Montag, 22. September 2014

☺ Picasso, Jenni und der rote Ritter (Albrecht Gralle) [Rezension]

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Picasso ist der perfekte Spitzname für Tim, denn er malt für sein Leben gerne. So auch an dem einen Tag, als er krank im Bett liegt. Er entscheidet sich für das Bild eines Ritters, zeichnet ihn detailgetreu und in allen Einzelheiten.
Als er das Bild betrachtet, bemerkt er, dass sich einige Details verändert haben, als wären der Ritter und sein Pferd lebendig. Ein Windstoß kippt dann den Zeichenblock um und – Ritter und Pferd stehen vor Picassos Bett.

Der Beginn eines wirklich außergewöhnlichen Abenteuers.
Die Idee zu „Picasso, Jenni und der rote Ritter“ hat uns sofort neugierig gemacht. Weil wir stets auf der Suche nach einem neuen Abenteuer sind, stürzten wir uns in die Geschichte.
Schnell lernten wir Tim, der von allen nur Picasso genannt wird, kennen und mindestens genauso schnell steht der „rote Ritter“ vor ihm. Nun war unsere Neugierde geweckt. Doch damit beginnt das Abenteuer erst. Denn der rote Ritter entführt Tims Schwester Jenni durch das Bild und Picasso muss sie wieder zurückholen.


Er landet in Maram, einer Welt voller Riesen, Zwergenritter, Vogel-, Feuer- und Wassermenschen. Eine böse Krankheit wütet unter den Riesen, der nur Einhalt geboten werden kann, wenn die Prophezeiung erfüllt wird.
Kann es sein, dass ausgerechnet Picasso und Jenni jene zwei Personen sind, von denen die Prophezeiung erzählt? Es gibt da jedoch noch einige Hürden zu überwinden – denn nicht jeder will, dass die Riesen geheilt werden.

Die Grundidee von „Picasso, Jenni und der rote Ritter“ hat uns sehr gut gefallen. Das Bild als ein Tor zu einer anderen Welt war interessant und sehr gut geschildert. Das Abenteuer und die Bekanntschaft mit so vielen anderen Wesen, die gut vorstellbar beschrieben waren, war gut durchdacht und von zahlreichen Hindernissen durchzogen, die die Charaktere reifen ließen.
Die Andersartigkeit der Welt war jedoch auch gleichzeitig für die Zielgruppe etwas schwer nachzuvollziehen. Hier hätten wir uns ein paar Illustrationen gewünscht, um die Fantasie zu untermalen: die Stadt Riesingen mit ihren Zelten und Häusern, die Riesen und Zwergenritter, die Vogelmenschen und der prachtvolle Palast des Königs. So mussten wir unsere Vorstellungen ausdiskutieren und das Abenteuer oft unterbrechen.

Der Schreibstil des Autors ist für die Zielgruppe beinahe etwas zu komplex, was besonders beim Vorlesen auffiel. Zahlreiche Dialoge, denen Redebegleitsätze fehlten, machten es zunehmend schwierig für meine Zuhörer.
Der Humor und die typische Geschwistersticheleien lockerten die Geschichte auf und kleine Zaubertricks gab es ebenfalls zu lernen, so verloren wir nie die Lust, weiterzulesen.

Natürlich findet die Geschichte zu einem zielgruppengerechten Ende, bietet jedoch einen kleinen Ausblick auf eine eventuelle Fortsetzung.
„Picasso, Jenni und der rote Ritter“ ist ein ganz besonderes Abenteuer für Jungleser, das mit seiner tollen Idee punkten kann. Der komplexere Schreibstil hemmte unseren Vorlesefluss ein ums andere Mal, was der Humor und die gut vorstellbaren Charaktere jedoch größtenteils wettmachten. 4 Spielsachen für die Reise in eine andere Welt.



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Liebe Grüße

Steffi & Kay