Mittwoch, 24. Juli 2013

♀ Jake Djones und die Hüter der Zeit (Damian Dibben) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Kaufen könnt ihr das Buch gleich hier.
„Das ist der Grund dafür, dass wir uns ihnen entgegenstellen: um neuerliche Schrecken zu verhindern, um zu schützen, was sich in unserer zerbrechlichen Vergangenheit ereignet hat. Dafür gibt es die Geschichtshüter.“
(S. 98)
Jake Djones wird am helllichten Tag auf offener Straße in London entführt und zu einem geheimen Büro gebracht. Der Verantwortliche Jupitus Cole erzählt ihm, dass seine Eltern nicht wie gedacht auf einer Messe sind, sondern im Auftrag der Organisation unterwegs, für die auch er tätig ist.

Jake soll mit dem Mann und anderen Menschen zum „Treffpunkt“ kommen. Zuvor wird er jedoch einem Test unterzogen. Jake ist einer der seltenen „Diamanten“.

Nachdem sich Jakes Tante Rose ebenfalls zu dieser seltsamen Truppe gesellt, erfährt Jake die Wahrheit: Seine Familie gehört zu den Geschichtshütern und seine Eltern sind seit ihrem letzten Einsatz verschollen. Im Venedig des Jahres 1506.
Ich bin absoluter Zeitreise-Fan und daher war das Lesen von Damian Dibbens Geschichte nur eine Frage der Zeit (schönes Wortspiel).

Der Einstieg gelang mir recht gut. Ich wurde gemeinsam mit Jake entführt und an einen geheimen Ort unter dem „Monument“ gebracht. Innerhalb kürzester Zeit erfuhr ich von der Organisation und recht schnell trat ich meine erste Zeitreise an.

Die Charaktere sind mir auch sehr schnell ans Herz gewachsen, auch wenn insbesondere Jake anfangs etwas zu naiv erschien. Schnell klärte sich dieser Eindruck jedoch und ich habe ihn durchaus liebgewonnen. Er wächst im Laufe der Geschichte immer weiter über sich hinaus und wird erwachsener. Klar, dass bei einer solchen Entwicklung gewisse Emotionen mitschwingen.

Diese sind Topaz St. Honoré gewidmet. Der starken und selbstbewussten Geschichtshüterin mit dem dunklen Geheimnis.

Ihr „Bruder“ Nathan war ebenfalls eine sehr spezielle Person. Schon beim ersten Zusammentreffen kristallisierte sich dies heraus. Er hilft einer holden Maid aus einer misslichen Lage und wieder einmal wurde es ihm mit unsterblicher Liebe vergolten. Nathan könnte man für arrogant und eingebildet halten. Aussehen, Kleidung und Accessoires gehören zu seinen wichtigsten Themen. Aber ist er wirklich so oberflächlich?

„Die Hüter der Zeit“ wird von einer dritten Person erzählt, die verschiedene Einblicke in die Charaktere zulässt. Als spannungssteigerndes Medium wurde auch die Perspektive des „Spions“ eingeführt.
Insgesamt war die Geschichte etwas vorhersehbar und insbesondere zu Beginn fühlte ich mich öfter von den vielen „Winks mit dem Zaunpfahl“ gestört. Dem Interesse am Buch tat dies jedoch keinen Abbruch.

Der Schreibstil von Herrn Dibben ist einfach und flüssig zu lesen, wären da nicht die ständigen französischen oder später italienischen Ausdrücke. Ich konnte beides verstehen, bin aber dennoch ständig darüber gestolpert.

Die Idee der Geschichtshüter hat mir sehr gut gefallen, die ganze „Technik“ um die Zeitreisen herum und die Fähigkeit der Agenten war gut durchdacht, wenn auch etwas kompliziert.
Das Setting war ebenfalls beeindruckend. Vom heutigen London, über Venedig Anfang des 16. Jahrhunderts ging es mittels einer Alpenüberquerung auf eine geschichtliche Deutschlandreise, was mich durchaus unterhalten konnte.


Der Autor hat in diesem ersten Teil mehrere Nebenhandlungsstränge eingebaut, die er noch nicht zum Abschluss gebracht hat, was durchaus Neugier auf die Fortsetzung schürt. Das Ende dieses ersten Bandes ist dennoch vorerst zufriedenstellend, eine kleine Aussicht auf den Inhalt der Fortsetzung „Die Arena des Todes“ machte mich auf jeden Fall sehr neugierig.
Damian Dibbens „Jake Djones und die Hüter der Zeit“ ist eine sehr unterhaltsame Zeitreisegeschichte mit angenehmen Charakteren. Spannende Momente und ein nervenaufreibender Showdown lassen durchaus Abenteuerfeeling aufkommen. Dafür gibt es von mir 4 Bücher.

Für alle Zeitreisefans, die eine locker-leichte und dennoch spannende Geschichte nicht verpassen wollen.
1. Jake Djones und die Hüter der Zeit
2. Jake Djones  - In der Arena des Todes
(Erscheinungstermin: Oktober 2013)



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Kommentare:

  1. Hey, das hört sich doch super an! :)
    Das Buch ist schon total lange auf meinem SuB, ich sollte es wohl wirklich mal lesen. ^^

    LG! Lydia

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    1. Du darfst dich nur am Anfang nicht Nerven lassen, was das 'mysteriöse Geheimnis' angeht :-)
      Danach hat es echt Spaß gemacht. Nach den vielen kritischeren Stimmen hatte ich das schlimmste befürchtet :-D

      Glg
      Steffi

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  2. Uiii, das klingt ja doch echt gut, ich hatte das Buch bisher so gar nicht im Blick, das hat sich durch deine wundervolle Rezi nun definitiv geändert.

    Dickes Kussi <3

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    1. Bei "Zeitreise" klingeln bei mir immer alle Alarmglocken :-D
      Du kannst in zwei Wochen ja mal reinlesen ;-)

      lg
      Steffi

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    2. ja, das mache ich gerne mit dem reinlesen :) Ich bin ja auch so ein Zeitreisefan, wie du ja weißt :D

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  3. Das hört sich ja super an, von dem Buch hab ich bisher noch nichts gehört =) Da ich mittlerweile auch auf Zeitreisen-Romane abfahre, wird das gleich mal vorgemerkt!

    LG Simone

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Steffi & Kay