Dienstag, 23. Juli 2013

♀ Ozeas Geschwister Episode 1 - Feuertanz (Mendea de Scalett) [Rezension]



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Die Crew der Hydra findet an Bord eines alten Wracks eine Kiste, in der ein kleines Mädchen liegt. Kurzerhand nehmen sie das Mädchen mit an Bord.
Als es wieder zu sich kommt, steht es in Flammen. Brennend erhebt es sich in die Lüfte.
Weder Kapitän Falrem noch die Elfe Visivel haben jemals ein solches Wesen gesehen.


Tiniviél hat einen Auftrag, oder besser gesagt, hatte einen Auftrag. Die Welt von Ozea vor der Dunkelheit zu bewahren. Aber das war vor 90 Jahren. Und in der Zwischenzeit ist viel passiert.
Zuerst muss ich sagen, dass ich mich der High Fantasy nicht ganz so verbunden fühle wie ihren kleinen Geschwistern Urban Fantasy oder Romantasy.
Da es sich bei „Ozeas Geschwister“ um einen Episodenroman handelt und dadurch vom Umfang her „normal“ ist, konnte ich mich einem kleinen Blick darauf nicht entziehen.

Der Einstieg fiel mir recht leicht. In einer Kulisse, die mich sofort an „Fluch der Karibik“ erinnerte, machte ich die erste Bekanntschaft mit den Charakteren.

Sofort sticht die Navigatorin Visivel positiv heraus. Eine starke Frau/Elfe, die geheime Chefin der Hydra.

Kapitän Falrem hingegen war mein Liebling. Ein echter Schwerenöter, der wohl alle Klischees über einen gutaussehenden Piraten zu bedienen scheint. Er war mir mit seiner Art sofort sympathisch.

Im Gegensatz zu Tinuviél. Etwas hat dieses „Mädchen“ an sich, das mich abstieß. Sie ist störrisch und trotzig und gleichzeitig wird wieder ihre Verletzlichkeit und die Trauer über die Geschehnisse betont, die ich ihr nicht immer abnehmen konnte. Ich denke, dass mit mehr Hintergründen in den weiteren Episoden mehr Grundlagen für Sympathien geschaffen werden.

Die Welt, die Mendea de Scalett geschaffen hat, sprengte für mich beinahe den Rahmen des als E-Book lesbaren. Allein die detaillierte Veranschaulichung der „Karte“ war trotz beigefügtem Plan eine Herausforderung und ich bin an meine Grenzen gestoßen (wie bereits erwähnt, bin ich ein selten-High-Fantasy-Leser). Denn das E-Book vor- und zurückzublättern gestaltet sich schwieriger als bei einem Print-Exemplar.
Das Glossar am Ende fiel mir auch erst nach dem Lesen auf, hätte mir sicher hin und wieder weitergeholfen. So hatte ich leichte Schwierigkeiten, komplett in die Welt von Ozea einzutauchen. Aber vermutlich liegt das an meiner Gewohnheit, nur zu „echten“ Büchern zu greifen.

Der Schreibstil der Autorin ist dem Genre angemessen leicht altmodisch, was sehr mit der Atmosphäre rund um Piraten und Co. harmonisiert. Beschreibungen sind sehr ausdetailliert und machen die entwickelte Welt gut vorstellbar. Was mir ausgesprochen gut gefallen hat, war der unterschwellige sarkastische Humor, der stets vorhanden war.

Die Geschichte wird in auktorialer Form erzählt, was einen Einblick in alle Charaktere zulässt, die Bindung jedoch – zumindest in dieser ersten Episode – noch nicht weiter vertieft.

Der Spannungslevel steigert sich im Laufe der Geschichte nur sehr zögerlich, da das Hauptaugenmerk auf der Einführung in die Welt und die Vorstellung der Charaktere liegt.

Dennoch gibt es einen klaren Höhepunkt und diese erste Episode findet zu einem befriedigenden Abschluss.
Diese erste Episode von „Ozeas Geschwister“ dient insbesondere der Einführung in Mendea de Scaletts High Fantasy Welt. Interessante Charaktere und authentische Darstellungen gleichen den zarten Spannungsbogen wieder aus und wecken definitiv die Neugierde auf mehr.

Mit einer Beurteilung habe ich mich wirklich schwer getan, weil – wie bereits erwähnt – High Fantasy nicht mein Hauptgenre ist und ich noch nie zuvor einen Episodenroman gelesen habe. Wenn ich nach dem Lesespaß allein gehe, ist mir „Feuertanz“ aber knappe 4 Bücher wert und ich bin mir sicher, dass wir in Sachen Spannung noch einiges zu erwarten haben.

Für alle High Fantasy Fans, die eine Welt von Elfen und Halblingen mit Piraten und Seeungeheuern mischen können und gerne Seeluft schnuppern.

Ich empfehle für einen höheren Lesegenuss aber die bald erscheinende Print-Version, die Episode 1 und 2 enthalten wird.




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Kommentare:

  1. Hihihi!
    Ich finde es so lustig, dass du Tinuviél nicht magst. Da bist du wirklich die erste.
    Vielleicht kriegt sie dich ja noch umgestimmt.
    Und ich kriege dich zum High Fantasy bekehrt!

    Danke für diese wundervolle Rezi!
    Liebe Grüße
    Mendea

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    1. Das sind meistens halt immer solche "Wälzer", die ich einfach nur grausam finde. Aktuell lese ich ja Grischa, ist ja auch High Fantasy :-)

      Tinuviél benimmt sich ihrer Körpergröße entsprechend :-P Ich hoffe, das legt sich noch :-)

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Steffi & Kay