Sonntag, 5. Oktober 2014

♀ Die Liebe der Göttin (Aprilynne Pike) [Rezension]

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Das Leben für Tavia, die Erdgebundene, hätte perfekt verlaufen können. Sie hat Logan gefunden, sie selbst ist erwacht. Doch ihre Macht wird sich erst vollständig entfesseln, wenn auch ihr "diligo", erwacht. Doch alles, was Tavia auftreibt und in bester Stalkermanier in Logins Hände legt, vergrößert nur die Distanz zwischen ihnen.

Doch plötzlich fliegt Logans Haus in die Luft und die beiden werden gefangengenommen. Von den Reduciata, die ein Virus in die Welt gesetzt haben, der sie mittlerweile ebenso zerstört wie ihr Angriffsziel. Und diese denken, Tavia kenne die Lösung, weiß von dem Geheimnis.
Während der Gefangenschaft fasst Logan etwas mehr vertrauen zu Tavia und ihnen gelingt die Flucht... Nur um direkt in die Fänge der Curatoria zu gelangen. Vor dessen Führer Daniel Tavias Zieheltern gewarnt haben.

Tavia bleibt keine Zeit zu grübeln. Endlich erfährt sie die Wahrheit über ihre Fähigkeiten. Und während die Welt aus den Fugen gerät und Tausende Menschen an dem Virus sterben, muss sie ihre göttliche Gabe entfesseln und das scheinbar Unmögliche schaffen.

"Der Kuss der Göttin" hat mich mit seiner andersartigen Geschichte begeistern können und so musste ich zum Dilogie-Abschluss greifen. Leider gelang mir der Einstieg alles andere als leicht.
Aprilynne Pike geizte mit Rückblicken, warf mit Tatsachen und Namen um sich und ich erinnerte mich nur sehr schwer an die letzten Ereignisse aus Band 1.

Glücklicherweise gestaltete sich der Anfang von "Die Liebe der Göttin" etwas ruhiger und spätestens während der Gefangenschaft von Tavia und Logan hatte ich mich wieder in der Geschichte eingefunden - keinen Moment zu spät! Denn die Ereignisse darauf folgten Schlag auf Schlag. Neue Entwicklungen und altes Wissen quollen aus den Seiten und die Bedrohung der Menschheit, ja der ganzen Welt, wird immer größer.

Mit ihrem leichtgängigen Schreibstil hat es mir die Autorin leicht gemacht über die Seiten zu fliegen. Ohne tiefergehende Beschreibungen war mir das Geschilderte präsent. Die Emotionen wirkten zeitweise etwas kühl auf mich, passten jedoch zum Rest des Buches.

Schon während des für mich schwierigen Einstiegs stieg die Spannung parallel zur Bedrohung von außen. Rückschläge und vermeintliche Enttäuschung heizten die Stimmung an. Aprilynne Pike legte ein hohes Tempo vor, gönnte mir kaum Erholung oder Zeit, das Gelesene und die daraus gewonnenen Erkenntnisse zu verarbeiten. Tavias Erzählung in Ich-Perspektive/Präsens verstärkt den Eindruck noch, durch die Geschichte "gehetzt" zu werden, was ich sehr schade fand.

Die Autorin hat ihrem Weltentwurf mehr Tiefe verliehen, die Folgen des spontanen Todes von "Schöpfern der Erde" sind fatal und wirken sich auf beängstigende Weise auf die Welt aus. Und zu allem Überfluss erfährt sie von einer alten Bekannten von dem vermeintlichen "Geheimnis" - und das emotionale Chaos ist perfekt. Welche Erinnerungen fehlen Tavia noch? Was aus ihren vielen vergangenen Leben könnte die Welt retten?

Auch der Liebesgeschichte gab Aprilynne Pike mit Tavias Entwicklungen einen neuen Dreh. Eine Liebe durch Jahrtausende verbindet sie mit ihrem "diligo" Logan. Doch für Tavia gibt es nahezu nur dieses eine Leben, an das sie sich erinnern kann. Und dieses wurde von einem ganz bestimmten Menschen geprägt: Benson. Durch seinen Auftritt ändert sich wieder alles und früher oder später muss Tavia sich entscheiden.

Mit jedem Kapitel bannte mich die Autorin mehr zwischen die Seiten. Ich wurde gemeinsam mit Tavia getäuscht, fand zu neuen Erinnerungen und puzzelte das Bild rund um das Geheimnis Stück für Stück zusammen. Im Showdown gab es dann kein Halten mehr und alle Erkenntnisse stürzten im wahrsten Sinne des Wortes über mir zusammen. Dann ging alles Schlag auf Schlag. Beinahe zu schnell für meinen Geschmack war es wieder vorbei und die Autorin ließ die Dilogie zufriedenstellend, aber doch recht offen ausklingen.

Auch der Dilogie-Abschluss „Die Liebe der Göttin" ist ein rasantes Abenteuer, das stets für Überraschungen sorgt. Geheimnisse, Intrigen, düstere Pläne - all das ließ mich nahezu über den schwierigen Wiedereinstieg hinwegsehen. 4 Bücher für die Erdgebundene Tavia und ihre Lieben.

Wer den „Kuss der Göttin" mochte, wird von Band 2 genauso überzeugt sein.
1. Der Kuss der Göttin (Rezension)
2. Die Liebe der Göttin






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Kommentare:

  1. Hi Steffi,

    ich habe das Buch ja auch mehr oder weniger verschlungen und komme denke ich auch auf 4 Punkte. =) Ein bisschen hat Quinn mich ja genervt ^^;
    Aber bist du sicher, dass es nicht mehr weitergeht? Das Ende ist ja ziemlich sehr offen und ich hab jetzt auf die schnelle nichts gefunden. :-/

    Lg
    Micha

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    1. Es steht auch auf der Rückseite des Buchumschlags "Abschluss der Götterserie".
      Ist schon sehr offen, aber besser als irgendeinen Abschluss dahinklatschen - Raum für Fantasie!!! :-)

      Liebe Grüße

      Steffi

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  2. Huhu,

    wirklich schade, ich mag offene Enden nicht =( Auf den Buchumschlag schaue ich immer nicht mehr, der landet gleich im Regal und das Buch lesebereit woanders ^^;

    Lg
    Micha

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    1. Ich habe es auch erst kurz vor Schluss gesehen - da hab ich das Rezi-Bild fertig gemacht und hab "entdeckt", dass es nur zwei Bände sind und hab geschaut, ob da was drauf steht.

      Es ist so offen wie "Delirium" und noch ein paar, finde ich. Es geht, aber ein dritter Band wäre mir auch lieber gewesen. :-)

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Steffi & Kay