Montag, 29. April 2013

♀ Calling Crystal (Joss Stirling) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Kaufen könnt ihr das Buch gleich hier.


Crystal begleitet ihre Schwester Diamond nach Denver, wo Diamand an einer Savant-Konferenz teilnehmen will. Während eines Spaziergangs zurück zum Hotel werden die beiden überfallen.
Ein Polizist eilt ihnen zu Hilfe, der sich als Diamonds Seelenspiegel entpuppt: Trace Benedict.
Die beiden schwelgen sofort auf Wolke 7 und Crystal kommt sich mit ihrer „eingeschränkten“ Savant-Fähigkeit noch überflüssiger vor als sonst.
Zu allem Überfluss hat sie nicht gerade den besten Draht zu Trace‘ Bruder Xav, dem Heiler. Als Xav dann auch noch versucht, mit Crystal mental zu kommunizieren, einen Versuch zu wagen, ihre Seelenspiegel-Tauglichkeit auszutesten, ist das Maß übervoll. Denn Crystal wird übel, sobald ihre mentalen Schutzmauern fallen.
Xav entdeckt etwas in ihrem Kopf, aber Crystal weigert sich von Xav genauer überprüft zu werden und kehrt zurück in ihre Heimat Venedig.
Kurz vor der Hochzeit von Diamond und Trace geschieht das Allerschlimmste, was Savants passieren kann…


Dem Trilogie-Abschluss der „Macht der Seelen“ habe ich schon entgegen gefiebert. War in „Finding Sky“ die Welt der Savants noch so neu und musste ich mich mit der Protagonistin auf die Suche nach Antworten machen, spielten in „Saving Phoenix“ die Savants schon eine wesentlich größere Rolle und waren von Anfang an kein Geheimnis.

So ist es auch in dem letzten Band „Calling Crystal“ der Fall. Nur dass Joss Stirling in dieses letzte Abenteuer der Benedicts große Dramatik eingebaut hat – für die gesamte Familie. Ich wurde schon auf den ersten Seiten mit dem Seelenspiegel-Kontakt von Diamond konfrontiert. Wie wir von den vorhergegangenen Bänden wissen, ist es aber immer die Ich-erzählende Protagonistin, die nach ihrer besseren Hälfte sucht. Was im Falle von Crystal nicht ganz so unproblematisch läuft wie bei ihrer Schwester Diamond.

Denn die junge Crystal ist als Savant „eine Niete“. Sie kann nicht telepathisch kommunizieren, selbst wenn es jemand in ihrer Nähe tut, wird ihr übel und sie übergibt sich. Sie taugt nach eigener Aussage nur dazu, verlorene Dinge wiederzufinden. Das ist ihre doch sehr minderwertige Gabe. So steht sie stets im Schatten ihrer sechs Geschwister, insbesondere dem von Diamond, einer Streitschlichterin unter den Savants.
Ihr Vater war Crystals einziger Bewunderer in der Familie. Mit seinem Tod versank auch Crystals Selbstbewusstsein. Die eigentlich meist doch freundlich gemeinten Neckereien von Xavier Benedict drosseln dieses noch mehr und sie hält sie für dieselben Sprüche, mit denen man sie aufgrund ihres Aussehens stets gemobbt hat. So ist die Grundlage jeder Art von Beziehung zwischen den beiden quasi im Keim erstickt. Nur zuliebe ihrer Geschwister einigen sich die beiden auf eine Art Waffenstillstand. Crystal entwickelt sich in „ihrem Buch“ in eine so unerwartete und fantastische Richtung, dass sie mir die Liebste aus dem „Macht der Seelen“-Club geworden ist.

War mir Xav in den vergangenen Büchern eher als Witzbold denn ernstzunehmender Protagonist in Erinnerung, mutierte er in „Calling Crystal“ zu einem wahren Liebling. Die Autorin hat ihm Tiefe und eine Erklärung für sein Verhalten gegeben. Dennoch lässt er die Witzeleien nicht, was ich in dem Fall auch sehr bedauert hätte. Die Wortgefechte Crystal-Xav zogen sich quer durch alle Seiten und lockerten die Geschichte auf besondere Weise auf.

Ich war gespannt darauf, welchen Hintergrund Joss Stirling ihrer letzten Protagonistin gibt. Beinahe hatte ich befürchtet, eine Kopie eines der beiden Vorgänger geliefert zu bekommen. Aber ich wurde sowas von überrascht.

