Freitag, 30. November 2012

☺ Die Grünen Piraten 01 - Jagd auf die Müllmafia [Rezension]



Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Kaufen könnt ihr das Buch gleich hier.

 Pauline, Ben, Flora, Lennart und Jannik sind ein Team. Bei einer Müllsammelaktion der Schule werden sie auf die alltägliche Umweltverschmutzung aufmerksam gemacht. Die Freunde planen, etwas dagegen zu unternehmen. Sie nennen ihre Gruppe "Die Grünen Piraten". Als Mahnmal transportieren sie den aufgesammelten Müll auf den Marktplatz und schockieren somit die Bürger von Bieberheim.

Doch in dem kleinen Städtchen gibt es noch wesentlich gefährlichere Aufgaben für die jungen Aktivisten. Zum Glück bekommen sie Unterstützung: die "seltsame" Miranda ist in ganz Bieberheim bekannt...

Ich war sehr neugierig auf das Buch und auf die Umsetzung des "Umweltschutzthemas", das zugegebenermaßen nicht allzu einfach ist.

Anfangs befürchtete ich noch, dass sich der erhobene Zeigefinger des ersten Kapitels durch das Buch zieht und ich keinen Lesespaß, sondern Lesezwang erlebe... Zum Glück war das nicht der Fall und ich konnte mit großem Vergnügen durch die Seiten rasen.

Die "bemängelte" Einleitung in die Thematik ist nötig. In diesem Fall übernimmt Pauline den Part der "Besserwissenden", die ihre Mutter auf Mülltrennung aufmerksam macht. Die Autorinnen haben dies sehr gut in eine Alltagssituation rund um Schule und Sachkundeunterricht eingebunden. Auf diese Weise entstand auch die Verknüpfung zu der Müllsammelaktion, die dann zur Gründung der Grünen Piraten führte.
Auch der Name der Gruppe bietet bereits Grund zur Diskussion und Erklärung, denn vielen Kinder ist - im Gegensatz zu uns Erwachsenen - die andere Bedeutung von "grün" nicht bewusst.

Die Charaktere sind im Alter 3. und 4. Klasse. Ihre Darstellung fand ich fast einen Tick zu "erwachsen" und daher unwirklich. Doch ist dies so gut in die Geschichte eingebaut, dass es den Lesefluss nicht gestört hat. Auch fand ich die "Beziehung" zu der fremden Müllsammlerin Miranda etwas zu schnell. Ich stoße mich an diesem "mit Fremden" reden/befreunden immer sofort an.

Der Nebencharakter Miranda verspricht durch ihre sehr interessante Lebensweise noch viele weitere Themen rund um Umwelt- und Naturschutz. Sie hat mir sehr gefallen und ich bin neugierig, was sie den "Grünen Piraten" noch alles aufzeigen kann.

Humor kommt durch schlagfertige Sprüche nicht zu kurz. Unsere Lieblingsszene waren die "alternativen" Titel für die Piraten.

Die Illustrationen von Corinna Böckmann gleichen eher Schwarz/Weiß-Zeichnungen. Durch das "Krimi-Gefühl" beim Lesen passen sie sich aber optimal an. Eine der spannendsten Szenen in der Dunkelheit wurde mit beinahe schwarzem Hintergrund verbildlicht. Für besseres Lesen wurde der Text weiß gedruckt. Gerade an dieser Stelle wurde so eine ganz besondere Atmosphäre aufgebaut.
 Mich erinnerten die "Grünen Piraten" sehr an "TKKG" oder die "5 Freunde", was aber im positiven Sinne gemeint ist, denn ich habe die Bücher und Hörspiele verschlungen.

Der Jungleser erlebt mit "Die Grünen Piraten" ein spannendes Abenteuer, ist gefesselt und mitgerissen... Ganz nebenbei ist der Lerneffekt rund um Umweltverschmutzung absolut positiv.
Wir hatten Spaß beim Lesen und konnten nicht mehr damit aufhören. Dies belohnen wir mit sehr guten 4 Spielsachen!

Ich kann dieses Buch allen Eltern ans Herz legen, die ihre Kinder auf besondere Art auf das Thema Umweltschutz aufmerksam machen wollen.


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Liebe Grüße

Steffi & Kay