Donnerstag, 23. Januar 2014

♀ Plötzlich Prinz 01 - Das Erbe der Feen (Julie Kagawa) [Rezension]

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Ethans erster Tag an einer neuen Schule. Wieder. Durch ständige Eingriffe des Feenvolkes gerät er von einem Ärger in den nächsten. Seine Schwester Meghan, die vor rund 12 Jahren die Familie für immer verlassen hat, bekommt er nicht mehr zu Gesicht.
Der nächste Kontakt zum „lichten Volk“ ist vorprogrammiert, als Ethan einem auf den ersten Blick unscheinbaren Jungen, Todd, hilft, der von ein paar Football-Spielern gemobbt wird. Denn Todd ist ein Halbblut, eine halbe Fee, der sich für Ethans Geschmack zu sehr auf „harmlose“ Gefälligkeiten mit Blumenelfen einlässt.

Ethan wird kurz darauf von einer seltsamen Fee angesprochen und gewarnt, sich nicht einzumischen, einer neuen Feenart, die Ethan zu neugierig macht, um nicht darüber nachzuforschen.

Plötzlich ist Todd verschwunden und Ethan selbst wird gejagt – im Schlepptau die neugierige Kenzie. Als letzter Ausweg bleiben nur das Kleinod seiner Schwester Meghan und eine erneute Reise ins Nimmernie. Die Höfe müssen vor der drohenden Gefahr gewarnt werden.
Als Fan der „Plötzlich Fee“-Reihe konnte ich natürlich nicht an der Spin-Off-Reihe um Meghans Bruder Ethan vorbei.
Nach wenigen Seiten wird klar, dass zumindest für Ethan einige Zeit vergangen ist. Seit nunmehr 12 Jahren ist seine Schwester Meghan im Feenreich. Ethans Hass auf das „lichte Volk“ wächst stetig. Nicht nur, dass diese ihm die Schwester genommen haben – nein, sie mischen sich auch ständig in sein Leben ein, sobald sie bemerken, dass er sie sehen kann.
Ethan hat sich gewappnet, trägt allerhand Schutzmaßnahmen bei sich, trotzdem gerät er immer wieder in Auseinandersetzungen, die ihn den Schulverweis kosten.

Auch an der neuen Schule lässt der Kontakt zur Feenwelt nicht lange auf sich warten. Und zwar in Form von Todd, dem Halb-Pùca, der sich auf zahlreiche Handel mit kleineren Feen eingelassen hat. Doch er scheint tiefer in der Sache drinzustecken, als es den Anschein hat und Ethan sieht sich gezwungen, Nachforschungen anzustellen, die ihn letzten Endes wieder ins Nimmernie bringen, an den Hof der Eisernen Königin, seiner Schwester Meghan.

Julie Kagawa konnte mich sofort wieder mit ihrer Feenwelt begeistern. Mit Ethan hat sie einen ganz neuen (alten) Charakter eingebaut, einen „nur“-Menschen, der durch die Entführung vor 13 Jahren gebranntmarkt und voller Hass auf das „lichte Volk“ ist. Ständige Konfrontationen, obwohl er versucht, „sie“ nicht auf sich aufmerksam zu machen, schüren diesen Hass noch.
Um andere zu schützen, hat er sich eine Fassade aus Arroganz und Unnahbarkeit zugelegt, die auf eine Person jedoch nicht auf gewünschte Art wirkt: Mackenzie, kurz Kenzie.
Bisher ohne jegliche Berührungspunkte mit der Feenwelt ist sie gezwungen, mit Ethan ins Feenland zu reisen und sämtliche Logik über Bord zu werfen. Aus einer toughen Schülerreporterin wird vorübergehend ein hilfsbedürftiges Mädchen, dessen Schutzbedürfnis zu stark ausstrahlt, um Ethan kalt zu lassen. Und auch Kenzie verbirgt etwas.

Ein weiterer Highlight-Charakter ist Keirran. Seine forsche Art kann man nur lieben und so ließ ich mich gerne darauf ein, mehr über ihn herauszufinden.
Selbstverständlich gibt es auch ein Wiedersehen mit altbekannten Gesichtern der „Plötzlich Fee“-Reihe: Grimalkin, Meghan, Ash und … lest es selbst.

Der Erzählstil von „Plötzlich Prinz“ ist eine gesonderte Erwähnung wert. Julie Kagawa lässt Ethan in Ich-Perspektive (Vergangenheit) erzählen, verdeutlicht aber von Beginn an, dass die Erzählstimme bereits mehr weiß als der Leser. Die „hätte ich es zu dem Zeitpunkt gewusst…“-Momente werden gezielt zum Spannungsaufbau genutzt und machen Spekulationen während des Lesens unumgänglich. Cliffhangerlastige Kapitelenden ließen mir keine Ruhe, zwangen mich zum Weiterlesen und Weiterfiebern.
Die Autorin ist auch eine Meisterin der Geheimnisse, aber genauer kann ich darauf nicht eingehen, ohne erheblich den Lesespaß zu mindern. Nicht bei allen ist die Offenbarung gänzlich überraschend, aber das störte den Lesespaß keinesfalls.

Die Spannung stieg kontinuierlich, die Bedrohung durch die unbekannte Feenart wurde stets präsenter, während sich Schicksalsfäden verwoben um die Antwort in einem actionreichen Showdown preiszugeben. Auch wenn es sich nur um einen Appetizer der gewünschten vollständigen Antwort handelt, die so manch neue Frage aufwirft, ist das Ende doch vorerst zufriedenstellend und macht definitiv Lust auf den nächsten Gang.
 „Plötzlich Prinz – Das Erbe der Feen“ bietet alles, was das Fantasy-Herz begehrt. Gepaart mit Julie Kagawas zauberhaften Schreibstil und genau der richtigen Prise humorvoller Dialoge, der richtigen Dosis Kampf und gelungenen Charakteren war es für mich ein grandioses Wiedersehen mit alten Bekannten. Für diese perfekte Mischung gibt es natürlich 5 Bücher.

