Mittwoch, 17. Dezember 2014

♀ Sternensturm (Kim Winter) [Rezension]

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Acht Wochen nach Toms Befreiung und Mias Kopfverletzung scheint das Leben im ersten Moment wieder normal zu sein – doch mittlerweile 38 verschwundene Kinder hängen als untrüglich schlechtes Zeichen über der Stadt.

Doch auch Iason hat „Probleme“. Das Außenministerium von Loduun fordert eine Beziehung zu seiner empfohlenen Partnerin. Und das ist noch nicht das Schlimmste: Mia hört eine seltsame Stimme, sieht Dinge, die allem Anschein nach nicht da sind – und dann ist plötzlich ihre Freundin Barbara verschwunden und mit neuen Wendungen stürzt Mias Leben in sich zusammen.
Nach meiner Begeisterung für „Sternenschimmer“ musste ich direkt zu Band 2 greifen.
Gleich zu Beginn durfte ich einen Blick auf Loduun und dem bedeutungsschweren Tod eines Sehers werfen, der mich sofort neugierig machte.

Die einleitenden Kapitel bargen etliche kurze Rückblicke auf den letzten Band, damit vieles auch nach größeren Unterbrechungen wieder gegenwärtig wird.

Die Probleme für Mia werden mit jedem der weiteren Kapitel mehr und mehr und ihre Beziehung zu Iason steht alles andere als unter einem guten Stern. Eine loduunische Beziehung, eine verschwundene Barbara, seltsame Stimmen und nach dem Eklat ein total abweisender Iason, der scheinbar nur aufgrund seines Sinns noch an Mias Seite ist.

Für mich war dieser Teil – insbesondere die narrativen Parts über Mias innere Zusammenbrüche – beinahe zu dramatisch und ich fühlte mich nicht mehr ganz so sehr mit ihr verbunden. Lichtblick während dieser Zeit war der Neuankömmling Taria, eine Loduunerin, die ganz andere Einblicke in den Krieg und dessen Vorgeschichte gibt, sowie die kurzen Abschnitte in dritter Person auf Iason und Finn, die auf geheimnisvolle Art mehr als nur neugierig machten.

Die „Liebe“ zwischen Mia und Iason entwickelte sich im zweiten Band zu einer Story à la Romeo und Julia. Im Vergleich zu den Wächtern aus Loduun waren die Irden trotz ihrer abneigenden Haltung und den Hetzereien beinahe freundlich gesinnt.

Je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr offenbarte Kim Winter Hintergründe ihrer Kriegswelt, gab Charakteren eine Vergangenheit, die ich oftmals so nicht erwartet hatte, das ein oder andere Mal jedoch auch vorhersehbar war. Nichtsdestotrotz wurde ich durch die Geschichte getrieben. Nicht zuletzt, weil Kim Winter mir es durch wirklich fiese Cliffhanger am Kapitelende unmöglich machte, das Buch zuzuschlagen. So ging es rasant der finalen Gegenüberstellung entgegen, stets auf der Hut und nicht im Wissen, wer wirklich auf welcher Seite steht. Über den kampflastigen Showdown hinweg führte mich die Autorin dann zu einem ruhigen Ende, mit dem ich (vorerst) gut leben kann. Doch bald schon muss ich zum letzten Teil der Trilogie greifen.
„Sternensturm“ steht seinem Vorgänger in Sachen Spannung in nichts nach. Der dramatische Teil der Geschichte war mir für meinen Geschmack jedoch ein wenig zu viel. Die fantastische Story und die tollen Charaktere in der von Kim Winter so interessant gestalteten Welt konnten mich jedoch über die dadurch entstandenen Längen hinwegtrösten. 4 Bücher für „Sternensturm“.
1. Sternenschimmer (Rezension)

2. Sternensturm

3. Sternenstaub




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Steffi & Kay