Dienstag, 31. März 2015

♀ Selection - Der Erwählte (Kiera Cass) [Kurzrezension]

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Auch wenn ich weniger begeistert von "Selection" und "Die Elite" war als so manch anderer und ich auch durch die englische Fanpage bereits gespoilert wurde und wusste, wie es ausgeht, wollte ich dennoch wissen, wie es dazu kam und habe zu "Der Erwählte" gegriffen.

Nach wenigen Worten von Friederike Wolters war ich wieder mitten im Geschehen und dem Kampf um Prinz Maxon. Vier Mädchen sind noch übrig und kämpfen mit immer härteren Bandagen, was zweifellos zu sehr seltsamen Wandlungen in Protagonistin America führt. Ein Verhalten, das so gar nicht zu ihr und ihrer bisherigen Art passte. Schlimmer fand ich jedoch das innere Drama: Solange noch drei weitere Mädchen zur Auswahl stehen, möchte America Maxon keinesfalls ihre Liebe gestehen. Dieser jedoch hält eine Entscheidung zurück (und somit besagte drei andere im Palast), solange America ihre wahren Gefühle nicht offenbart. Auch die Sache mit Aspen bleibt so lange in der Schwebe, weil America ihrerseits ihn "in der Hinterhand" behalten und so alle Möglichkeiten offen halten möchte. Die gesamte Geschichte nur auf diesem "Du musst es zuerst sagen" oder „wichtige Aussprachen verhindern“ aufzubauen, fand ich für meinen Geschmack zu wenig.

Viel lieber hätte ich mehr von außerhalb des Palasts gehört. Denn die Südrebellen kämpfen immer härter und bedrohen die Kasten der Elite-Mädchen, töten etliche Menschen. Doch gleichzeitig kommt es zu einem interessanten Gespräch und späteren Erkenntnissen, die Americas Leben erneut umwerfen.
Um den Höhepunkt (die Entscheidung) hinauszuzögern, hat Kiera Cass America immer wieder Steine in den Weg gelegt und die entscheidenden Worte verhindert, was mich sicher zur Verzweiflung getrieben hätte, wenn ich mehr mit America hätte mitempfinden können. So jedoch verursachte diese Taktik eher Augenverdrehen und ich hätte die beiden am liebsten angeschubst, um die Sache zu beschleunigen.

Nichtsdestotrotz hörte ich der Sprecherin gerne zu und schwang mich von Drama zu Drama dem Höhepunkt entgegen.
Die Trilogie rund um America und ihre beiden Männer endet zufriedenstellend, im Juli wird es schon mit „Der Kronprinzessin“, der nächsten Generation, weitergehen.

Uns erwartet ein ganz anderer weiblicher Charakter, der uns durchaus überraschen könnte, wurde mir gesagt.
Auch "Der Erwählte" hielt sich auf dem Niveau der Vorgänger und rief in mir durch die vielen inszenierten kleinen Dramen als Verzögerungstaktik nicht gerade Begeisterungsstürme aus. Dennoch war auch der dritte Band der Reihe wieder so kurzweilig, dass ich an dieser Stelle 3 Bücher vergebe.
1. Selection (Rezension)
2. Selection - Die Elite (Rezension)
3. Selection - Der Erwählte



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Kommentare:

  1. Halli hallo

    Hi hi ich fand ja diesen Band am schlechtesten ;) mit drei Sternen, langweilig und oberflächlich.
    Irgendwie war alles Friede Freude Eierkuchen und damit meine ich natürlich nicht die Ereignisse gegen Ende ;) danach werden ein paar Tranchen vergossen und das Leben geht weiter.
    Ich denke für mich ist jetzt definitiv Schluss ;)
    Liebe Grüsse
    Bea

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    1. Ich werde mir die Meinungen zur Kornprinzessin anschauen und dann endgültig entscheiden. Aber ich fürchte, wer da weiterliest schwärmt sicher so oder so :-)

      Liebe Grüße

      Steffi

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  2. Aber gerade das passt doch zu der ganzen Geschichte :'D
    Vielleicht bin ich einfach zu alt dafür?

    Liebe Grüße

    Steffi

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    1. Ja da hast du schon recht ;)
      Band eins hat mich damals überrascht den ich mochte ihn eigentlich recht gerne, irgendwie hätte ich dann einfach in den Folgebänden viel mehr erwartet...

