Dienstag, 5. März 2013

♀ City of Lost Souls (Cassandra Clare) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Kaufen könnt ihr das Buch gleich hier.
„Man kann ein Kind nicht dazu erziehen, an etwas anderes zu glauben, als das, an das man selbst glaubt. Ich bin mir sicher, dass Clary ganz genau weiß, dass sie sterben kann. Und ich bin außerdem sicher, dass sie – genau wie du – davon überzeugt ist, dass es Dinge gibt, für die es sich zu sterben lohnt.“
(S. 422/423)


Jace ist verschwunden – zusammen mit dem „Leichnam“ von Sebastian. Bei einer Ratsversammlung wenige Wochen später wird beschlossen, die Suchaktivität herunterzufahren.
Clary beschließt darauf, den Gefallen der Feenkönigin einzulösen. Und so kommt es zu einem Handel, den Clary jedoch nicht erfüllt. Sie behält kurzerhand die Ware, die sie für die Königin des Lichten Volkes stehlen soll – zwei Elbenringe, mit denen man telepathisch in Kontakt treten kann.
Als Clary gerade dabei ist, die Ringe in der Bibliothek des Instituts zu stehlen, tauchen Jace und Sebastian auf. Vertraut wie beste Freunde, lachend, feixend und munter über ihre dunklen Pläne plaudernd.

Als Jace und Sebastian mitten in der Nacht bei Clary auftauchen, ist sie schockiert über Jace‘ Veränderung und seine Bitte, ihn und Sebastian zu begleiten.
Doch diese so absurde Idee scheint die einzige Möglichkeit zu sein, Jace zu retten. Und so schmiedet Clary einen Plan…


Clary und Jace ist ein Zusammensein nicht gegönnt. Nach dem fiesen Cliffhanger von „City of Fallen Angels“ konnte ich es kaum erwarten, zu „City of Lost Souls“ zu greifen.

Cassandra Clare wäre natürlich nicht sie selbst, wenn Jace nach dem Prolog wieder aufgetaucht wäre und Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung herrschen würde. Jace ist unauffindbar, nicht einmal mit Magnus Banes magischen Ortungsversuchen.
Als er dann auftaucht ist klar, was zu tun ist: Die unheimliche Verbindung, die zwischen Sebastian und Jace herrscht, muss getrennt werden.
So teilt die Autorin ihre Charaktere auf und lässt sie in unterschiedlichen Handlungssträngen nach einer Lösung suchen.

Der Leser bekommt auf diese Weise aus den verschiedensten Perspektiven in gewohntem personalen Erzählstil die gesamte Bandbreite an Charakterentwicklungen mit:

Clarys Entwicklung hat mich ab einem gewissen Punkt überrascht. Zu Beginn von üblen Schuldgefühlen geplagt, Jace auf dem Dach allein gelassen zu haben, ist sie bereit, alles für Jace zu riskieren. Der „neue“ Jace ist jedoch glücklich und ausgelassen und so fragt Clary sich, ob dies das Leben sein könnte, das es anzustreben gilt.

Beziehungstechnisch hatte „City of Lost Souls“ einiges zu bieten: An jeder Ecke entwickelte sich etwas – ob positiv oder negativ – so dass ab und zu der rote Faden beinahe verloren ging.

Die Autorin lässt uns tiefer in die Beziehung von Alec und Magnus blicken. Wir erfahren ein klein wenig von Magnus‘ familiärem Hintergrund und Alecs Angst, ungenügend zu sein. Seine wachsende Eifersucht auf Magnus‘ alte Liebschaften treiben ihn zu einer Verzweiflungstat.

Auch Simon und Izzy wagen es, einen kleinen Schritt aufeinander zuzugehen. Insbesondere Izzy, Miss ich-bin-so-stark-und-brauche-niemanden, springt über ihren Schatten. Simon zeigt neben seinem außergewöhnlichen „Talent“ auch außergewöhnlichen Mut und bringt ein ganz besonders großes Opfer.

Auch bei den Kombinationen Jocelyn/Luke und Jordan/Maia hatte ich einiges durchzustehen.

