Freitag, 30. Mai 2014

♀ Von der Idee zum fertigen Text (Mara Laue) [Rezension]

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Nach den ersten erklärenden sowie motivierenden Worten stellt die Autorin Mara Laue die Herangehensweise vor, wie ein belletristischer Text verfasst wird. Beginnend mit der Ideenfindung und den ersten Fragen zur eigenen Idee. Es folgt die Kategorisierung des geplanten Textes und die jeweilige Eigenschaft (Kurzgeschichte, Roman und Co.), ehe es ernst wird: die Ausarbeitung des Plots, skizzieren von Protagonist und Antagonist, dem zentralen Konflikt und Überlegungen zu den Plotpoints.

Neben Logik und der Beleuchtung oftmaliger (Anfänger-)Fehler ist ein guter Anfang wichtig für eine gute Geschichte. Die Autorin erläutert wichtige Faktoren und Stilmittel, ehe sie in die Welt der Perspektiven einführt und gängige Fehler aufzeigt.

Nach dem Plotten, den Charakteren und der Perspektivwahl geht es über das allseits bekannte „Show, don’t tell“ zum Setting des Romans. Auch hier gibt es einige Dos and Donts, ebenso bei der Recherche zur eigenen Story.

Nachdem Mara Laue über Stile und Stilblüten erzählt, über den Weg zum „eigenen Stil“ berichtet, gibt es einen Bruch im Buch und es geht weiter mit dem, was NACH der Vollendung der Geschichte passiert. Von Exposé, Kurzinhalt und Genrebestimmung findet der interessierte Leser auch „Insider-Tipps“, wie ein Lektorat abläuft.

Nach den letzten allgemeinen Tipps endet „Von der Idee zum fertigen Text“.

Zahlreiche Übungen am Ende eines jeden Kapitels vertiefen die eigene Schreibpraxis und verhelfen zu einer gewissen Routine. Jedoch auch durch das „nur Lesen“ gibt der Ratgeber einige Informationen preis, die für ein (hoffentlich) besseres Verständnis für „gute“ (spannende…) Bücher sorgen. Zahlreiche Text- und Buchbeispiele untermauern die einzelnen Punkte.

Die Autorin richtet zu Beginn ihr Wort an die Leser und erläutert, wie dieser Schreibratgeber entstanden ist und an welche Genre-Autoren er sich hauptsächlich richtet. Das meiste ist jedoch allgemein gehalten und kann auch auf andere Genres projiziert werden.

Interessant sind die Einblicke in die eigene (Schreib-)Welt der Autorin, die offen mit vergangenen Anfängerfehlern umgeht und die zukünftigen Autoren vor Enttäuschungen warnt, indem sie Fakten aufzählt, die für die Ablehnung des eigenen Manuskripts sorgen könnten.
Ich persönlich konnte mir den ein oder anderen Tipp, eine Erklärung oder Hilfestellung aus Mara Laues Beispielen herausziehen, jedoch muss sich der potentielle Leser bewusst sein, dass Mara Laue „das Rad nicht neu erfinden“ kann. Daher empfehle ich es insbesondere jenen, die sich mit all den oben genannten Themen noch nicht näher befasst haben. Jedoch auch alle anderen haben mit „von der Idee zum fertigen Text“ einen kleinen Führer zur Hand, eine Zusammenfassung all jener Informationen, die man sich vielleicht mühevoll im Internet zusammengesucht hat, der jederzeit griffbereit auf dem Schreibtisch liegt, um den ein oder anderen Denkanstoß zu geben.

Knappe 5 Bücher für diesen Schreibratgeber.

Ich empfehle allen, vor dem Kauf in die Leseprobe hineinzulesen, insbesondere das Vorwort der Autorin. Danach sollte jeder selbst einschätzen können, ob man diese Tipps für sich nutzen kann.




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Liebe Grüße

Steffi & Kay