangenheitsform aus dritter Person. Ich erlebte verschiedenen Sichten, angefangen von Wells Eindrücken bis hin zu Bellamys Gedanken. Ein Spannungslevel war nicht unbedingt durchgängig vorhanden, der Neugier-Aspekt machte es mir dennoch schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Eingebaute Rückblicke waren zeitweilig nicht unbedingt sofort erkennbar. Als ich mich darauf eingestellt hatte, wurde das Lesen dann jedoch flüssiger. Diese Rückblicke tauchten manchmal an Stellen auf, an denen ich sie nicht erwartet hatte. Und doch gaben genau diese Blenden nochmals ein anderes Bild auf die Geschehnisse und ließen eine Bewertung zu.  

Die Handlungsabläufe und die Entscheidungen der Charaktere wirkten mitunter ein wenig impulsgesteuert und dadurch etwas abgehackt. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass die Autorin mit ihren Gedanken schon etwas zu weit vorangeschritten war, bevor es zu Papier gebracht wurde. Auch fehlten mir in manchen Szenen doch einige Erläuterungen oder weitere Erklärungen. Natürlich hielt mich das nicht davon ab, die Geschichte zu genießen, kleine Stolpersteine waren hierbei aber dennoch zu überwinden und vorprogrammiert.

Klasse fand ich immer wieder den Perspektivenwechsel zwischen den Jugendlichen auf der Erde und den Geschehnissen auf den Raumschiffen. Harte Entscheidungen mussten getroffen werden bis hin zu Urteilen über Leben und Tod. Und doch lassen nicht alle diese Entscheidung für sich gelten und nehmen den Kampf auf. So aussichtslos wie er auch sein mag. Und tatsächlich gibt es noch den einen oder anderen Gewinner. Natürlich auf Kosten eines Schwächeren.

Kass Morgan hat natürlich nicht versäumt, einen enormen Showdown in die Geschichte einzubetten, mit dem die Spannung nochmals ziemlich hoch steigt. Die Autorin lässt die Erlebnisse der Handlung mit einer Gewissheit ausklingen, die mich trotz meiner Kritikpunkte sehr neugierig auf den nächsten Teil zurücklässt.
In „Die 100 – Tag 21“ konnte ich wiederum spannende Leseeindrücke sammeln, den Charakteren zur Seite stehen und mich in Handlungen hineindenken. Meine Erlebnisse in der Zeit nach dem Ereignis sind mir allemal knappe 4 Bücher wert.

Für alle, die Entdeckungen aufgeschlossen gegenüberstehen, Rückschläge verkraften können und dennoch ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren.
1. Die 100 (Rezension)
2. Die 100 – Tag 21
3. Homecoming (OT, ET 2015)




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Kommentare:

  1. Wie immer eine tolle Rezi! :)
    Ich bin schon wahnsinnig gespannt, was mich im zweiten Band erwarten wird!

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    1. Dankeschön, Binzi :-) Wünsche dir ganz viel Spaß mit der Fortsetzung :-) Liebe Grüße, Kay

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  2. Huhuu Kay!

    Ich habe es auch mit 4/5 bewertet. Das Ende! Dieser Showdown! Der Cliffhanger!
    Ich hatte Probleme damit, das Geschehen von dem in der Serie zu trennen. Aber da kann das Buch nichts für. Bei den Rückblenden bin ich mir nicht sicher, ob das nicht nur an unserer Version liegt...

    :-*
    LG
    Sabrina

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    1. Huhu Sabrina,

      die Serie beeinflusst definitiv. Auch wenn ich das zum größten Teil ausblenden konnte, weil man es nunmal eindeutig trennen sollte. Ich hoffe, dass die Rückblicke nur in unserer Version nicht eindeutig erkennbar sind! Beim ersten Teil hätte ich auch Anmerkungen gehabt, habe es aber nur auf die Vorabausgabe geschoben. Und dann war es beim endgültigen Exemplar doch noch drin. Also merke ich es lieber gleich an ;-)

      Liebe Grüße

      Kay

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  3. Hallöchen :)
    Ich musste hier gleich mal vorbeischauen, nachdem ich gerade die Rezension zum ersten Teil gelesen und endlich jemanden gefunden habe, der das Buch genauso gut fand wie ich, juhu!
    Dieser hier muss bis jetzt leider noch auf meiner Wunschliste sein Dasein fristen, also brauchte ich eine zuverlässige Meinung, ob es sich lohnt, ihn zu kaufen :D
    Ich denke, ich werde michnun doch nicht mehr lange zurückhalten können...
    Danke für die tolle(n) Rezension(en)!
    LG, Bianca
    #Clockwork

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    1. Liebe Bianca,

      das Problem bei "Die 100" scheint echt zu sein, wenn man die Serie vorher gesehen hat. Zum Glück war das wohl bei mir nicht der Fall, deswegen liebe ich die Bücher bisher auch. Und genau deshalb hat wahrscheinlich auch der zweite Buchteil so gut abgeschnitten. Habe mich da nicht beeinflussen lassen :-)

      Liebe Grüße

      Kay

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  4. Ich überlege schon eine Weile ob ich das die Bücher lesen soll oder nicht.. Weil meistens wenn ich den Film oder die Serie von einem Buch vorher gesehen habe komme ich nicht in das Buch rein..
    Aber ich denke ich werde es mal versuchen.. Deine rezi war sehr vielversprechend was das Buch betrifft...

    Lg alex

    #Clockwork

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    1. Hallo Alex,

      wenn du die Serie schon kennst, solltest du diese beim Lesen ausblenden können...Bücher und Serie haben im Endeffekt zwar nur noch die Grundidee gemeinsam, aber Vergleiche zieht man ja trotzdem automatisch...

      Liebe Grüße

      Kay

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  5. Ja hab schon gehört das die Bücher anders sein sollen als die Serie..
    Aber auf einen Versuch kommt es an.. Malschauen ob ich die Serie ausblenden kann..

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    1. Hi Alex,

      bin ja dann mal echt gespannt, wie dir die Bücher gefallen :-)

      Liebe Grüße

      Kay

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Steffi & Kay