Mittwoch, 4. Juli 2012

♀ Mythica 2 - Göttin des Meeres (P.C.Cast) [Rezension]


Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Kaufen könnt ihr das Buch gleich hier.

"All diese Worte, und ihr konntet nicht mehr einfangen als diesen winzigen Bruchteil der Wahrheit. Und keiner von euch hat auch nur eine Andeutung über die Magie seines Lächelns gemacht." 
(S. 425)

Christine ist enttäuscht: Ihre Eltern und ihre beste Freundin haben ihren 25. Geburtstag vergessen. Also sitzt sie allein zuhause und trinkt ein Glas Sekt nach dem anderen. Etwas beschwipst zieht sie aus dem Bücherregal ein Buch über Rituale und spricht auf dem Balkon, umgeben vom Licht des vollen Mondes, ihren Wusch nach mehr Magie aus.
Ab dem nächsten Tag ist ihr das Glück hold und Männer schwärmen nur so für sie. Auf dem Weg zu einem Einsatz mit anderen Mitgliedern der US Air Force stürzt ihre Maschine ins Meer. In den letzten Atemzügen erscheint ihr eine Frau. Und Christine gibt zu, dass sie alles dafür tun würde, weiter zu leben.
Und so landet Christine in einer fremden Zeit, an einem fremden Ort. Ihre wahre Liebe Dylan ist nur einen Steinwurf entfernt und doch unerreichbar...

Nach den ersten Kapiteln war ich etwas enttäuscht von der "Göttin der Meere". Band 1, "Göttin der Liebe" hat mich von Anfang an mit seiner Art und Venus' tollem Humor unterhalten.
Doch die Geschichte um Christine begann nicht halb so interessant und gut durchdacht.
Ich fand es eher befremdlich, dass eine 25-jährige halb nackt ein Samhain-Ritual auf ihrem Balkon durchführt, egal wie betrunken sie ist. Auch als ich mich kurze Zeit später in einer Körpertausch-Geschichte wiederfand, wurde es erstmal nicht besser.
Vielleicht waren durch Band 1 meine Erwartungen zu hoch?

Mir schien auch, dass die Charaktere in diesem Buch nicht sehr tiefgründig waren.
Die Hauptprotagonistin Christine ist, wie immer in P.C. Casts Büchern, eine starke Frau. Sie behauptet sich schon seit Jahren gegen die Überzahl an Männern bei der Air Force. Aufgrund ihrer Stärke hatte sie nie den "Richtigen" gefunden. Sie hofft darauf, dass "mehr Magie" in ihrem Leben diesem Umstand ein Ende bereiten würde. 
Als sie dann von Gaia ins tiefste Mittelalter geschickt wird, sieht sie sich mit dem Frauenbild der damaligen Zeit konfrontiert und hat alle Hände voll zu tun, die Dienstmägde im Kloster Emanzipation zu lehren, während sie die tiefe Sehnsucht nach "ihrem" Meermann Dylan beinahe verzehrt.
Dylan ist das Kind eines Menschen und einer Nymphe und dadurch wenig angesehen in der Unterwasserwelt. Doch er ist ehrlich und treu und liebte Undine schon, bevor Christine in deren Körper schlüpfte. Er liebt Christine vom ersten Moment an und schwört ihr, bis in die Ewigkeit auf sie zu warten. Für einen Kampf gegen Poseidons Sohn Triton ist er jedoch nicht stark genug.
Triton ist arrogant, böse und nimmt sich alles, was er will. Und er will Undine. Schon immer. Und ihm sind alle Mittel recht, seinen Willen zu bekommen.

Das Buch ist in drei Teile und viele Kapitel unterteilt, der Klappentext spiegelt die Geschehnisse ab Teil II wieder. 
Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Das Bild der starken Frau ist in dieser Geschichte so übertrieben dargestellt, dass mich das ständige "jede Frau ist eine Göttin" von Zeit zu Zeit sogar genervt hat. Der größte Teil des Buches ist sehr vorhersehbar, es wird kaum Spannung aufgebaut. 
Gefallen hat mir der Kampf der Götter, der sehr schön und bildlich beschrieben ist und der ganzen Sache noch ein wenig Schub gab. Das Ende ist nicht überraschend, hat aber durchaus meine romantische Seite berührt... Mehr will ich aber nicht verraten.
Die Ü18-Szenen hielten sich so sehr in Grenzen, dass ich eigentlich nicht verstehen kann, dass das Buch keine Jugendfreigabe erhält. Denn außer ein paar "bösen" Wörtern beinhalten die Szenen nicht mehr Details, als in den meisten Jugendbüchern.

"Göttin des Meeres" war nette Unterhaltung, die mich aber nicht in ihren Bann ziehen konnte. Die Handlung war sehr vorhersehbar und oftmals so unwirklich und gewollt, dass ich den Kopf schütteln musste. Ich vergebe daher durchschnittliche 3/5 Bücher an die "Göttin der Meere".

Eine Empfehlung spreche ich für alle aus, die eine kurzweilige Unterhaltung suchen, Meereswesen nicht abgeneigt sind und an eine Liebe bis in die Ewigkeit glauben.

Da es sich jeweils um eigene abgeschlossene Geschichten handelt und ich die Leseprobe zu Band 3 - Göttin des Lichts gelesen habe (die mich beinahe mehr fasziniert hat wie das ganze Buch davor), werde ich bestimmt weiterlesen...

2. Göttin der Meere
3. Göttin des Lichts 
(Erscheinungstermin: 9. Oktober 2012)
4. Göttin des Frühlings
(Erscheinungstermin: 15. Februar 2013)



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Kommentare:

  1. Auch eine sehr schöne Rezension =)

    Liebe Grüße,
    Micha

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  2. Danke ;-)
    Auch wenn dein Urteil um einiges positiver ausgefallen ist ;-€
    Aber freuen wir uns gemeinsam auf Band 3 ;-)
    Lg
    Steffi

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  3. Aber ist doch auch gut so =) Wenn jeder denselben Geschmack hätte, dann wäre das doch langweilig.
    Jap und dann gucken wir, wie wir ihn finden. Wird spannend! =)

    Liebe Grüße
    Micha

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  4. Ach und euer Lesewetter finde ich total genial :D

    LG
    Micha

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  5. Schöne Rezension :) ich muss Dir uneingeschränkt zustimmen, aber das weißt Du ja ;) hab mir grade die Leseprobe durchgelesen und bin auch mal seeehr gespannt. Las Vegas ist auf jeden Fall eine interessante Location.

    Grüßchen,

    Rica

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