Donnerstag, 22. Januar 2015

♀ Töchter des Mondes - Schicksalsschwestern (Jessica Spotswood) [Rezension]

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Die Schwestern haben die Mädchen aus Harwood gerettet, doch Cate hat dafür einen hohen Preis bezahlt: Ihre eigene Schwester Maura hat Cates großer Liebe Finn die Erinnerungen an Cate gestohlen.

Die Prophezeiung, dass eine Schwester die andere töten würde, klingt für Cate plötzlich nicht mehr so unglaublich wie vor Mauras Tat.

So gespalten wie Cate, Tess und Maura ist auch die Schwesternschaft. Inez hat sich zum neuen Oberhaupt ernannt und zieht immer härtere Geschütze auf, um das Land von der Bruderschaft zu befreien und selbst zu regieren. Und dafür schreckt sie nicht vor Opfern zurück.
Wie sehr habe ich diesem Finale entgegengefiebert. Nach der letzten (fiesen, bösen, intriganten…) Wendung von Band 2 musste ich „Schicksalsschwestern“ so schnell wie möglich lesen.

Das Buch beginnt mit der Wiederholung DER Schreckensszene aus Band 2: Cates Kontakt mit dem erinnerungsgelöschten Finn und ihre Erkenntnis, dass ihre eigene Schwester Maura ihr das angetan hat. Sofort war mein Groll auf Maura wieder zurück und ich konnte Cates Gefühle, ihren Hass voll und ganz nachempfinden. Doch es kommt noch schlimmer.

Nicht nur Maura trägt Schuld daran, denn sie hat auf Anweisung von Inez gehandelt, die der Herrschaft der Bruderschaft ein Ende bereiten will. Den Anfang hat sie bereits gemacht, indem sie 11 der 12 obersten Brüder geistig so manipuliert hat, dass sie auf dem Stand von Säuglingen sind.
Leider ging Cates Plan nicht auf, den zwölften Bruder Brennan an die Macht zu bringen, indem sie ihn vor Inez‘ Angriff schützt – er musste untertauchen und wird verdächtigt, mit den Hexen gemeinsame Sache zu machen. Das Unheil setzt sich fort, als auch noch ein Unterschlupf der aus Harwood geretteten Mädchen aufgefunden wird und der neue oberste Bruder O’Shea kurzerhand die Hinrichtung dieser 60 Mädchen anordnet. Inez weigert sich, die Schwestern offiziell eingreifen zu lassen – aber Cate kann diesem Massenmord nicht zusehen.

Dieser finale Band strotzt vor Intrigen und Emotionen der gesamten Bandbreite: Cate hasst Maura für das, was sie getan hat, Tess versucht, die Familie zusammenzuhalten, prallt jedoch an der Uneinsichtigkeit von Maura ab, die in Inez die Person gefunden hat, die ihr etwas zutraut, sie schätzt, sie versteht. Und doch ist sie nur Mittel zum Zweck.

In New London selbst breitet sich eine Seuche aus, der Unmut der Bevölkerung wächst und der Graben zwischen arm und reich, zwischen Arbeitern und Bruderschaft wird immer größer. Ein Umstand, den die Untergrundorganisation einfach ausnutzen muss.

Am meisten gewartet habe ich persönlich ja auf die erste Begegnung von Cate und Finn. Ich hatte nicht daran geglaubt, dass wirklich alles ausgelöscht ist, was die beiden je verband. Umso größer war der Schmerz, den ich Cate nachempfinden konnte. Jessica Spotswood hat jedoch einen ausgesprochen realistischen und nachvollziehbaren Weg gewählt, der Cate und mich durch Höhen und Tiefen führte, dennoch nie zu dominant wurde. Denn die Schwestern, die Hexen und der Kampf gegen die Bruderschaft dominieren das Buch und ich folgte den Mädchen über viele Hindernisse hinweg dem Ende entgegen.
Trotz des flüssigen und leichtgängigen Stils der Autorin hatte ich das Gefühl, dass die Szenarien teilweise zu konstruiert wirkten und ich manche Emotionen aufgrund ihrer Vielzahl (und der Vielzahl an Nebencharakteren) nicht immer nachvollziehen konnte.

Auch dieser finale Band der „Töchter des Mondes“ ist nicht von nervenaufreibender Spannung geprägt, sondern lebt von Emotionen. Hass, (unerwiderter) Liebe, Gier nach Macht oder auch Beachtung. Allein damit hielt mich die Autorin bei der Stange und führte mich durch die Seiten, stets die Prophezeiung oder auch Tess‘ Visionen im Hinterkopf.

