Samstag, 3. November 2012

♀ Ivy - Steinerne Wächter (Sarah Beth Durst) [Rezension]


Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Kaufen könnt ihr das Buch gleich hier.

"Du hast jetzt ein neues Schicksal. Ein wichtiges und aufregendes. Wenn du mich lässt, zeig ich es dir."
(S. 131)

Lili besucht gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Großvater ein Ehemaligen-Treffen in Princeton, zu dem ihr Großvater normalerweise allein fährt. Doch in diesem Jahr hat er eine Überraschung für sie. Lily wird vom altehrwürdigen Vineyard Club eingeladen, den Legacy Test durchzuführen. Sollte sie die Aufgabe, den Ivy Key zu finden, schaffen, erfüllt sich ihr größter Traum: die Zulassung für Princeton nach ihrem High School Abschluss.
Während ihrer Suche nach dem Ivy Key kommt Lily immer weiter hinter das Geheimnis von Princeton und es offenbart sich ihr eine neue magische Welt. Gleichzeitig beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod und die Auflösung des großen Rätsels um ihren verstorbenen Vater und somit auch ihrer eigenen Identität.

Ich war vom ersten Kapitel an gefesselt. Der Schreibstil der Autorin ist herrlich, sie versteht es, einfach und klar, ohne große Ausschmückungen Dinge zu beschreiben.
Ich fühlte mich mitten auf den Campus von Princeton versetzt. Die Atmosphäre war geheimnisvoll, die Spannung stieg stetig an.

Die Idee der Autorin verbindet Mythen rund um Princeton mit den "Allerweltslegenden" und Mythengestalten wie Elfen, Dryaden, Zentauren und Einhörnern auf eine sehr eindrucksvolle Weise.

Auch die Charaktere waren interessant. Nicht allzu vielschichtig, aber ausreichend und glaubwürdig.
Allen voran die Hauptprotagonistin Lily, deren größter Wunsch es ist, in Princeton zu studieren. Aber Lily hat auch große Angst. Angst, ebenfalls "Hirnhickser" zu bekommen, wie die Familie den voranschreitenden Gedächtnisverlust ihrer Mutter beschreibt. Angst, um ihre Mutter, dass ihre Krankheit immer schlimmer wird und Angst, ihren Großvater zu enttäuschen.
In der Magie, die sich ihr eröffnet, befürchtet sie zunächst den Beginn der vielleicht vererbbaren Krankheit ihrer Mutter, dann eine technische Raffinesse des Vineyard Clubs. Doch als sämtliche wissenschaftlichen Erklärungen scheitern und sie sich auf alles einlässt, gewinnt sie prompt an Stärke und findet nicht nur sich selbst...

Auf die klassische Dreiecksgeschichte hat die Autorin auch in "Ivy-Steinerne Wächter" nicht verzichtet, denn gleich zwei Charaktere bieten Lily ihren Dienst (nicht nur) als "Wächter" an:

Einmal der mysteriöse Tye, der so herrlich nach Regenwald duftet und bei dem jede Berührung pure Magie zu sein scheint. Er lockert die Geschichte durch seinen Humor und seine "Einzigartigkeit".

Dann ist da noch Jake, der Enkel des Vineyard-Vorsitzenden Mayfair. Er ist beeindruckt von Lily. Als er aber von ihrem Geheimnis erfährt, ist er hin- und hergerissen. Insgesamt war ich mir bei ihm nie sicher, woran ich bin.

Ein weiterer erwähnenswerter Charakter ist Lilys Mum. Die verrückte, seltsame, liebevolle Frau, die vieles vergisst. Sie war mir sofort sympathisch und sie fühlte sich gleich "wichtig" an. Daher freute ich mich jedesmal, als ich ein Stückchen mehr von ihr und ihrer (vergessenen) Vergangenheit erfahren durfte.

Insgesamt sind alle Charaktere gut gestaltet. Durch die Distanz aufgrund des auktorialen Erzählsstils aus Lilys Perspektive in Vergangenheit ging für mich aber ein großer Teil der Emotionen verloren.

"Ivy - Steinerne Wächter" wird laut Verlagsseite als Band 2 (Folgeband von "Ice - Hüter des Nordens") angepriesen. Ich habe es als Einzelband gelesen, weil ich das nicht wusste. Ich konnte auch keine Anzeichen für eine Serie erkennen, da es völlig verschiedene Charaktere, Handlungen, Orte besitzt.
Auch ist "Ivy - Steinerne Wächter" in sich abgeschlossen und so muss niemand einen üblen Cliffhanger befürchten.

Mit "Ivy - Steinerne Wächter" erlebt man ein mehr als fantastisches und magisches Abenteuer in Princeton, trifft auf Gargoyles, Drachen, Halbblüter und mehr. 
Zu einem absoluten Must-Read fehlte mir das Quäntchen des "gewissen Etwas", obwohl es rational nicht zu greifen ist. Meinen durchaus riesengroßen Lesespaß belohne ich daher mit sehr guten 4 Büchern.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine Reise in eine neue magische Welt voller Legenden und mythischen Geschöpfen antreten und sich auf ein Abenteuer voller Spannung, überraschender Wendungen und Intrigen der besonderen Art einlassen will.




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Kommentare:

  1. Eine schöne Rezension! Ich will das Buch ja auch noch unbedingt lesen und jetzt gleich noch mehr ;)

    LG
    Monika

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  2. Ich war bisher noch unentschlossen und wusste nicht so recht, was mich mit diesem Buch erwartet...Aber JETZT! Will ich es unbedingt lesen, deine Rezi hat es mir echt schmackhaft gemacht:)

    lg

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  3. Das Buch wanderte direkt auf meine Wunschliste, als ich es das erste Mal gesehen hab. Jetzt freue ich mich noch mehr drauf und muss es mir unbedingt bald zulegen! :)

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  4. Hallo Steffi/Kay,

    ich werde das buch jetzt dann auch bald bekommen.

    Habe euch übrigens getaggt:

    http://rozasleselieblinge.blogspot.de/2012/11/tag-11-fragen.html


    LG Chrisy

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  5. Ich wusste immer nicht wirklich, ob ich das Buch lesen soll, aber ich glaube, dass ich mich jetzt an das Buch heranwage.
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    http://julias-buecherblog.blogspot.de/

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  6. Ich habe mir das Buch gleich nach dem Erscheinungsdatum gekauft. Lese es gerade, deswegen habe ich die Rezi noch nicht gelesen. Werde aber zurück kommen und sie nochmal kommentieren sobald ich damit fertig bin gg

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  7. Ich kann es euch allen nur empfehlen!!! Vielleicht fehlt euch "das klitzekleine Etwas" ja gar nicht, was ich vermisst habe... ist ja immer Empfindungssache :-)

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  8. Du hast recht, die "Mom" fand ich auch direkt super, spätenstens in dem Moment, wo sie das ganze Zimmer voll gemalt hat, hat sie mein Herz gewonnen :) Ein schönes Buch und richtig toll geschrieben :)

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    1. Oh ja! Die Szene weiß ich immer noch beinahe 1:1 :-)

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Liebe Grüße

Steffi & Kay