Donnerstag, 17. Juli 2014

♂ Gone 04 - Rache (Michael Grant) [Rezension]

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„Das Licht traf die Barriere – und bewirkte nichts. Kein Rauch, keine verkohlten Stellen.“
(S.16)

„Tränen quollen aus seinen menschlichen Augen und rannen durch die steinernen Ritzen in seinem Gesicht.“
(S.83)
Die Probleme in Perdido Beach gehen weiter. Eine Grippe, schwerer als die vor einigen Wochen, breitet sich aus. Einige der Kinder sterben sogar. Selbst Lana kann den erkrankten Kindern nicht helfen.

Als ob das noch nicht genug ist, schwinden die Trinkwasservorräte zusehends. Sam soll eine neue Wasserquelle finden. Sonst sterben sie alle. Doch sein Weg ist gefährlich. Und die seltsamen Begebenheiten in der FAYZ scheinen auch nicht zu enden. 
Diese eigenartige und dennoch faszinierende Welt in der FAYZ konnte mich bereits in den ersten drei Bänden der Gone-Reihe fesseln. Es war natürlich keine Frage, dass ich somit auf die weiteren Entwicklungen rund um Perdido Beach gespannt war. „Gone – Rache“ konnte ich deshalb nicht lange in meinem Regal stehen lassen.

Eine lange Eingewöhnungszeit in die Geschichte habe ich nicht benötigt. Bereits nach wenigen Seiten fand ich mich wieder mitten im Geschehen. Die Charaktere waren mir sofort vertraut.

Eines ist mir nach relativ kurzer Zeit dann gleich aufgefallen. Die Handlung wird stellenweise brutaler, es fließt mehr Blut. Die Kinder und Jugendlich werden mitunter skrupelloser. Die FAYZ prägt sie zusehends. Der Mangel an Nahrung und Wasser tut das Übrige.

Sam ist wirklich nicht der geborene Anführer. Doch oftmals erweisen sich seine Entscheidungen dennoch als richtig. Doch er zweifelt an sich selbst. Und diese Zweifel lassen sich nicht ausblenden, das nötige Selbstbewusstsein fehlt dazu ganz einfach. Seine Kräfte setzt er trotzdem für die Kinder in Perdido Beach ein, uneigennützig nimmt er sogar seinen möglichen Tod in Kauf.

Astrid wirkt in diesem Band wortwörtlich gebrochen. Von dem selbstbewussten Mädchen ist nur wenig geblieben. Auch an ihr nagen die Zweifel. Und die Lösung für ihr Problem scheint so nah zu liegen. Doch in ihr regen sich Skrupel. Wird sie diesen Schritt tatsächlich gehen können?

Michael Grant nutzt für die Präsentation seiner Geschichte die Vergangenheitsform und erzählt aus verschiedenen Sichten. So konnte ich jeder Handlung an jedem Ort in der FAYZ gut folgen. Der flüssige Schreibstil des Autors machte es mir leicht, mich wieder einmal in den Seiten zu verlieren. Wirken manche Handlungen mittlerweile auch ein wenig konstruiert, kann ich dies jedoch verzeihen. Zimperlich geht der Autor mit seinen Charakteren definitiv nicht um, baute dafür so manche kleine Ruhepause für mich ein. Trotz allem ist es Michael Grant gelungen, Spannungspunkte zu setzen und mich neugierig an den Seiten zu halten.

Mit dem Ende der Geschichte verlangt Michael Grant nach einer heftigen Spannungsexplosion eine wichtige Entscheidung von seinen Charakteren. Wer wählt vermeintliche Stärke und Sicherheit? Und wer will dem Hunger und Durst entfliehen, dabei aber gewisse Risiken auf sich nehmen? Ich bin gespannt auf die Fortsetzung…  
„Gone – Rache“ wirkt nicht nur auf den ersten Blick brutaler als seine Vorgänger. Anwachsende Gewalt, Fanatismus und Größenwahn im Zusammenspiel mit Freundschaft, Treue und Aufopferung bilden die wichtigsten Zutaten, um die Gone-Reihe zu genießen. Für meine schönen Lesestunden vergebe ich deshalb knappe 4 Bücher.

Alle, die sich von blutrünstiger Gewalt nicht abschrecken lassen, dabei jedoch den Glauben an die Hoffnung nicht verlieren, sind hier goldrichtig. 
1. Verloren (Rezension)
2. Hunger (Rezension)
3. Lügen (Rezension)
4. Rache
5. Angst
6. Licht



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Liebe Grüße

Steffi & Kay