Donnerstag, 21. Juni 2012

♀ Wir beide, irgendwann (Jay Asher/Carolyn Mackler) [Rezension]

Gebunden: 400 Seiten
Verlag: cbt
ISBN-13: 978-3570161517
Preis: 17,99 €
Alter: 12-15
Teil einer Serie: -
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Inhalt:

1996. Emma bekommt von ihrem Vater ihren ersten Computer und denkt darüber nach, ihn auch für einen Internetzugang startklar zu machen. Der ein Jahr jüngere Nachbarsjunge Josh schenkt Emma eine AOL-CD-Rom dazu. Als sie sich Zugang zum Internet verschafft, wird sie auf eine ominöse Seite geleitet: Facebook. Dort findet sie Bilder von sich, Josh und anderen Bekannten unter "Freunde". Sie und Josh, den sie zu Rate zieht, halten es anfangs für einen Scherz. Doch wer wäre technisch dazu in der Lage, eine solche Seite zu gestalten?
Emma ist schockiert von ihrer Zukunft und will alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um diese nach ihren Wünschen zu verändern. Doch Josh ist dagegen...  schließlich wird er laut Facebook mit der Schulschönheit Sydney verheiratet sein und daran will er keinesfalls etwas ändern. Oder könnte es etwas Besseres geben?

Meinung:

Ich wusste absolut nicht, was ich von der Geschichte erwarten sollte. Den spärlichen Informationen auf dem Klappentext zu urteilen, war es tendenziell ein Zeitreiseroman, zumindest hätte ich es hier am ehesten einordnen wollen.
Doch "Wir beide, irgendwann" ist anders. Ganz anders. Ich flog über die Seiten, genoss das Leben Mitte der 90er (meiner Jugend!) und schwelgte in Erinnerungen, während ich gespannt die Veränderungen zwischen Josh und Emma verfolgte.
Die Hauptprotagonistin Emma war mir sehr sympathisch. Sie ist ein stinknormaler Teenager, hat ihre Clique und ihre beste Freundin Kellan. Ihr Freund Graham will sie nur begrapschen und sie denkt darüber nach, Schluss zu machen. Die großartige Freundschaft zwischen Emma und Josh ging vor sechs Monaten in die Brüche, als Josh versucht hat, sie zu küssen. Doch Josh war immer nur ein Freund. Durch die Facebook-Sache haben die beiden wieder mehr miteinander zu tun und Emma erinnert sich oft an ihre gemeinsame Zeit. Ich fand es sehr schade, dass Emma so negativ eingestellt ist: Sie ist wütend und traurig darüber, dass sie in 15 Jahren ein solch schlechtes Leben führen soll und will daran etwas ändern. Sie provoziert Situationen, die die neu zurückgewonnene Freundschaft zu Josh auf eine harte Probe stellen.
Josh ist der nette Junge von nebenan, im wahrsten Sinne des Wortes, denn Emma und Josh wohnen Fenster an Fenster. Doch Joshs Gefühle waren nicht immer nur freundschaftlich und der Leser erfährt, wann es dazu kam und was Josh zwischenzeitlich darüber denkt.
Er hielt die Facebook-Sache lange für einen Scherz, aber als er sein zukünftiges perfektes Leben sieht, freut er sich. Er wird mit Sydney verheiratet sein, die er bisher noch nicht einmal angesprochen hat. Frohen Mutes stellt er sich dieser Zukunft. Gleichermaßen entdeckt er aber etwas anderes.

Diese besondere Geschichte lebt nicht von Spannung oder unvorhergesehenen Ereignissen. Sondern von der Nostalgie, die sie verbreitet. Sicherlich war sie größtenteils vorhersehbar, dennoch wollte ich stets weiterlesen und erfahren, wie sich die Zukunft durch Kleinigkeiten verändern kann.
Ich amüsierte mich über Fragen, was ein Blog oder ein iPad sein könnte und Überlegungen, dass Handys niemals alltagstauglich werden könnten.
Das Autorenteam Asher/Mackler hat fleißig darauf geachtet, wie unsereins damals auf die heutigen Alltäglichkeiten reagiert hätte. Sie haben ein unvergleichliches Werk darüber geschaffen, wie wichtig es ist, im Hier und Jetzt zu leben, weil man die Zukunft niemals bis ins kleinste Detail planen kann.

Urteil:

"Wir beide, irgendwann" ist kein Buch für diejenigen, die eine fesselnde, spannende oder actionreiche Story erwarten und vermutlich auch nicht für Leser unter 30 interessant.
Wer sich aber noch daran erinnern kann, wie sich ein einwählendes 56-K-Modem anhört oder wie ein Leben ohne Internet und Handy möglich war, liegt mit diesem Buch richtig.
Da ich scheinbar genau dem Zielpublikum angehöre, vergebe ich für diese besondere Geschichte 4/5 Bücher. Es ist aber nur ganz knapp an den 5 Büchern vorbei geschrammt.
Es ist ein Must-Read für alle, die ein paar nostalgische Momente in ihrer Jugend verbringen und somit eine persönliche Zeitreise unternehmen wollen.



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written by her


Kommentare:

  1. Dankeschoen fuer diese wunderbare Rezi *-*
    Ich freue mich schon total auf dieses Buch,
    denn ich wette mir wird es haargenauso gehen ;D
    Und wenn man schon selber nicht durch die zeit reisen kann, dann zumindest im Geiste durch ein Buch <3

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  2. :) danke für die tolle Rezi.
    Es reizt mich das Buch zu lesen aber das es eher uninteressant für die Leser unter 30 ist lässt mich wieder nachdenken. Ich mit meinen 18 Jahren ^^
    Liebe Grüße

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  3. Scöne Rezi ;)
    Ich lese esgerade, und ich denke, du hast recht, dass es für Teenager nicht unbedingt geeignet ist. Ich wette, dass ich viele von den Anspielungen nicht verstehe... Aber süß ist es trotzdem ;)

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    1. Das stimmt... Aber ich bezweifle ganz stark, dass jemand in jungen Jahren weiß, was es mit den AOL-CDs auf sich hatte und viele andere Kleinigkeiten, die mich aber immer wieder zum Schmunzeln brachten :-)

      lg

      Steffi

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  4. Okay :) Interessieren würde es mich schon!
    Vielleicht schenk ich es meiner Mama zum Geburtstage xD da kann ich es ja dann auch mal lesen ^.^
    glg Franzi

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  5. Immer wieder schön, wenn man positive Meinunge zu diesem Buch liest. Bei mir ist es nämlich auchdemnächst dran :-)
    LG,
    Damaris

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    1. freu dich drauf... es war wirklich nett :-)

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  6. Ich bin sehr neidisch, dass du das Buch schon lesen durftest :D Aber ich gönne es dir!
    Sehr schöne Rezension, ich hibbel jetzt noch ein bisschen mehr dem August entgegen ;)

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  7. Tolle Rezension!
    Das Buch möchte ich auch irgendwann unbedingt lesen.

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  8. Hallo,

    tolle Rezension, toller Blog! Ich habe mich mal als Leserin eingetragen. :)

    Viele Grüße
    Nabura

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Steffi & Kay