Neben all diesen Beziehungs“dramen“ stach der Single in der Geschichte natürlich besonders hervor: Sebastian alias Jonathan Morgenstern. Bei Valentins Sohn tut sich einiges und er rang um meine (und auch Clarys) Sympathie.

Bei einem 5. Band braucht man über den Schreibstil wohl nichts mehr zu sagen… Außer dass mir die früher bemängelten detailreichen Beschreibungen nicht mehr auffielen. Gewohnheit oder hat Frau Clare darauf verzichtet?

In „City of Lost Souls“ lag für mich der Schwerpunkt bei den Charakteren, wodurch – besonders in Teil I – die Spannung etwas zu kurz kam. Später fasste ich für kurze Zeit sogar den Gedanken, dass es langsam „zu viel“ wird. Dass Frau Clare gefühlte tausend Handlungsstränge aufbaute, mich zu ständigen „Ortswechseln“ zwang, dass sie ihren Charakteren und den Lesern zu viel zumutet… doch mit Teil III hatte sie mich wieder in der Hand und ich konnte ihrem Sog nicht entkommen.

Der Showdown war gewohnt dramatisch und knapp, ehe die Autorin mit einem kleinen (ich will es gar nicht Cliffhanger nennen, dafür war es für meinen Schwerpunkt zu zufriedenstellend) „Ausblick“ auf den finalen 6. Band abschließt.


„City of Lost Souls“ war ein auf und ab zwischen dramatischer Spannung und stellenweise beinahe langatmigen Beziehungsgeschichten. Die Entwicklung aller Charaktere wurde vorangebracht, die eigentliche Handlung kam aber nur zögerlich voran.
Stellenweise hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht. Der imposante und ereignisreiche Teil III entschädigte mich wieder. Ich musste lange überlegen, komme aber zu dem Entschluss, dass „City of Lost Souls“ die Höchstwertung ganz knapp verfehlt hat. Daher sehr sehr gute 4 Bücher für den 5. Teil der Chroniken der Unterwelt.

Ich könnte an dieser Stelle vermutlich 2 Bücher vergeben, es bleibe trotzdem ein Must-Read für alle, die das Ende von „City of Fallen Angels“ noch in Erinnerung haben… Daher nur die Empfehlung für alle anderen: Holt euch „City of Bones“ und verfallt Cassandra Clares Welt.

1.     City of Bones (Rezension)
2.     City of Ashes (Rezension)
3.     City of Glass (Rezension)
4.     City of Fallen Angels (Rezension)
5.     City of Lost Souls
6.     City of Heavenly Fire




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Kommentare:

  1. Ich lese es gerade, wie du bestimmt bemerkt hast und momentan könnte ich Clary rechts und links eine klatschen!! Ahhhh, dieses Mädchen!!! :D
    Aber ich bin gespannt, wie sich die Sache mit Jace und Sebastian entwickelt, ist ja schon sehr verwunderlich :O
    Tolle Rezension!! ´:)
    LG Jan

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    1. :D
      Wart's ab... Ich bin gespannt, was du am Ende sagst ;-)

      lg
      Steffi

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  2. Schöne Rezension!
    Ja "Too much" war es an einigen Stellen schon, aber mein Fokus galt wie immer Jace und Clary und die Reise durch Europa fand ich super schön :-)
    Schade dass es (noch) nicht fuer alle Charaktere ein Happy End gab. :(

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    1. die war wirklich schön :-)
      Ich liebe ja Venedig ;-)

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  3. Klasse Rezension! Bin auch der Welt von Cassandra Clare schon voll und ganz verfallen. Band 5 wartet im Regal und möchte nun endlich gelesen werden. Freu mich drauf. :D

    lg
    Diana

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    1. Ganz viel Spaß damit - und keine Angst vor einem 'Bösen' Ende... CoFA war schlimmer ;-)

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    2. jetzt bin ich beruhigt! danke!!! :D

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  4. Ah keine 5 Bücher?
    Okay, ich mache mich schon innerlich darauf bereit, dass das Buch vielleicht nicht so perfekt wird, wie erwartet.
    Dauert sowieso noch ein bisschen, bis ich dazu komme den 5 Band zu lesen, da mein SuB hier sehr hoch ist.

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Steffi & Kay