Montag, 15. September 2014

♀ Mara und der Feuerbringer (Tommy Krappweis) [Kurzrezension]

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Nachdem im nächsten Frühjahr die Verfilmung von „Mara und der Feuerbringer“ in die Kinos kommen soll, musste ich natürlich die Buchvorlage lesen.

Den Einstieg machte mir der Autor leicht. Protagonistin Mara erzählt von ihrer derzeitigen Situation und erklärt ihre Mitschülerin Larissa zur Topfeindin. Diese hat es nämlich auf Mara abgesehen und macht ihr das Leben zur Hölle. Durch ihre „Aussetzer“ aufgrund von Tagträumen ist sie mit Larissas Hilfe zum Gespött der ganzen Schule geworden.

Dass ihre Mutter den selbsternannten „Wiccas von der Au“ angehört und Mara zu den verrücktesten Kursen und Seminaren der seltsamen Frauen mitschleppt, macht es für die 14-jährige nicht leichter. Nach einem „Rede mit einem Baum“-Seminar ist es dann so weit: Mara ist verrückt geworden. Denn auf dem Heimweg beginnt ein Ast, der sich im Haar ihrer Mutter festgekrallt hatte, mit ihr zu sprechen.
Zuhause – in Sicherheit vor ihrer Mutter – übermittelt der Ast Mara eine Botschaft von unbekannt. Mara ist eine Spàkona, eine Seherin, wie aus der germanischen Mythologie bekannt und sie soll Loki „binden“. Der Botschaft folgt eine sehr anschauliche Vision des Schelmengottes in seiner Gefangenschaft unter der geifernden Schlange, die ihr Gift stetig auf Lokis Gesicht tropfen lässt.

Soweit kennt wohl jeder den Mythos. Was mit allem danach geschieht, hat Tommy Krappweis die Mythen und Legenden etwas zurechtgebogen und verändert, um dem Buch die nötige Spannung zu verleihen.
Mithilfe eines Professors der Uni geht Mara ihren Visionen auf den Grund und hat dabei mehr als eine göttliche Begegnung.

Ich empfand die Vermischung der germanischen Göttersagen mit Wagners „Götterdämmerung“ und die Vergleiche/Schnittstellen zu Tolkiens „Herr der Ringe“ als sehr gelungen. Insgesamt ist das Thema germanische Götter und Nibelungensage weit weniger verbraucht als so manch anderes Thema.

Allein der Humor lässt keine Langeweile aufkommen, der perfekt zur Zielgruppe passt, die ich etwas jünger als empfohlen ansetzten würde, da selbst die „gruseligen und brutalen Szenen“ im Vergleich zu anderen Büchern nicht sehr schlimm sind. Eine entsprechende Altersempfehlung würde auch sehr gut zu den vielen bildhaften Beschreibungen im Stil der Bücher von jüngeren Lesern passen.

Auch wenn der Spannungsbogen anfangs kaum sichtbar war, zieht er im Laufe der Geschichte durch immer neue Wendungen deutlich an. Der Showdown war dann ein wahres Feuerwerk an Spannung und zieht die letzten Verbindungen zur Mythologie, ehe der Autor die Geschichte in Ruhe ausklingen lässt.
Lesenswert sind auch die Danksagung und das Glossar, das einem einen tieferen Einblick in die Mythen und Legenden der Germanen gibt.
Tommy Krappweis‘ Schreib-Debüt „Mara und der Feuerbringer“ bindet die germanische Mythologie auf ganz besondere Weise ein und bringt sie so dem jüngeren Leser nahe. Es entstand eine spannende und zugleich lehrreiche Geschichte, die ich mit 4 Büchern honoriere.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
1. Mara und der Feuerbringer
2. Mara und der Feuerbringer – Das Todesmal
3. Mara und der Feuerbringer – Götterdämmerung



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Kommentare:

  1. Mir hat das Buch auch gut gefallen! inzwischen hab ich schon alle 3 gelesen, muss aber sagen, dass mir das erste immer noch am besten gefallen hat. Aber im Großen und Ganzen sind sie schon alle auf einem guten Niveau und vor allem sehr lustig!
    Ich bin damals wegen Kossis Video auf die Bücher gekommen. Falls du das Video von ihr nicht kennst, solltest du es unbedingt schauen! ;)
    LG, Anja

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    1. Ich muss demnächst auch weiterlesen. Und auf den Film bin ich ja auch gespannt :-)

      Liebe Grüße

      Steffi

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Liebe Grüße

Steffi & Kay