Wer die „Plötzlich Fee“-Reihe mochte, muss zu „Plötzlich Prinz“ greifen. Auch euch wird Ethan in seinen Bann ziehen. Wer „die Feen“ nicht gelesen hat, wird der neuen Handlung auch so folgen können, hätte aber einiges an Lesespaß verpasst. Also beginnt besser ganz schnell mit „Sommernacht“.
1. Plötzlich Prinz – Das Erbe der Feen
2. Originaltitel: The Iron Traitor
3. ?




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Kommentare:

  1. Guten Morgen :)

    wie immer eine wunderschöne Rezi <3 Für mich ist das Buch ja schon mein Jahreshighlight und es macht so richtig Spaß es zu lesen. Es kann gar nicht dick genug sein und ich freue mich jetzt schon auf Band 2. :D
    Julie Kagawa kann es einfach <3

    Glg
    Micha

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    1. Ich habe es geliebt, es war so schön, wieder ins Nimmernie zu reisen <3
      Bin gespannt auf deine Rezi.

      Liebe Grüße

      Steffi

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  2. Halli hallo

    Oh cool du hast es schon gelesen! Auf diese Rezi war ich ja sehr gespannt und...... du hast mich überzeugt! Dieses Buch wandert ganz nach oben auf meiner Wunschliste, wenn nicht sogar auf meinen Gabentisch für den Geburstag!

    Vorher sollte ich dann aber unbedingt noch " Frühlingsnacht" lesen das habe ich mir ja noch so ein wenig aufgespart, aber jetzt habe ich definitiv Lust auf ein Wiedersehen mit der Feen- Welt!

    DANKE <3
    Und tschüss
    Bea

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    1. Lohnt sich defintiv für den Gabentisch. Wenn du die Feen mochtest, wirst du auch das lieben. Also schnell die Fruhlingsnacht lesen und dann evtl noch die letzte Geschichte im 'Geheimnis von Nimmernie' als Übergang, aber nicht zwingend notwendig ;-)

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  3. Hach, schön dass es dir auch so gut gefallen hat! :) Tolle Rezension <3 !

    Liebe Grüße, Lisa

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    1. Ich hatte ja damals deine Rezi zum englischen Buch gelesen <3
      Hach, es hat so viel Spaß gemacht, wieder ins Nimmernie zu reisen!!!

      Danke für das Lob und viele liebe Grüße

      Steffi

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  4. Guten Morgen :)
    Mir hat das Buch auch total gut gefallen :) Zwar war ich nicht so begeistert wie du, aber ich fand es auf jeden Fall super :)
    Schöne Rezension!
    Liebe Grüße,
    Binzi

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    1. Ich habe ja schon die Feen geliebt und war sofort wieder gebannt! Auch Ethan hat mir ausgesprochen gut gefallen :-)
      Und Kierran <3

      Muss gleich mal deine Rezi lesen gehen :-)

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  5. Eine Spin-Off Reihe? Ernsthaft?
    So langsam glaube ich der deutsche Buchhandel hat sich gegen mich verschworen. Ich glaube noch nichtmal alle Teile der "Plötzliche Fee" Reihe gelesen zu haben und die kommen gleich wieder mit ner neuen Reihe um die Ecke. x.x

    *notiert*

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    1. Und eine richtig gute sogar :-)
      Ethan müsstest du ja kennen - und der ist mal richtig 'groß geworden' :-)

      Liebe Grüße

      Steffi

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  6. Geniale Rezension! Ich hoffe das Buch trifft bald bei mir ein um es sofort lesen zu können *--*

    LG Jenny

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    1. Danke, Süße!
      Ich hoffe, dass Ethan dir genauso gut gefällt <3

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  7. Mir hat das Buch auch super gefallen! Normalerweise mag ich männliche Protagonisten nicht so gerne, aber Ethan ist wirklich super, super gut gelungen! Ein wirklich tolles Spin-Off.
    lG,
    Svenja

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    1. Männerfeindlich??? :o
      Aber ich kann dir natürlich nur zustimmen :-)

      Liebe Grüße
      Steffi

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    2. Haha, nein das nicht :D Ich finde nur oft, dass die männlichen Protas so weiblich denken, da merkt man oft keinen Unterschied, dann nehm ich die irgendwie nie für voll ;)

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    3. Denken Männer und Frauen denn unterschiedlich? o.O

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  8. Zumindest denken sie über andere Dinge nach, will ich mal hoffen.. Ich weiß gar nicht mehr welches Buch es war, aber ich habe eins gelesen, in dem der Protagonist stääändig nur daran gedacht hat, dass er gut aussieht beim laufen, ob seine Haare sitzen, ob er zu viel gegessen hat etc etc... Jedenfalls kam er mir vor wie ein weiblicher Teenie und nicht wie ein 30-jähriger harter Kerl.. Seither steh ich mit Männern als Prota auf Kriegsfuß, weil ich den nicht aus dem Kopf bekomme xD

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    1. Okay, das ist natürlich extrem... Ich hatte jetzt erwartet, dass männliche Protas nur an den tollen Hintern vor ihnen denken sollen (wie in BREATHE ;-) ), was aber genauso doof ist :-)

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  9. Ohgott nein :D Breathe hab ich noch auf dem SuB, da bin ich ja jetzt mal gespannt ;)

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Steffi & Kay