Freitag, 23. Mai 2014

☺ Ro-BAD & die große Frage (Andrea Neudek) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Kaufen: 


Nachdem wir vor kurzem Band 1 der Reihe um „Patu“ gelesen haben, wurde wir auch auf die froggische Darstellung von Tod und Religion neugierig, die hier thematisiert werden.

Patu hat eine Rakete gebaut und möchte zum Mond fliegen. Ro-BAD macht sie kaputt, sobald er davon erfährt.
Dr. Fox findet heraus, warum Ro-BAD so gehandelt hat: Ro-BADs Kindheit war nicht sehr schön, die meiste Zeit hat er mit seiner Großmutter verbracht, die nun gestorben ist. Nach ihrem Tod haben alle erzählt, dass sie jetzt im Himmel ist – und deshalb könnte Patu ihr mit seiner Rakete wehtun.

Dr. Fox erklärt Ro-BAD nun die gängigsten Theorien für die Zeit nach dem Tod. Von Engeln im Himmel, einem großen Nichts und stetiger Wiedergeburt. Und natürlich auch, dass Ro-BADs Großmutter immer einen Platz in seinem Herzen hat.

Der Jungleser wird so mit etwas Abstand an das Thema Verlust und dieses philosophische Thema herangeführt. Der Storch Dr. Fox erklärt ebenfalls, dass keine der Theorien bewiesen ist, dass man nicht mit Sicherheit sagen kann, wer recht hat – und auf eine solche Basis auch kein Streit vom Zaun gebrochen werden sollte. Daher ist Toleranz bei diesem Thema großgeschrieben.
Nachdem Ro-BAD vom schlechten Gewissen geplagt wird, entschuldigt er sich bei Patu, wie es sich gehört.
Etwas übertrieben fanden meine Kinder und ich die Szenen mit dem Vogel, der erst auf Dr. Fox, dann auf Ro-BAD macht. Nicht einmal unser Jüngster fand das lustig.

Die Illustrationen sind erneut einfach und doch ausdrucksvoll. Mimik und Gestik der kleinen Froggi sind gut dargestellt und auch für die kleinen interpretierbar.
Auch der zweite Teil von „Patu“ konnte uns mit der kindgerechten Heranführung an Tod und dem Danach überzeugen. „Ro-BAD & die große Frage“ erhält 4 Spielsachen von uns.



Hier erfahrt ihr mehr über unser Bewertungssystem.

Kommentare:

  1. Hey,
    das Cover ist ja süß! Bücher mit diesem Thema finde ich immer schwierig, aber auch wichtig. Wobei das Thema "stetige Wiedergeburt" ja Ansichtssache ist ;-)
    Grüß euch lieb,
    Damaris

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das Schöne an diesem Buch ist, dass einem nichts "vorgelegt" wird. Sondern es wird gesagt, dass die einen das denken, die anderen das, aber dass es auch für nichts einen Beweis gibt. "Glauben heißt nicht Wissen"...
      Das fand ich gut gelungen, weil es eben so viele unbewiesene Theorien gibt. Und auch die Heranführung an das Thema: der "schwierige" Charakter macht die Rakete von Patu kaputt, was wieder wie ein typischer Aussetzer aussieht - dabei will er nur nicht, dass die Rakete der verstorbenen Oma wehtut, von der alle erzählen, dass sie nun im Himmel ist. Finde es so besser, als direkt mit "Toten" konfrontiert zu werden :)

      liebe Grüße an den See

      Steffi

      Löschen

Wir freuen uns über jeden Kommentar!

Liebe Grüße

Steffi & Kay