Mittwoch, 8. August 2012

♀ Aoife (Anja Ollmert) [Rezension]


Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Kaufen könnt ihr das Buch gleich hier.

"Ich weiß, dass das Geheimnis irgendwo zwischen diesen Seiten steckt. Ich weiß es einfach, und ich werde es auch herausfinden."
(S.131)

Aoife führt gemeinsam mit ihrer Freundin Cathy eine Werbeagentur. Ihre private Passion liegt bei den Büchern. Insbesondere Bücher über keltische Sagen.
Als sie in der Samhainnacht in einem Buch über den keltischen Helden Cúchulainn liest, geschieht das Unfassbare: Vom einen Moment auf den anderen sitzt Aoife ihrem Helden gegenüber, am Lagerfeuer, mitten im Wald.
Cúchulainn erinnert sie an ihren verstorbenen Verlobten Daniel, während er sie als Zauberin Aoife erkennt.
Vorerst muss sich Aoife mit ihrer Situation arrangieren und so geht sie mit Cúchulainn an den Hof des Königs, wo sie als entfernte Verwandte seiner Exfrau vorgestellt wird. Wie lange bleibt diese Lüge glaubhaft?
Denn die Neider warten an jeder Ecke, um ihre Intrigen zu spinnen, während sich in unserer Zeit Cathy auf die dramatische Suche nach ihrer Freundin macht.

Das Buch konnte meine Erwartungen nach dem Lesen des neugierig-machenden Klappentextes noch übertreffen.
Die Autorin hat eine (nicht ganz unbekannte) Idee neu verpackt und mit einer Romanze angereichert und damit einen unterhaltsamen Roman mit sympathischen Protagonisten erschaffen.

Der Hauptcharakter Aoife ist mir sofort ans Herz gewachsen: Sie ist eine erfolgreiche Frau in den 30ern. Ihre Agentur läuft gut, ihr Privatleben weniger, denn seit dem Unfalltod ihres Verlobten fühlte sie sich nicht mehr zu einem Mann hingezogen.
Das ändert sich, als sie von dem keltischen Helden Cúchulainn liest, dem sie sich seltsam verbunden fühlt. Das Gefühl verstärkt sich, als sie ihm wie durch ein Wunder gegenübersitzt. Doch hat eine solche "Beziehung" Zukunft?

Die zweite "Hauptrolle" in diesem Buch ist entgegen den Erwartungen NICHT Cúchulainn, sondern Aoifes Freundin und Geschäftspartnerin Cathy:
Cathy ist glücklich verheiratet. Für sie bricht nach Aoifes Verschwinden beinahe eine Welt zusammen. Verzweifelt macht sie sich gemeinsam mit ihrem Mann auf die Suche. 
Als sie die Wahrheit entdeckt, weiß sie sich nicht zu helfen. Gleichzeitig freut sie sich aber über das unerwartete Liebesglück ihrer Freundin.

Ein allwissender Erzähler schildert abwechselnd die Erlebnisse von Aoife und Cathy.
Der Sprachstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig zu lesen.
Die Sprache ist der keltischen Zeit entsprechend angepasst, wobei mir aber auffiel, dass die aktuellen Geschehnisse oder Aoifes Gedanken auch "etwas alt" dargestellt werden, was nicht ganz stimmig war.
Manche Handlungen konnte ich nicht so ganz nachvollziehen und es gab auch kleinere Ungereimtheiten, was den Lesegenuss aber nicht gestört hat, ebenso wie die zurückhaltende Spannung.

Das Buch ist eine kurzweilige Unterhaltung, das sich durch die Einbindung der keltischen Mythologie und dem wundervollen Ende ein dickes Plus verdient hat. Trotz kleinerer Mängel erhält "Aoife" von mir 4 Bücher.

Es ist eine Empfehlung für alle, die sich schon immer in ihr Lieblingsbuch hineinlesen wollten und einer romantischen Geschichte nicht abgeneigt sind.




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Kommentare:

  1. Mir sagt weder das Buch noch die Autorin was. Und obwohl es recht gut abgeschnitten hat, muss ich sagen, dass ich es mir wohl nicht zulegen werden. So mit keltischer Mythologie hab ichs gar nicht. Und vllt liegt ich falsch, aber teilweise klingt es auch nach "Chick-lit", worauf ich gar nicht stehe! Aber gut beschrieben und Glückwunsch ans Buch für die tolle Bewertung!

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    1. Na ich hab ja heut a Deutsch drauf ^^. *Verbesser "werde", "liege"*

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    2. Ich liebe solche Mythilogie-Sachen ja, deshalb hatte ich mich auch gleich für die Wanderbuch-Aktion von der Autorin gemeldet. Und ich war wirklich positiv überrascht :-)
      Erwartet hatte ich so etwas wie Mythica-aber 'Aoife' war ganz anders und konnte mich mit der Grundidee überzeugen.
      Bin gespannt was Lisa (B&S) sagt, der hab ich's heute geschickt :-)
      Aber chick-Lit-los würde ich sagen... :-)

      Lg
      Steffi

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  2. Hallo, ich verfolge euren Blog nun schon eine ganze Weile und ich bin ganz begeistert von den vielen vielen Rezensionen!
    Ich weiß nicht ob mir dieses Buch gefallen würde, die Geschichte erinnert mich zu viel an "Wind der Zeiten" von Jeanine Krock und die Highland-Bücher von Diana Gabaldon... Kennst du die Bücher vielleicht und kannst mir sagen ob mich mit meiner Einschätzung richtig oder falsch liege?
    LG

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  3. Das Buch klingt gut, ich glaube das wandert gleich mal auf meine Wunschliste :) So n mythologisches Zeugs find ich immer interessant.

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  4. Bei diesem Buch war ich mir ja bis jetzt immer unsicher ... hm, aber Deine Rezension klingt ja schon mal gut. Erinnert mich irgendwie an Diana Gabaldons "Feuer und Stein" und das hat mir sehr gut gefallen. Ich denk, ich werd mir "Aoife" auch kaufen ;)

    LG
    Monika
    www.suechtignachbuechern.blogspot.de

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  5. Das Buch habe ich bis jetzt noch nicht gekannt, aber es hört sich recht gut an, deshalb ist es gleich einmal auf meine Wunschliste gewandert :)

    Achja Mail ist draußen :)

    LG

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  6. Eigentlich habe bei dem Cover jetzt ein englisches Buch vermutet. An den Namen Aoife müsste ich mich beim Lesen dann wohl auch erst einmal gewöhnen. Ansonsten hörst sich das Buch doch recht gut an. Ich mag Geschichten, die Bestandteile der keltischen Mythologie beherbergen. Somit für mich ein durchaus interessantes Buch. Ich glaube, ich schau mir da einfach mal die Leseprobe an. Ich bin ja immer etwas skeptisch bei Büchern, die teils selbst verlegt sind.

    Liebe Grüße
    Reni

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    1. Im Buch stand, dass man den Namen wie das englische "Eva" ausspricht... Ich bin anfangs aber trotzdem immer wieder drüber gestolpert.
      Der Schreibstil ist schon sehr einfach, aber mich hat er in diesem Fall gar nicht gestört. Aber da gehen die Empfindungen auch mal wieder weit auseinander...

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Steffi & Kay