Natürlich war von Anfang an klar, dass Crystal ihren Seelenspiegel finden muss. Ebenso lag die Vermutung nahe, dass es sich bei dem Gegenstück um einen der Benedicts handelt, recht schnell war auch klar, welcher der Brüder der Auserwählte sein wird. Darum war dieses Buch anders: Nicht „Wann finden sich die Seelenspiegel?“ war hier die Frage, sondern: „Wann und unter welchen Umständen finden sie es heraus?“. Und mit diesem und dem weiteren überraschenden Verlauf der Geschichte konnte mich die Autorin überzeugen.

Joss Stirlings Sprache ist weiterhin sehr einfach gehalten und orientiert sich an der jugendlichen Protagonistin Crystal, die in Ich-Perspektive/Vergangenheit erzählt. Im Gegensatz zu Band 2 ist das Niveau etwas höher, was mit der „besseren“ Herkunft von Crystal erklärt werden kann. Die Autorin arbeitet viel mit lockerer wörtlicher Rede, was das Lesetempo enorm steigert.

Auch das Setting hat mir sehr gefallen. Der Hauptteil der Geschichte spielt in Venedig und so schwingt gleich eine romantische Atmosphäre mit, die dem gesamten Seelenspiegel-Thema das besondere Etwas gibt.

Das letzte Buch einer Trilogie sollte zu einem für den Leser zufriedenstellenden Ergebnis führen. Frau Stirling hat es geschafft, meine im Vorfeld aufgetretenen Bedenken bezüglich des Rests des Benedict-Clans zu zerstreuen und führt die gesamte Familienbande zu einem besonders zufriedenstellenden Ende.


„Calling Crystal“ gibt noch einmal einen anderen Blickwinkel auf die Savants und die Seelenspiegel, ein Einblick, der mir sehr gut gefallen hat. Spannung, Action, eine große Portion Humor und überraschende Wendungen machen das locker-leichte Leseerlebnis beinahe perfekt. So sind Xav und Crystal zu meinen Lieblingen der Reihe geworden und erhalten sehr gute 4 Bücher von mir.

Ein würdiger Abschluss der Trilogie und ein absolutes Must-Read für Fans der ersten Teile, denn für mich war „Calling Crystal“ besser als seine Vorgänger.

1. Finding Sky (Rezension)
2. Saving Phoenix (Rezension)
3. Calling Crystal


Hier erfahrt ihr mehr über unser Bewertungssystem.


Kommentare:

  1. Ich bin jetzt auf den letzten 50 Seiten und bin sowas von gespannt, wie sie das Problem nun lösen können oder ob sie es überhaupt schafft :-D

    LG Scatty

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Viel Spaß noch... Es war echt richtig toll... Und wie SIE sich verändert hat! Wow!

      Löschen
  2. Jetzt, wo alle drei Teile erschienen sind, werd ich mir Teil 1 wohl bald mal kaufen. :) Ich brauch da in letzter Zeit immer die Sicherheit, weiterlesen zu können. xD

    Schöne Rezension!

    AntwortenLöschen
  3. Da kann man sich in letzter Zeit ja nicht mehr ganz so sicher sein... Leider :-(

    AntwortenLöschen
  4. Ich kann einfach nur in allen Punkten absolut zustimmen!
    Wobei ich durchaus auch unseren etwas seltsamen Schauspielstar erwähnt hätte :D Ohne ihn hätte ich glatt etwas weniger gelacht.
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  5. Danke für die Rezension!
    Ich muss die Reihe auch mal beginnen, auch nur wegen dem Schauplatz Venedig scheint das etwas für mich zu sein ;)
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  6. Ich glaube mittlerweile kenne ich jede Ecke von Venedig, obwohl ich nur mal in meiner Kindheit dort war :-)

    AntwortenLöschen
  7. Mir hat bisher der erste Band am besten gefallen... Bin gespannt auf Calling Crystal ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Band 1 war noch so mysteriös, aber war die umeinander-herumlaufen-Geschichte ein bisschen zu viel.

      Band 2 hatte mehr Action

      Band 3 ist beides ;-)

      Löschen
  8. Oh Gott, oh Gott, ich freue mich schon sooooo sehr auf das Finale, denn die Reihe gehört zu meinen Lieblingen.
    Hoffentlich ist das Buch morgen dann da, falls ja, lasse ich alles stehen und liegen um das Buch zu lesen :D

    LG May

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es wird dir gefallen!!!! Ich drück dir die Daumen, dass es morgen so weit ist ;-)

      Viel Spaß beim Lesen!

      Löschen

Wir freuen uns über jeden Kommentar!

Liebe Grüße

Steffi & Kay