      Hi, hi jaaaa das frage ich mich auch langsam aber sicher...;)

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  3. Na Gott sei Dank lobst du das Buch nicht auch noch in den Himmel, sonst müsste ich glauben, dass ich die einzige wäre, die Kritikpunkte an der Reihe sieht! :D Schöne Rezension! :)

    Liebste Grüße,
    Nazurka

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    1. Danke fürs Feedback. Ich bin jedesmal froh, wenn auch mal kritischere Stimmen kommen. Dieses ganze Lob für die Reihe kann ich leider nicht so wirklich nachvollziehen :-)

      Liebe Grüße

      Steffi

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  4. Hallo Steffi,

    es ist ja gar nicht so einfach, eine Rezension zu finden, die nicht ausschließlich schwärmend von dem Buch berichtet. Fast dachte ich schon, dass es nur mir anders ergangen ist....bis ich auf deine Rezi gestoßen bin.
    In den Kommentaren hast du das Alter als Faktor angesprochen, warum man nicht hin und weg ist.
    Dem mag ich so mal zustimmen.
    Ob ich die Kronprinzessin lese werde. lasse ich mir offen.

    Sonnige Sonntagsgrüße,
    Hibi

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  5. Hey :)
    Also ich habe auch ein sehr kritischen Blick auf die Bücher.
    Die Idee an sich fand ich eigentlich mega gut, nur die Umsetzung war mir einfach zu kitschig und stellenweise auch viel zu unlogisch. Obwohl ich eigentlich nie etwas gegen eine gute Liebesgeschichte habe, war es manchmal schon echt schlimm - besonders gegen Ende hin mit den Liebesbriefen und alles. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass America sich auflehnt und dieses System hasst (ja tut sie am Anfang auch, aber dann will sie ja doch um Maxon 'kämpfen').
    Und da ist auch schon mein nächstes Problem. Ich habe so oft gelesen, dass Leute sich gut mit America identifizieren konnten. Bei mir war das gar nicht so. Ihre Unentschlossenheit und ihr ständiges Geweine.. aaahhh
    Am schlimmsten war aber das Ende für mich. Da baut die Autorin drei Bücher lang den Konflikt zwischen den dreien auf und damit auch die Konsequenzen für Aspen, wenn die Wahrheit ans Licht kommt. Sie verdeutlicht dies ja sogar mit Marlee und ihrem Soldaten und dann.. und dann? Wird es in ein paar Seiten abgehandelt, wo Maxon ihr alles verzeiht und Aspen sie auf einmal auch nicht mehr liebt. Obwohl Maxon ja nicht mal das Recht hat deswegen sauer zu sein, schließlich hatte er gleichzeitig drei weitere Frauen. Und das Aspen sie zum Altar führt, war mir auch zu übertrieben und jaaa. Das Ende war aber relativ abgeschlossen.
    Dabei ist der Schreibstil wirklich gut. Es liest sich schnell und flüssig. Das ist bestimmt auch der Grund, dass ich bis zum letzten Band durchgehalten hat. Und mal sehen vielleicht geb' ich Kronprinzessin noch eine Chance.
    Meine Erwartungen waren glaube ich einfach zu hoch und ganz ganz andere und dann funktioniert das bekanntlich ja nie.
    Aber es ist wirklich sehr angenehm endlich mal von Menschen zu lesen, die nicht hin und weg davon sind. Kann deine Probleme mit dem Buch sehr gut verstehen :)

    Achso und das soll auch noch eine Bewerbung für die Clockwork Trilogie sein. Aaaalsooo #Clockwork

    Grüße
    Anne ;)

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    1. Ich stehe auch immer relativ alleine da. Meine Erwartungen waren auch einfach andere. Die Rebellen waren ja wirklich so gut wie nicht präsent.
      Meine Kollegin Amelie hat es mal ganz nett ausgedrückt: Die Rebellen brechen ins Schloss ein, um Bücher zu stehlen.
      Was wollen sie denn nur mit Büchern?
      Sie müssen Feuer machen.

      Natürlich... Im Wald um das Schloss herum gibt es ja auch keine Möglichkeit, Nahrung für ein Feuer zu finden.

      Ich konnte mich mit America auch nicht identifizieren. Sie war sprunghaft, teils unlogisch und immer wieder so schrecklich naiv, was echt schade war.

      Ganz liebe Grüße und du bist im Lostopf.

      Steffi

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Steffi & Kay