Mittwoch, 20. August 2014

☺Die verborgenen Pforten 2 - Gedankendiebe (Michelle Kaden) [Rezension]

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Die Pforte in Janoschs Haus ist geschlossen und die Freunde aus der anderen Welt können nicht zurückkehren. Janoschs Mutter, die Wächterin Vanessa, verbietet den Kindern, eine andere Pforte aufzusuchen, daher schleichen sie sich heimlich fort.
Schon bald werden sie von einem unheimlichen Mann verfolgt, der es auf das Tagebuch abgesehen hat.

Doch auch ein anderer hat Pläne geschmiedet, um das Tagebuch zu bekommen. Die Freunde geraten in ein großes Abenteuer, das vor allem Janosch nicht für möglich gehalten hätte.
Die interessante Idee der Autorin und die liebgewonnenen Charaktere haben mich beinahe dazu gezwungen, auch zum zweiten Band der Reihe zu greifen.

Dieser schließt beinahe nahtlos an die Geschichte aus Teil 1 an. Clara ist schwer enttäuscht von ihrem Vater und alle wollen schleunigst in ihre Welt zurück, auch wenn Vanessa, die Wächterin, es verbietet.

Dass sie mit ihrer Vorahnung richtig lag, wird schnell erkennbar. Denn die Kinder, die sich davongeschlichen haben, werden verfolgt. Die angepeilte Pforte ist geschlossen, der Wächter zum Schweigen gebracht und schnell muss ein neuer Weg gefunden werden. Plötzlich befinden sie sich auf einer abenteuerlichen Reise, finden neue Freunde und gewinnen viele Erkenntnisse.

Früh wird klar, dass der zweite Band der „verborgenen Pforten“ düsterer ist als sein Vorgänger. Die Bedrohung ist größer, unzählige Verletzte oder gar Tote pflastern den Weg der Kinder. Insbesondere die neu hinzugekommenen „Gedankendiebe“ sorgen für gruseliges Kopfkino, das mich kurzfristig zweifeln ließ, ob das Buch noch für Jungleser geeignet ist (das empfohlene Alter liegt ein Jahr höher als bei Band 1) – auch das Volumen hat sich sehr ausgedehnt und gleicht schon eher einem Jugendbuch.
Für „Größere“ wie mich natürlich keine Hürde und so genoss ich den weiteren Verlauf und die tieferen Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Welt und den Schrecken darin.

Der flüssige Stil von Michelle Kaden und die teils humorvollen Dialoge ließen mich über die Seiten rasen. Es tut sich einiges in dieser anderen Welt, in die es Janosch samt Frettchen verschlagen hat. Letzteres, dank einem misslungenen Zauber von Vincent, übrigens sprechend und mit sehr bissigen Sprüchen ausgestattet, die bei der Zielgruppe sicher für Lacher sorgen.

Trotz allen Gruselns wird jede Situation altersorientiert rasch mit einer guten Lösung beendet und die Hauptcharaktere kommen mit einem Schrecken davon.

Das Ende ist dann wiederum relativ offen gehalten und lässt auf einen baldigen Trilogie-Abschluss hoffen. Denn ich muss unbedingt wissen, wie es ausgeht – ein paar Fragen hätte ich da schon noch.
Michelle Kaden hat mit ihrer Fortsetzung dem entwickelten Weltentwurf mehr Tiefe und Hintergründe gegeben. Lediglich meine Zweifel, ob der Spannungs-, Grusel- und Kampffaktor noch zielgruppengerecht ist bzw. ob diese zum Stil des ansonsten „jüngeren“ Buches passt, lässt mich etwas schwanken. Für ältere Leser und Fans des ersten Bandes definitiv ein toller zweiter Teil, der haarscharf an der Höchstwertung vorbeigeschrammt ist. Sehr sehr gute 4 Spielsachen für „Die verborgenen Pforten – Gedankendiebe“.






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Liebe Grüße

Steffi & Kay