Ein dramatischer Showdown, in dem Jessica Spotswood alles an magischen Momenten herausgeholt hat, leitet zu einem realistischen und für mich äußerst gelungenen Ende.
„Töchter des Mondes – Schicksalsschwestern“ steht den Vorgängern in nichts nach. Emotionen aller Art, Intrigen, jede Menge Magie und neue Schrecken der Bruderschaft, gepaart mit dem flüssigen und ansprechenden Stil von Jessica Spotswood sorgten dafür, dass das Trilogie-Finale trotz kleinerer Unebenheiten sehr gute 4 Bücher erhält.

Für die Fans der Reihe ein Muss, die Leser von Band 2 haben es sicher schon zuhause.
Für alle, die Hexen in einem historischen Setting, starke und selbstbewusste Frauen im Kämpf gegen die Herrschaft der Männer mögen, eine klare Empfehlung.
1. Töchter des Mondes – Cate (Rezension)
2. Töchter des Mondes – Sternenfluch (Rezension)
3. Töchter des Mondes – Schicksalsschwestern



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Kommentare:

  1. Halli hallo

    Ich habe das Buch gestern beendet und lange Hin und Her überlegt wie ich es bewerten soll ;)
    Schlussendlich erhält es von mir knappe vier Sterne. Band eins ( 4,5) Band 2 ( sehr gute 4 Sterne)
    Ich bin zwar nach so langer Zeit erstaunlicherweise gut reingekommen dass ist der Autorin gut gelungen.
    Allerdings waren es mir auch zu viele Nebencharaktere und irgendwie war die Geschichte etwas zäh, es stimmt die atemlose Spannung hatte man nie in dieser Trilogie, aber irgendwie fehlte mir hier einfach auch diese unterschwellige Spannung.
    Eigentlich wären sie ja dagewesen diese Intrigen und Geheimnisse aber für mich nicht spürbar umgesetzt so dass ich als Leser gar nicht das Bedürfnis hatte mitzurätseln.

    Dennoch für mich eine schöne Trilogie da ich einfach das Setting mag und mir die Darstellung der Hexen auch sehr gut gefällt nicht so übertrieben magisch wie zum Beispiel bei " Everflamme" ;)

    Liebe Grüsse Bea















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    1. Ja, nicht wahr? Es war eigentlich spannend, es ist zumindest durchweg etwas passiert. Aber aus irgendeinem Grund fühlte ich diese Spannung genauso wenig wie die Bedrohung durch die Bruderschaft oder auch Inez. Ich habe es registriert, aber nicht gefühlt (vermutlich wegen all der vielen Gefühle, die vorhanden waren).

      Trotzdem ein schöner, runder Abschluss und wieder eine Trilogie beendet.

      liebe Grüße

      Steffi

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  2. Das Buch liegt noch hier und wird nach "Auslese2" das nächste Buch sein! Ich freue mich schon! LG

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    1. Ganz viel Spaß! Mit Cia und auch den Hexen :-)

      Liebe Grüße

      Steffi

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    2. Es dümpelt ein wenig von sich hin...mal sehen....

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    3. Die Hexen sind insgesamt relativ ruhig und nicht so "fesselnd spannend" (daher auch von mir immer "nur" 4). Aber gefallen haben sie mir trotzdem :-)
      Ich hoffe, dir auch <3

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  3. Nachdem ich das Buch jetzt auch durch hab, kann ich endlich deine Rezi lesen :D
    Mir hats auch gut gefallen (werden 4,5 Sterne bei mir) und bei den Emotionen kann ich dir nur Recht geben, da konnte man nur mit Cate mitfühlen.
    Ich hab ja die ganze Zeit gerätselt, wie die Autorin denn ein Happy End für Cate und Finn finden möchte, was trotzdem realistisch ist. Das hat sie wirklich gut hinbekommen :) Ich hätte aber nix gegen ein zusätzliches Kapitel "1 Jahr später" oder so gehabt ;) Aber so war ich auch zufrieden.
    LG Steffi

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    1. stimmt, so ein wenig über das "Später" wäre schon nicht schlecht gewesen... Aber ansonsten bin ich mit diesem Abschluss sehr zufrieden :-)
      Schön, dass es dir auch so ging. :-)
      Und jetzt müssen wir nicht mehr über Maura schimpfen (zumindest nicht mehr so sehr :-) )

      Liebe Grüße

      Steffi

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    2. Ich glaub jetzt könnt ich auch gar nicht mehr so über sie schimpfen, auch wenn ihre Taten echt mies waren :'(

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    3. Ja :'(
      Das war schon traurig *schnief*

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