Mittwoch, 22. Oktober 2014

♂ Alterra 3 - Der Krieg der Kinder (Maxime Chattam) [Rezension]

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„Sobald der Mensch mit Dingen konfrontiert wird, die ihn überfordern, flüchtet er sich in die Religion. Das gibt ihm ein Gefühl der Sicherheit.“
(S.14)

„Bald würden Tod und Gewalt auf der Tagesordnung stehen.
Eden würde ein Blutbad erleben.“
(S.76)

„Da begann das Heulen.
Ein endloses, markerschütterndes Jaulen aus dem Waldesinneren.
Und gleich darauf sprangen zahllose Gestalten ins Freie.
Groß und bedrohlich.“
(S.133)
Mit letzter Kraft haben sie Eden erreicht. Ambre und Matt finden Gehör beim Rat und können diesen von der drohenden Gefahr überzeugen. Erste Maßnahmen zur Verteidigung werden in Eden ergriffen. Trotz allem hat Matt noch eigene Pläne, die erledigt werden müssen. Doch die Gefahr für die Pans steigt stündlich. Ein Krieg erscheint unvermeidbar. Und damit ist ein großes Blutvergießen sehr wahrscheinlich.
Die ersten beiden Bände der Alterra-Reihe konnten mich durchaus von sich überzeugen. Nachdem der dritte Band bereits im Regal stand, konnte ich kurzfristig zu diesem Buch greifen, weil ich natürlich sehr neugierig darauf war, wie sich die Geschichte fortsetzt.

Gewohnt leichtgängig konnte ich auch gleich wieder von Beginn an in die Geschichte eintauchen. Ich fühlte mich beim Lesen, als wäre ich nie weg gewesen. Sofort nahmen mich die Charaktere wieder bei der Hand und führten mich durch die Handlungen. Anfangs durchaus etwas beruhigend, anschließend mit permanent fortlaufendem Spannungsaufbau glitt ich förmlich durch die Geschichte. Vielen Gefahren musste ich widerstehen, zweifelte oftmals am Erfolg der Planungen und verlor dennoch nie die Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang.

Im dritten Teil der Alterra-Reihe konnte ich deutlich einen Übergang zwischen dem „Kind sein“ und der Übernahme von Verantwortung für Menschenleben verspüren. Die Charaktere reifen weiter, bescherten mir einige Überraschungen, aber enttäuschten mich (in ihren Handlungen) auch stellenweise. Irgendwann konnte ich mir nicht mehr sicher sein, wem ich noch trauen konnte. Gewarnt wagte ich mich weiter durch die Seiten und wurde doch das eine oder andere Mal in die Irre geführt.

Maxime Chattams Stil wird konsequent fortgeführt. Die Präsentation des Plots erfolgt nach wie vor in Vergangenheitsform, vorrangig aus der Perspektive von Matt. Kurzzeitig andere Sichten verstärkten meinen Überblick, um immer nah an der Geschichte sein zu können.

Ambre war natürlich nach wie vor mein Liebling, erbrachte auch die ein oder andere Glanzleistung; diese habe ich mittlerweile allerdings schon fast erwartet. Mein Herz konnte sie dennoch erobern. Zumal sich gerade durch ihr Zutun auch ein Hauch unschuldiger Erotik entwickelte, in dessen Bann ich letztendlich gefangen war.

Matt präsentiert eindeutig den stärksten Entwicklungsschub. Gerade, wenn man an sein Ego aus dem Anfang vom ersten Teil zurückdenkt, kann man hier eine enorme Steigerung vermerken. Er vereinigt seine Stärken zielstrebig, um dem Ganzen zum Erfolg zu verhelfen. Und er opfert sich auf, pokert mit seinem Leben, um Andere zu schützen. Uneigennützig stellt er sich den Gefahren. Und die Erkenntnisse, die er gewinnt, haben es in sich. Doch das kann ihn nicht aufhalten. Er weiß genau, wie er handeln muss, um erfolgreich zu sein. Auch wenn man seinen Plan nicht gleich durchschauen kann. Man muss ihm einfach vertrauen!

Maxime Chattam konnte in „Alterra – Der Krieg der Kinder“ ein wirklich heftiges Finale für die liebgewordenen Charaktere beschwören. Meine Aussicht auf Erfolg hatte ich zwischenzeitlich schon fast verloren. Doch ob es tatsächlich ein Happy End gibt oder vielleicht doch die Königin gewonnen hat – das müsst ihr schon selbst erfahren.
„Alterra – Der Krieg der Kinder“ besticht durch geplante und durchdachte Handlungen. Die Charaktere geben alles für den Erfolg ihrer Sache, egal welcher Seite sie angehören. Ich wurde mitgerissen, ich war immer nah an der Handlung. Bei dieser Serie bin ich emotional tief involviert und kann mich deshalb eindeutig nicht zurückhalten, hier knappe 5 Bücher zu vergeben.

Für alle, die anders Denkende akzeptieren können, jedoch nicht gleich klein beigeben, Unterschiede dennoch beherzigen und um einen guten Ausgang bemüht sind. Wer die ersten beiden Teile der „Alterra-Reihe“ geliebt hat, kommt an diesem Band definitiv nicht vorbei! 
1. Alterra - Die Macht der Drei (Rezension)
2. Alterra – Im Reich der Königin (Rezension)
3. Alterra – Der Krieg der Kinder
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4. Alterra – Der Herr des Nebels
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Kommentare:

  1. Schön, dass es dir, wie mir, gut gefallen hat =)
    Wirst du den 4. Teil noch lesen?
    Ich werde es bestimmt nicht lesen. Für mich war der Abschluss rund und gut so.
    LG, Anja

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  2. Hallo Anja,

    nein, den vierten Teil werde ich nicht lesen. Für mich ist die Reihe mit dem dritten Teil sehr gut abgeschlossen. Ich tue mal so, als ob ich nicht wüsste, dass es noch weitergeht :-)

    LG

    Kay

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